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+ Vom FUSSBALL in der 1. KREIS-KLASSE im LANDKREIS KAMENZ berichtet +

Sympathischer Sportsmann, schönes Tor: Haselbachtals Tino Gröbner und sein 2:1 gegen Ottendorf-Okrilla II.
30. und letzter SPIELTAG der 1. KREIS-KLASSE KAMENZ (12. Juni)
SA: TSV Wachau II vs. Lomnitzer SV 4:1
SA: TSV Lichtenberg vs. Thonberger SC 7:1
SA: SG Großnaundorf II vs. SG Nebelschütz II 3:1
SA: SC 1911 Großröhrsdorf II vs. SG Wiednitz/Heide 5:0
SA: FSV Bretnig-Hauswalde vs. SV Grün-Weiß Schwepnitz II 1:1
SA: SV Liegau-Augustusbad II vs. SV Aufbau Deutschbaselitz II 2:0 *
(* Wertung nach Sportgerichts-Urteil)
° ° °
SA: SV Haselbachtal II vs. FV Ottendorf-Okrilla o5 II 3:1 (1:0)
(sa-ex) Am letzten Spieltag hat's dann doch noch mit einem Besuch der heimischen Sportanlage zu Füßen des Keulenbergs geklappt; zwar gab es im Herbst ein Intermezzo mit der B-Jugend des SV Haselbachtal, das aber auf dem tiefer-gelegenen Hartplatz - die Männer-Erste (inzwischen Vize-Meister) hatten wir auswärts in Schwepnitz beehrt. Ansonsten mussten sich die Kontakte zum Orts-ansässigen Verein wegen des gesamt-bezirklichen Lehrauftrags in puncto journalistischer Güte und redaktionellem Fleiß logischerweise in Grenzen halten, wobei selbst das mit beiderseitiger Abneigung versehen war. Denn an den Bächlein Haselbach wie Pulsnitz denken Spieler und Verantwortliche nicht eben anders als woanders, wünschen die einzige Schreibkraft von Format als Transporteur "ihrer" zumeist verqueren Wahrheiten. Unsrere Philosophie ist aber den Gründer-Gedanken demokratischer Berichterstattung entlehnt: Der Reporter ist einzig dem Leser der Allgemeinheit und seinem eigenen Gewissen verpflichtet. Aus dieser Warte dürften dann auch die Unbelehrbaren beim SVH irgendwie sehr froh über das nahe Ende dieses Medium sein; wir sind es ebenfalls, aber halt nur aus Erschöpfungs-Gründen, nicht wegen dieser Pappnasen ...
Der von Andreas Zickler betreuten SVH-Zweiten gelang zum Halali der achte Sieg, was mit der Abschluss-Platzierung 13 entlohnt wurde. Danach sah es zu Saison-Beginn überhaupt nicht aus, denn die Rot-Weißen leisteten sich einen katastrophalen Fehlstart - auf ein erstes Tor musste unglaubliche fünf Matches gewartet werden (beim 2:3 gegen Grün-Weiß Schwepnitz II), den ersten Punkt "charterte" die Crew um Kapitän Denis Mager in der 8. Runde (1:1 beim TSV 1886 Lichtenberg), und für die Premiere eines Punkte-Dreiers brauchte es den darauf-folgenden Spieltag 9 mit der SG Großnaundorf II als dank eines 2:1 bezwungenen Kontrahenten. Die Gründe der Misere sind uns weniger nicht geläufig; eigentlich hätte es nach der Auflösung der nur kurz existenten Dritten keinerlei personelle Probleme geben dürfen, doch in der Praxis sah das wohl anders aus. Und richtig zur Ruhe scheint der Club aus der sehr lang-gestreckten Kommune im Herzen der Westlausitz auch nicht zu kommen, wie die Funktionärs-Rochaden der jüngeren Vergangengheit belegten. Schuld daran hat freilich auch die viel zu einseitige Ausrichtung der Chef-Etage auf den Orts-Teil Reichenbach. Aber lassen wir die Details ruhen: Möge den Haselbachtalern auch in Zukunft der Spaß und die Lust am schönen Sport Fußball nicht abhanden kommen.
