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Von den POKAL-FINALS im Spiel-Bezirk SACHSEN-MITTE aus COSWIG berichtet

Weinböhlas Oliver Ronicke hat hier einen Vorteil gegenüber Maxim Müller, dessen SG aber die Oberhand behielt.
FINALE MÄNNER: Tus Weinböhla III vs. SG Kurort Hartha 48:50 n.V. (19:20/42:42/44:46)
(sa-ex) Ach ja, das ewige Leiden mit den Schiris, welches manchmal - und (Gott sei Dank) im Gegensatz zum Fußball - sogar ein Leiden mit den Zeitnehmern und Protokollanten vom Kampf-Gericht ist. Das Pokal-Endspiel im Bezirk Sachsen-Mitte (gebildet aus den Spiel-Kreisen Dresden, Pirna und Elbe/Röder) bot nicht nur Rekord-verdächtige 98 Tore, was findige Köpfe zur Errechnung einer "Alle-43-Sekunden"-Quote animierte; es bot auch Zoff und Hader im Überfluss, sodass sich der Rest des Handball-interessierten Völkchens im weiteren Umland der Landeshauptstadt - und natürlich daselbst - wieder einmal glücklich schätzen darf (leider nicht mehr sehr oft), neben den Vereins-bebrillten Sichtweisen eine glaubhaftere aus neutraler Feder zu bekommen.
Zunächst einmal: Es ist böse Unsitte geworden, solche "showdowns" an junge, leidlich unerfahrene Gespanne zu vergeben. Da hilft es auch nichts, diese "Jungspunde" aus dem Raum Görlitz beizuholen, um den Unabhängigkeits-Pakt zu wahren - solche Höhepunkte gehören per definitionem in die Leitung erfahrener Duos, und nicht selten hat man (vergangenheitlich) bei dieser Gelegenheit den einen oder anderen Verdienst-vollen Routinier in den Referee-Vorruhestand verabschiedet. Das will nicht heißen, dass Haase/Malchow generell schlecht geleitet hätten. Gewiss nicht. Aber die wenigen, bei diesem Sport sowieso nie gänzlich auszuschließenden Fehler schlugen dermaßen kapital ins Kontor, dass der Gesamt-Eindruck ins Negative abstürzen musste, was Verlierer Weinböhla außerdem mit aller Nahrung der Welt ausstattete, um von einem ungerechten Ausgang zu schwadronieren. Wieso die heftige Kritik ausgerechnet von einem Verein kommt, der aus Gründen des gierigen Heim-Vorteils zu diesem Cup-Wettbewerb die Dritte meldet, aber die Erste meint und auflaufen lässt, mag in der Phantasie des Lesers ausgelotet werden (wir berichteten dazu schon im Kontext des Viertelfinals zwischen dem HC Elbflorenz III und der TuS-Dritten).
Den ersten Fatalismus beging die pfeifende Kombination aus Görlitz und Bernstadt in Minute 25, als Hartha im Angriff war und der Wurf-gewaltige Silvio Reinke mit einem Versuch von der 9-Meter-Linie TuS-Akteur Maik Furkert im Gesicht traf. Dieser rempelte den Grobian ein bisschen, trat dann noch gegen den Pfosten des eigenen Kastens ... und sah plötzlich die Rote Karte! Die Unparteiischen hatten auf Tätlichkeit erkannt, was es ja an irgendeiner Stelle auch war. Aber mit Verlaub: Die Mindestanforderung an das Kriterium Fingerspitzen-Gefühl hätte eine solche Herunterstellung radikal untersagt. Die Unsportlichkeit war von geringer Natur und geschah im Affekt; selbst noch eingedenk der Tatsache, dass Furkert nach der zu harten Bestrafung erst richtig "freidrehte" und sich die Disqualifikation quasi im Nachhinein verdiente - es war schiedsrichterlicher Unfug und für die Partie von erheblicher Relevanz, denn der Suspendierte galt als wichtiger Deckungs-Faktor und fehlte den Schwarz-Gelben in der Folge nachweislich.
Fauxpas Numero 2 ereignete sich in Minute 39, als Weinböhlas Treffer-Garant Manuel Talkenberg beim von der Anzeigetafel abzulesenden Stande von 27:25 zum Siebenmeter schreiten wollte. Nur war dies keineswegs das korrekte Ergebnis - 60 Sekunden zuvor hatte nämlich der TuS-Tscheche Jiri Vobecky an der gleichen Markierung gestanden und eingeloggt; jedoch war das Tor wegen Übertretens nicht gegeben worden. Das Kampf-Gericht verschlief wohl diese Entscheidung, ließ die "25" stehen und schlug dem Favoriten - als sich erster Protest regte - gleich noch ein "goal" zu, statt eines abzuziehen. Minuten-lange Diskussionen lähmten das Geschehen, weil sich eben auch die beiden Ostsachsen zu keiner einheitlichen Meinung durchringen konnten oder das kurz zuvor Geschehene so schnell wie Alzheimer-möglich vergessen hatten. Wer keine Hektik braucht ... irgendwann einigte man sich wieder auf den korrekten Zwischenstand, und Talkenbergs die Verlängerung ermöglichendes 42:42 war eben doch kein "geklautes" Sieg-Tor.
