Sachsen-Express
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++ Vom NACHWUCHS-FUSSBALL auf unterschiedlichen Ebenen berichtet ++

Durch die Beine von Halil-Cemre Tozar (SC Borea/vorn) klärt hier der Leipziger RB-Verteidiger Frederic Schreiber.


REGIONAL-LIGA der A-JUNIOREN (25. ST): SC Borea Dresden vs. RB Leipzig 2:0 (2:0)

(sa-ex) Nach der Sichtung des Regional-Ligisten 1. FC Lok Leipzig im Dörgenhausener Finale um den Sachsen-Pokal stand natürlich auch noch ein Punkte-Kampf dieses Tableaus auf dem Programm. Dass es beim Duell Neunter (SC Borea) gegen Zehnter (RB Leipzig) - beide mit je 32 Punkten ausgerüstet - noch gegen den Abstieg gehen sollte, war uns in dieser Form dabei nicht bewusst; schon die Aussagen der Lok-Verantwortlichen nach dem Cup-Coup hatten diesbezüglich arg verwundert; offensichtlich steigen mehr als die in der "dfb.net"-Tabelle ausgewiesenen drei Mannschaften ab, was wohl mit der hohen Anzahl von Abwärts-Versetzungen aus der Bundesliga in diese Regional-Liga des NOFV zu erklären ist: Der FC Carl Zeiss Jena, Tennis Borussia Berlin wie auch Rot-Weiß Erfurt belegen in der obersten aller Etagen die letzten drei Ränge, und am Abschluss-Spieltag wäre für die Genannten (außer für Schlusslicht Erfurt) höchstens noch der Hallesche FC zu überflügeln, der dann aber auch in das hiesige Tabelau abgleiten würde. Unser Kenntnis-Stand rund um das Thema ist leider nicht der allerbeste - wir bitten dies ausdrücklich zu entschuldigen; selbst eine Maximal-Versorgung an Informationen kennt eben die eine oder andere Grenze.

Aus dem Blickwinkel der Brisanz kam dem Match im "Jäger-Park" selbstredend eine andere Bedeutung zu, muss die schlechte Leistung des Schiedsrichter-Kollektivs um den Crostwitzer Jozef Jurk noch kritischer unter die Lupe genommen werden. Denn dass sich Leipzigs Verantwortliche ziemlich betrogen gefühlt haben dürften, war leider das "Verdienst" des jungen Pfeifenmannes aus dem Kamenzer Landkreis und seiner Bautzner Assistenten, deren Regel-Auslegung in Hälfte eins fragwürdig einseitig einherkam. Da hatten sich die Orangenen von Trainer Thomas Baron einen keineswegs unverdienten 2:0-Vorteil erarbeitet, doch die "Jung-Bullen" waren um einen Glas-klaren Elfmeter und einen völlig regulären Treffer gebracht worden! Die Schimpf-Tiraden von Ronny Kujat und dem begleitenden Eltern-Tross waren nur allzu verständlich; keine Ahnung, was den jungen Sorben - sonst eher ein guter Vertreter seines Fachs - zu diesem Schabernack der übleren Sorte animiert hat. Ein Anschluss oder Ausgleich, und die Dunkelblauen hätten mit Blick auf die Ausgewogenheit im zweiten Durchgang wenigstens einen Zähler mitgenommen. So aber dürfte der Abstieg besiegelt sein, denn in der finalen 26. Runde schlägt der 1. FC Magdeburg im DFB-Objekt an der Abtnaundorfer Straße der Messe-Metropole auf, und der will unbedingt seinen 2. Platz vor Dynamo Dresden verteidigen, um an der Bundesliga-Relegation teilnehmen zu dürfen.

Die Situation mag für einen Club, den es im Vorjahr noch gar nicht gab (auch nicht in der Regional-Liga der A-Junioren), nicht unbedingt eine Katastrophe darstellen - im Selbstverständnis des aufstrebenden "Kunst-Produktes" aus Markranstädt war die Verfehlung des Klassenerhalts ganz sicher nicht eingeplant. Sonst hätten man sich kaum von Coach Christian Dittmar getrennt und kurz vor Saison-Feierabend Ronny Kujat installiert, der seine 1993 beim damaligen VfB Leipzig aufgenommene Profi-Karriere mit bescheidenen sechs Einsätzen beim "bulligen" Oberliga-Meister ausklingen ließ und sich jetzt dem Nachwuchs widmet. Viel bewirken konnte dieser freilich nicht mehr - es fiel allenthalben auf, dass er seinen besten Torschützen namens Tom Dietze (8 Saison-Tore) auf die Bank versetzt hatte. Und dass seine Schutzbefohlenen generell ein paar Probleme mit dem Borea-Nachwuchs hatten, der über weite Strecken der ersten halben Stunde den entschlosseneren Eindruck hinterließ.