Die abschließenden 90 Minuten gegen die nur unwesentlich besser positionierten Ottendorf-Okrillaner sah in Halbzeit eins überlegene Gastgeber; zumindest war ihnen ein deutliches Plus an Chancen nachzurechnen. Die Verwertung selbiger wiederum ließ arg zu wünschen übrig: Erst scheiterte Robin Görlitz aus freier halbrechter Lage an FVO-Keeper Patrick Klötzer (7. min), dann visierte Tino Gröber aus 12 Metern nur den Pfosten an (17. min). Ebenfalls am Torhüter scheiterte der sehr offensiv-freudige Innendecker Tobias Mager (19. min), und hernach konnte erneut Görlitz eine feine Zuarbeit Thomas Preschers nicht im Gehäuse unterbringen, weil ein blockendes Bein dazwischenfuhr (29. min). Das klingt jetzt ein bisschen arg nach Fußball der Marke "Einbahn-Straße" - ganz so war es nicht, doch fehlte den Mannen aus der "Frankfurt" jegliche Kreativität, um Gefahr vor dem Kasten der Gersdorf-Bischheim-Reichenbacher zu entfachen; außerdem lagen sie noch untereinander im Clinch, musste sich hauptsächlich Sandro Haubold viel laute Kollegen-Kritik anhören. Der gleiche Haubold aber leitete mit einem Eckball von der rechten Seite die einzige nennenswerte Chance für O-O II ein, indes der gute Kopfball des aufgerückten Sylvio Boy von der Linie gekratzt wurde (35. min). Weil auch Karsten Lehmann - vor nunmehr langen 13 Jahren Kreis-Meister mit dem SV Bischheim-Häslich! - nach schönem Doppelpass mit Prescher am langen Eck vorbeizielte (40. min), schien das Pausen-0:0 eigentlich schon in Granit gemeißelt. Eigentlich. Doch Blondschopf Prescher hatte was dagegen: Da seine suberben Vorlagen nicht den gewünschten Erfolg zeitigten, probierte er es in der 44. Minute aus recht spitzem Winkel selbst ... und hatte Erfolg! Die Führung war hochverdient und überfällig.
Aber wie das beim "Rasen-Schach" manchmal so passiert, hieß es kurz nach Wiederanpfiff plötzlich 1:1, weil Alexander Gründel hatte unvermittelt aus der Distanz abgezogen und den unterbeschäftigten Rico Marwitz ganz kalt erwischt hatte. Der streckte sich zwar und war am Leder dran, doch verhindern konnte das den Einschlag nicht (48. min). Fortan wurde die Angelegenheit ausgeglichener, aber wenigstens machten die Haselbachtaler jetzt mehr aus den sich nach wie vor bietenden Gelegenheiten. Das war auch bitter notwendig, zumal es nach exakt einer Stunde um Haares-Breite 1:2 gestanden hätte; da hatte sich 05er Christoph Peschel zum mutigen Solo vorbei an den Mager-Brüdern Denis und Sebastian aufgemacht und beherzt abgezogen - nur das Aluminium hielt das gastgeberliche Unheil auf. Sieben Zeiger-Umrundungen später schlug SVH II in Form einer geschickten Freistoß-Variante zurück. Görlitz täuschte einen Schuss an und bediente stattdessen den sich im Strafraum freilaufenden Gröber, der "mit Schmackes" einloggte (67. min). Das freut uns für den 43-Jährigen ganz besonders, der trotz seiner Versetzung aus der Meister-Truppe von 2006 in die Reserve dem Verein die Treue gehalten hat - als Auswärtiger, wohlgemerkt! Und um nicht nochmals in die Bredouille zu kommen, nutzte der wirklich weite Wege marschierende T. Mager einen Lapsus Franz Cieciors zum Alles entscheidenden 3:1 (75. min). Bleibt zu wünschen, dass der Verein im Städte-Dreieck Kamenz-Pulsnitz-Königsbrück wieder in ruhigere Fahrwasser findet, weil dann auch für die SVH-Zweite bessere Abschluss-Notierungen als im abgelaufenen Semester möglich sein sollten. Was gehen kann, bewies der 2:0-Erfolg im Nachholer gegen den späteren Staffel-Sieger SG Nebelschütz II am 7. März.