Handball gespielt wurde freilich auch. Schnell erarbeitete sich der Bezirks-Meister (wenn wir jetzt mal von der TuS-Ersten ausgehen) ein klares Übergewicht, drohte eine einseitige Angelegenheit - beim 5:11 des Gegners nahm SG-Coach Robert Neumann eine zwingend gebotene Aus-Zeit, und die bewirkte Wunder hauptsächlich dergestalt, dass die Deckung umgestaltet und der Keeper ausgetauscht wurde; mit dem jüngsten Final-Teilnehmer überhaupt - dem erst 17-jährigen Max Neuhäuser - wurde der Erfolg eingewechselt. Zwar brachte der Schlussmann im Fortgang auch nur selten abwehrende Körperteile an die Würfe der Talkenberg & Co. (siehe Tor-Quote) - aber er tat dies wenn, dann öfter als sein "Visavis" Ondrey Hacker, und nur das zählte. So konnte Hartha in einem ersten Zwischenspurt dank des Bären- und Konter-starken Reinke (er mit 34 der älteste "Kurörtler"!) ein 12:14-Anschluss (18. min) bewerkstelligt werden, in einem zweiten zogen die Grünhemden kurz vor dem ersten Kabinengang an der Sieben aus der "Nassau-Halle" vorbei. Weil ihr, wie schon geschildert, nach Furkerts Abgang jegliche Defensiv-Orientierung fehlte.
In Hälfte zwei zumeist umgekehrte Vorzeichen; da führte der Meisterschafts-Dritte über weite Strecken, konnte aber die von Thomas Pretzsch per Konter erzielte erstmalige 4er-Differenz (31:27/44. min) nicht verwalten und sah sich im Schlussgang von wieder zu neuem Leben erwachten Seifert-Schützlingen fast noch überrumpelt. In der Verlängerung aber war die SG schon deshalb präsenter, weil sie in der personellen Breite zuzulegen hatte - die Bank-Verantwortlichen aus der Coswiger Nachbar-Kommune verzichteten - trotz ohnehin fehlender Stammkräfte wie Martin Biesecke, Christian Lux oder Robin Farkas - auf die Einwechslung von Felix Friedmann und beließen es im Fall von Marco Fritzsche bei einem Kurz-Einsatz, was über eine solche von sehr viel Intensivität geprägten Distanz stets als kleines Handicap zu werten ist. Der Sieg für Kurort Hartha ging unterm Strich in Ordnung, aber hoffentlich ziehen die Verbände die richtigen Lehren und legen solche Matches grundsätzlich (wieder) in erfahrene Hände. Die Youngster der pfeifenden Zunft haben unter der Saison genügend Bewährungs-Möglichkeiten, sich zu profilieren. Pokal-Endspiele gehören an reife und/oder sich verabschiedende Jahrgänge vergeben - Coswig lieferte einmal mehr den Beweis für diese nun wirklich nicht umwerfend neue Theorie!
TuS III: Hacker, Gäbler; Talkenberg (16/2), Ettelt (9), Vobecky (7/1), Marx (6), Steinert (5), Furkert (3 - "Rot"/25. min), Ronicke (2), Fritzsche
SGKH: Neuhäuser, Schmidt; Reinke (13), Gaube (12/3), Müller (8), Krause (6), Pollmer (4), Krause (3), Pretzsch (3), Texter (1), Zschoge
Schiedsrichter: Falco Haase (OHC Bernstadt) / Marcel Malchow (SV Koweg Görlitz)
Zuschauer: 200 in der "Sporthalle Gymnasium" zu Coswig
Siebenmeter: TuS III 4 (davon 3 verwandelt); SGKH 6 (3)
Zeitstrafen: TuS III 4; SGKH 3
Chronologie: 4:2 (5. Minute), 10:5 (11.), 13:9 (16.), 16:13 (22.), 19:18 (27.) - 22:23 (35.), 26:28 (40.), 30:31 (46.), 34:34 (51.), 38:38 (56.) - 43:44 (62.) - 47:48 (68.)