Denn unabhängig von den noch zu besprechenden Schlüsselszenen waren beide Einnetzer und somit auch die Führung vollkommen verdient. Bereits in der 6. Minute schien das 1:0 in der Luft zu liegen, als sich die RB-Hintermannschaft bei einem weiten Abschlag Max Höhnes verschätzte und Martin Schiefner vor dem herauseilenden Keeper Daniel Halangk zum Kopfball kam, welcher aber knapp neben dem Rechteck landete. Zehn Zeiger-Umrundungen später das 1:0; diesmal hatte Tobias Müller aus einem Einwurf heraus die Möglichkeit zu einer präzisen Flanke von der linken Seite erhalten, war Adam Fiedler im Sturm-Zentrum unbedrängt zum Köpfer gelangt (16. min). Und auch beim Freistoß des wie Oliver Genausch bereits bei den Oberliga-Männern des mit Mühe und Not geretteten SC Borea zur Mitwirkung gelangten Halil-Cemre Tozar hätte es klingeln können, doch der diagonale Flachschuss zischte an Freund und Feind vorbei ins Aus (27. min). Genausch übrigens stand in der Anfangs-Formation des Protokolls, saß indes auf der Reservisten-Bank, und als ihn Baron in der 66. Minute für Fiedler bringen wollte, konnte er das wegen des Formular-Fehlers peinlicherweise nicht - wenigstens das hatten Jurk & Co. richtig erkannt.

Wiewohl der Referee - 2006 selbst noch als A-Jugendlicher mit Sokol Ralbitz/Horka ein Double-Gewinner im Kamenzer Landkreis - nach dem Seitenwechsel durchaus ordentlicher pfiff. Nur was er zuvor fabriziert hatte, war in hohem Maße bedenklich. Denn die Gäste wachten nach rund einer halben Stunde auf und erzeugten ihrerseits Gefahren-Momente, die zuvor vermisst wurden. So wurde Tom Nattermann auf der rechten Seite hervorragend in Bewegung versetzt; als dieser in den Strafraum eindrang, verwechselte der ihn verfolgende Alexander Mattern die Sportarten und versetzte dem Angreifer einen dem Eishockey entlehnten Bodycheck. Nur dass eben keine Bande da war, weshalb das RB-Talent geradewegs zu Boden stürtzte - alle Akteure, selbst die von Borea, dürften mit einen Elfmeter-Pfiff gerechnet haben. Doch selbiger blieb unverständlicherweise aus (35. min). Stattdessen faktisch im Gegenzug das 2:0, weil sich Genausch-"Ersatz" Johann Stoklassa sauber an der rechten Eckfahne durchgesetzt hatte, Fiedler über dessen Eingabe "säbelte", aber Martin Schumann direkt daneben bereitstand und mit extremer Genauigkeit aus 17 Metern in das entlegene Eck traf (37. min). Ein ausgesprochen schönes Tor, aber naja ...

Den nächsten Genickschlag bekamen die Angereisten in der 45. Minute verabreicht. Da hatte Jurk nach einem Foul der "Nordlichter" vor ihrem 16er den Vorteil laufen lassen, was Roman Jaworski in die Lage versetzte, allein auf SC-Torwart Höhne zuzulaufen und zu vollenden (45. min). Doch plötzlich kam die Fahne des Assistenten, der eine Abseits-Stellung gesehen haben wollte - wieder ein klarer Fehler, denn der Schütze war etwa in Höhe des Vergehens an seinem Kollegen gestartet. Das waren jetzt in der Summe keine jener als "knifflig" einzuschätzenden Situationen mehr - das roch unangenehmer ... Die zweite Hälfte verlief dann nach zwei Aufregern deutlich ruhiger; erst verpasste der eingewechselte RasenBaller Tim Petzke den Anschluss, als sein Kopfball aus freier Position nach exzellenter Jaworski-Hereingabe nicht optimal gelang (47. min), und dann versiebte Stocklassa das Tod-sichere 3:0, als er im Zuge eines Konters von Fiedler bedient wurde, aber das leere Tor verfehlte (52. min). Hernach waren nur noch ein starker Auftritt des RB-Kapitäns Alexander Bury (Abschluss drüber/71. min) und ein starkes Tozar-Solo mit finalem Pfosten-Pech (83. min) des Notierens wert; Torschütze Schumann hatte sich zudem als Wiederholungs-Sünder einen vorzeitigen Feierabend eingehandelt (80. min). Ein vor der Pause gutes bis sehr gutes Match war danach verflacht, und über Allem lasteten die unschönen Fehl-Leistungen des Trios in Gelb und Schwarz.