SVH II: Marwitz - S. Mager - T. Mager, Buhrig, D. Mager - Gröber, Kühne, Lehmann (ab 70. min Siegel) - Görlitz - Zickler, Prescher (ab 86. min Liebe)
FVO II: Klötzer - F. Tamme, Torsten Nestler, Achtert - Boy - S. Haubold (ab 71. min T. Gründel), Ciecior, Peschel (ab 76. min Endler), Miethe - A. Gründel, Knauth
Schiedsrichterin: Anne Lehmann (SV Grün-Weiß Schwepnitz) - SA-EX meint: Trotz einiger Schimpftiraden speziell von Ottendorfer Seite eine ordentliche Leiterin der Auseinandersetzung; mit kleineren Schwächen, aber keinem einzigen gravierenden Fehler.
Zuschauer: 15 in der "Sportanlage am Keulenberg" zu Haselbachtal (OT Reichenbach)
Torfolge: 1:0 Prescher (44. min), 1:1 A. Gründel (48. min), 2:1 Gröber (67. min), 3:1 T. Mager (73.)
° ° °
ABSCHLUSS-TABELLE:
o1. SG Nebelschütz II (61 Pkt./+46 Tore)
o2. TSV Pulsnitz 192o II (59 Pkt./+41 Tore)
o3. SC 1911 Großröhrsdorf II (59 Pkt./+37 Tore)
o4. SV Liegau-Augustusbad II (57 Pkt./+30 Tore)
o5. FSV Bretnig-Hauswalde (56 Pkt./+30 Tore)
o6. Thonberger SC 1931 (43 Pkt./+13 Tore)
o7. SG Wiednitz/Heide (43 Pkt./+12 Tore)
o8. TSV Wachau 1925 II (38 Pkt./-2 Tore)
o9. Aufbau Deutschbaselitz II (33 Pkt./-12 Tore)
10. SG Großnaundorf II (32 Pkt./-10 Tore)
11. FV Ottendorf-Okrilla II (29 Pkt./-30 Tore)
12. Grün-Weiß Schwepnitz II (28 Pkt./-15 Tore)
13. SV Haselbachtal II (28 Pkt./-32 Tore)
14. TSV 1886 Lichtenberg (21 Pkt./-39 Tore)
15. Lomnitzer SV (10 Pkt./-69 Tore)
° ° °
ABSCHLUSS-TABELLE der 2. KREIS-KLASSE KAMENZ
o1. SV Königsbrück/Laußnitz II (59 Pkt./+81 Tore)
o2. SV Liegau-Augustusbad III (57 Pkt./+62 Tore)
o3. SG Großnaundorf III (44 Pkt./+2 Tore)
o4. Hermsdorfer SV II (42 Pkt./+34 Tore)
o5. SV Sankt Marienstern II (42 Pkt./+23 Tore)
o6. SG Crostwitz 1981 II (40 Pkt./+28 Tore)
o7. Thonberger SC 1931 II (28 Pkt./-42 Tore)
o8. FV Ottendorf-Okrilla III (27 Pkt./-15 Tore)
o9. FSV Bretnig-Hauswalde II (25 Pkt./-32 Tore)
10. SG Oßling/Skaska II (24 Pkt./-30 Tore)
11. SV Grün-Weiß Elstra II (23 Pkt./-28 Tore)
12. Grün-Weiß Schwepnitz III (18 Pkt./-38 Tore)
13. SV Biehla/Cunnersdorf II (16 Pkt./-45 Tore)
Führte die Nebelschützer SG-Zweite als Kapitän zum Meister-Titel in der 1. Kreis-Klasse Kamenz: Thaddëus Ziesche. (Fotos dieser Seite: SACHSEN-EXPRESS/F.H.)
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Und also sprach
DAS DREHBUCH:
Yul Brynner: "Ich bin ein Verlorener."
Robert Fuller: "Rede doch keinen Unsinn, Chris. Jede gute Tat wird einmal belohnt."
(Aber wohl wirklich nur im Film - hier in Sach-
sen gibt's sowas nicht! Dialog aus >>Return of the Seven<< von Burt Kennedy; Szenen-Foto mit Fuller: sa-ex/TV.)
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