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ERGEBNIS-RÜCKBLICK:
1. RUNDE:
Sa (o5.o9.): SV Niederau 1891 III vs. HC GROSSENHAIN 18:27
Sa (12.o9.): TuS Weinböhla IV vs. HSV DRESDEN III 23:35
Sa (12.o9.): Radebeuler HV II vs. HCS NEUSTADT-SEBNITZ 21:23
Sa (12.o9.): HC ELBFLORENZ 2oo6 DRESDEN III vs. HSV Freital 26:18
So (13.o9.): HV Weinböhla o8 vs. SG KURORT HARTHA 32:39
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ACHTELFINALE:
Sa (31.10.): SSV HEIDENAU vs. ESV Lok Pirna II 30:29
Sa (31.10.): TuS WEINBÖHLA III vs. SSV Lommatzsch 27:26
Sa (31.10.): VfL MEISSEN vs. TSV 1862 Radeburg 36:32 n.V.
Sa (31.10.): HSV DRESDEN III vs. Medizin Bad Gottleuba 33:27
Sa (31.10.): SPORTFREUNDE o1 DRESDEN vs. HCS Neustadt-Sebnitz 25:23
So (o1.11.): SG Bielatal vs. ESV DRESDEN II 17:26
So (o1.11.): HC ELBFLORENZ 2oo6 DRESDEN III vs. SV Niederau 28:24
(SG KURORT HARTHA vs. HC Großenhain ohne Spiel weiter)
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VIERTELFINALE:
Sa (19.12.): SSV HEIDENAU vs. VfL Meißen 32:30 n.V.
Sa (19.12.): HSV Dresden III vs. SG KURORT HARTHA 28:29
Sa (19.12.): HC Elbflorenz 2006 III vs. TuS WEINBÖHLA III 18:25
Sa (o6.o2.): Sportfreunde o1 Dresden vs. ESV DRESDEN II 26:33
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HALBFINALE:
Sa (20.o2.): TuS WEINBÖHLA III vs. ESV Dresden II 25:22
So (21.o2.): SG KURORT HARTHA vs. SSV Heidenau 29:28
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POKAL-FINALE FRAUEN: TSV Dresden vs. SG Pirna/Heidenau II 21:17 (11:7)
TSV: J. Wölk, G. Bänsch; C. Kulessa (8), M. Grafe (3), M. Hielscher (2), A. Otto (2), S. Kirtschig (2), S. Weidemann (1), L. Gottschald (1), S. Philipp (1), M. Breiting (1), J. Dubrau, A. Nötzel, M. Jörren
P/H II: A. Ziethen; K. Bomsdorf (6/4), S. Seibt (4), L. Knauthe (2), S. Verdang (2), L. Gerber (2), M. Göbel (1), S. Marschner, K. Lobe, G. Ziesenis, R. Brate, I. Hickmann, S. Mühle
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ERGEBNIS-RÜCKBLICK:
AUSSCHEIDUNGS-MATCH:
Sa (12.o9.): TuS Weinböhla II vs. TSV DRESDEN 11:24
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VIERTELFINALE:
Sa (31.10.): RADEBEULER HV vs. VfL Meißen 25:17
Sa (31.10.): TSV 1862 Radeburg vs. SG PIRNA/HEIDENAU II 18:19
So (o1.11.): BSV Coswig vs. TSV DRESDEN 14:18
So (o1.11.): ESV Dresden vs. HSG FREITAL-WILSDRUFF II 16:17
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HALBFINALE:
Sa (20.o2.): TSV DRESDEN vs. Radebeuler HV 24:21
Sa (20.o2.): SG PIRNA/HEIDENAU II vs. HSG Freital-Wilsdruff 29:28 nach Penalty-Schießen
Zufriedenheit in Himmel-Blau: Die TSV-Dresdnerinnen stemmten wie schon 2008 den Pokal. Allerdings war es gegen die Außenseiterinnen von Elbe-aufwärts ein hartes Stück Arbeit; Pirna/Heidenau II konnte immerhin bis zum 16:16 mithalten, ehe im Schluss-Spurt der 21:17-Triumph sichergestellt wurde. Ganz hinten ist Erfolgs-Coach Frank Dubrau auszumachen. (Fotos dieser Seite: SACHSEN-EXPRESS/F.H.)
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Und also sprach
DAS DREHBUCH:
Yul Brynner: "Ich bin ein Verlorener."
Robert Fuller: "Rede doch keinen Unsinn, Chris. Jede gute Tat wird einmal belohnt."
(Aber wohl wirklich nur im Film - hier in Sach-
sen gibt's sowas nicht! Dialog aus >>Return of the Seven<< von Burt Kennedy; Szenen-Foto mit Fuller: sa-ex/TV.)
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