Borea: Höhne - Rohmann, Mattern, Gerisch, Richter - Müller, Schumann ("Gelb-Rot"/80. min), Halil-Cemre Tozar (ab 88. min Popp), Stoklassa (ab 75. min Fischer) - Fiedler (ab 69. min Seddig), Schiefner (ab 85. min Schäfer)
RBL: Halangk - Schiller, Sorge, Matk, Schreiber - Bury, Stapel, Schlicht (ab 46. min Petzke), Al-Ghufri (ab 82. min Markus) - Nattermann, Jaworski

Schiedsrichter: Jozef Jurk (Crostwitz/SV Einheit Kamenz) - SA-EX meint: Die wohl schlechteste erste Halbzeit seiner noch jungen Karriere; da es für beide Teams noch gegen den Abstieg ging, tangierte die einseitige Regel-Auslegung des Sorben unschönere Grenzen als jene vom "nur mal einen schlechten Tag erwischt". Einen klareren Elfer als jenen gegen Nattermann gibt es nicht (35. min - Jurk hatte freie Sicht), und Jaworskis Treffer in der 45. Minute war - noch dazu aus einem RB-Vorteil geboren - nie und nimmer Abseits. So wurden die "Jung-Bullen" um einen sehr wahrscheinlichen und einen tatsächlichen Treffer gebracht - das können wir bei aller Freundschaft mit dem Schiri aus dem eigenen Kamenzer Landkreis nicht tolerieren; es würde unseren Ruf als einziges journalistisches Top-Medium des Freistaates ruinieren! Auch das Herumturnen von Assistent Toni Schmidt in der Coaching-Zone der Leipziger - er hatte dabei sogar "seine" Hälfte verlassen! - war in hohem Maße unangebracht, zumal die Aufregung der RB-Verantwortlichen voll und ganz berechtigt war. Der Bautzner hätte besser daran getan, nach dem Regelwerk zu winken, was ihm in Hälfte eins eher selten gelang. Das vor den Augen jenes Reporters zu wagen, der jede Form sportlicher Unsauberkeit auf das Härteste bekämpft, war schon eine Frechheit der besonderen Art. In der zweiten Halbzeit fand Jurk dann langsam auf die Fährten der Vorschriften zurück, aber da war der Drops auch irgendwie schon gelutscht. Eine glatte "Sechs", um im Zensuren-Jargon des bundesrepublikanischen Schulwesens zu sprechen!
Zuschauer: 45 im "Sportforum Jäger-Park" zu Dresden-Äußere Neustadt
Torfolge: 1:0 Fiedler (16. min), 2:0 Schumann (37. min)



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POOL 5 der F-JUGEND DRESDEN: SV Dresden-Neustadt II vs. SG Bühlau 2oo9 5:0 (3:0)

(sa-ex) Fußball der (fast) Kleinsten - da kullern schonmal die Tränen. Ob bei Schlussmann Justus Herget, den seine Bühlauer Vorderleute in diesem Spitzen-Match öfters als gewohnt im Stich ließen. Oder beim SVN-Kid Maurice Kowalewski, der wohl im Laufe der Begegnung den attraktivsten der fünf Einnetzer besorgt hatte, aber beim anschließenden Neunmeter-Schießen am guten Herget gescheitert war. Der Trost von Erwachsenen-Seite war beiden gewiss, doch den Lorbeer ernteten nur die Gastgeber von der Geibel-Straße - ein wunderschönes Objekt übrigens, das aus der erhöhten S-Bahn-Perspektive gar nicht so anheimelnd ausschaut, wie es in Wirklichkeit ist. Diese letzte Partie des Pools 5 sollte das Aufeinandertreffen Erster gegen Zweiter bieten, und mit dementsprechendem Ernst schwor Übungsleiter Michael Damm seine Jungens ein. Die Erwärmungs-Prozedur erschien dem Betrachter fast ein wenig überhart; in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um 8- bzw. 9-Jährige aus reinen Amateur-Clubs handelt, musste man den im Vorfeld verordneten Sprint- und sonstigen Lauf-Einheiten doch etwas Konditions-Hemmendes abgewinnen. Dem war dann allerdings nicht so.

Von Beginn an feuerte die zahlreich erschienen Eltern-Gemeinde das Oktett in Grün und Weiß ziemlich Laut-stark an. Der Effekt ging ganz zu Beginn um Haares-Breite nach hinten los: Bühlaus Kapitän Aaron Isheim stürmte völlig unbedrängt in Richtung Gehäuse von Karl Koosz, wurde aber kurz vor knapp gestellt. Damit deutete sich bereits an, was sich später fortsetzen sollte und letztlich im klaren Resultat seinen Niederschlag fand: Die Gäste vom Weißen Hirsch spielten phasenweise gefällig mit, brachten aber in Tor-Nähe wenig zustande. Da war der Tabellenführer aus anderem Holz: Schon in Minute 3 wurde die erste größere Möglichkeit durch Justin Menzel verwertet, der nach einem Patzer von Max Dalitz am Schnellsten schaltete. Und nur sechs Zeiger-Umrundungen später fiel eine Art von Vorentscheidung, weil dem gerade eingewechselten SGB-Defensiven Noah Krause noch die richtige Orientierung fehlte und Alexander Panschenko per Nachschuss zum 2:0 einnetzte (7. min). Hernach kontrollierten die Neustädter das Geschehen, obschon die meisten ihrer Bemühungen von Dalitz im Verbund mit Schlussmann Herget unterbunden werden konnten.

Kurz vor der Pause kassierten die Nord-Dresdner noch den dritten Treffer, als Menzel den Pfosten anvisiert hatte und Pechvogel Krause in die eigenen Maschen traf (18. min). Nach Wiederanpfiff hatten erneut die Blauhemden die erste gute Gelegenheit, doch der Abschluss von Eric Zaschke geriet abermals zu schwach (22. min). Dann wieder die Kids von der großstädtischen Grenze zu Radebeul: Erst wackelte das Aluminium beim Versuch von Arthur Markert, dann klärte Herget mit seiner besten Tat gegen den freien Maurice Kowaleski (jeweils 25. min). Dass es dennoch deutlich wurde, ging zunächst auf das Konto Kowalesweskis, der nach Ball-Eroberung gegen Zaschke mit dem schönsten Einnetzer der Veranstaltung in den Winkel traf (31. min); und dann leistete sich Herget einen "Bock" in Form eines Hand-Abwurfs genau in die Beine Markerts, der sich artig mit dem 5:0 bedankte (36. min). Da moserten dann auch die SGB-Defensiven, denn bislang war der "goalie" von einem direkt dahinter platzierten Betreuer stets in Schutz genommen worden. "Das war jetzt aber nicht unsere Schuld", hieß es beinahe Vorwurfs-schwanger. Und Recht hatten sie, die Kleinen ...

Das System mit den Pools kommt ein bisschen verworren einher; im Herbst wurden die neun Spieltage einer Hinrunde absolviert, im Frühjahr eine Zweit-Auflage - mit allerdings anderer Staffel-Einteilung. Den ersten Teil noch hatte besagte Neustadt-Zweite noch als abgeschlagener Letzter mit nur einem mageren Pünktchen beendet (Bühlau im Pool 4 als Sechster eines 10er-Feldes). Jetzt durften sie sich zum großen Mannschafts-Foto des Staffel-Triumphators zusammenfinden. So unterschiedlich kann das manchmal sein. "Diesmal sind wir vom Stadt-Verband noch eingeteilt worden", erklärte SGB-Übungsleiterin Andrea Mühle unserem Medium, "aber in der neuen Saison können wir nach eigener Leistungs-Einschätzung melden." Die engagierte Frau war vor drei Jahren zu dem Seitenlinien-Job gelangt, "weil mein Sohn nach Hause kam und auf einmal keinen Trainer mehr hatte". Da habe sie sich breitschlagen lassen und ist mit Enthusiasmus dabeigeblieben. Die kleinen Episödchen am Rande, die wir in Kürze vermissen werden ...

D-N: Karl Koosz - Jan Herbrand, Luis Trier, Max Paul - Arthur Markert, Maurice Kowalewski - Justin Menzel, Alexander Panschenko ... eingewechselt: Derin Mende, Tom Wendrich, Florian Rulff, Steven Remdt (TW)
SGB: Justus Herget - Max Dalitz, Paul Thomsen, Sebastian Schwafen - Hubertus Reichel, Eric Zaschke - Aaron Isheim, Fridolin Michel ... eingewechselt: Noah Krause, Leonie Bleul

Schiedsrichter: Klaus Zschinsch (Dresden) bei einer Spiel-Zeit von 2x 20 Minuten
Torfolge: 1:0 Menzel (3. min), 2:0 Panschenko (9. min), 3:0 Krause (Eigentor/18. min), 4:0 Kowalewski (31. min), 5:0 Markert (36. min)


Wir kennen kein Erbarmen: Weltklasse-Schusshaltung vom Dresden-Neustädter Arthur Markert bei seinem Treffer zum 5:0, eingefangen von unserem Weltklasse-Fotographen. Journalismus kann etwas Herrliches sein, wenn man nur will ... (Fotos dieser Seite: SACHSEN-EXPRESS/F.H.)













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