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Egle Kalinauskaite (2. von links) versucht, Riesas Tina Knoblauch am Wurf zu hindern. Das gelang der litauschen Top-Akteurin der SG Rödertal-Weinböhla II allerdings nicht immer. Ganz links Gastgebers Keeperin Anja Rostig.
VERBANDSLIGA OST (FRAUEN): SG Rödertal-Weinböhla II vs. SC Riesa II 31:35 (11:17)
(sa-ex) Zum Zeitpunkt des Schlusspfiffs in der "Nassau-Sporthalle" zeichnete sich noch nicht ab, dass Riesas SC-Zweite mit dem hart erkämpften 35:31-Sieg einen gewaltigen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht haben würde - ein Triumph, der erst eine Woche zuvor gefährdet schien, nachdem im Duell mit Bischofswerda zwar gesiegt worden war, jedoch mit exakt einem Tor zu wenig. Kaum einer konnte vorausahnen, dass "Schiebock" den kostbaren Vorteil sieben Tage darauf in der Partie gegen den SC Hoyerswerda niederschmetternd leichtfertig aus der Hand geben würde. Und so hielt sich Co-Trainer Steffen Loose auch mit Vorhersagen zurück, lobte nur den Einsatz seiner Truppe, die nicht immer leicht zu trainieren sei - freitags hauptsächlich kommt man bzw. frau erst richtig zusammen, denn viele haben Ausbildung und Jobs weit außerhalb von Riesa; ach ja, und diverse Jungen-Geschichten kommen schließlich auch noch hinzu. Gar nicht zurückhaltend war die klare Ansage vor dem Anpfiff: Ein Sieg sollte her, darauf war das Aufgebot getrimmt. Um der zu erwartenden Treffer-Flut einer Egle Kalinauskaite zu begegnen, wurden Tina Knoblauch und Anja Heine die paar Kilometer Elbe-aufwärts mitgenommen. Die tauchen auch auf dem aktuellen Mannschafts-Bild von Oberligist und Sachsen-Meister SHV Oschatz auf. Das funktioniert über die Regularien des sogenannten Zweit-Spielrechts, das allerdings einige schwammige Freiräume bereitzuhalten scheint. Auf der Homepage des SHV las sich das im September letzten Jahres nämlich so: "Das Zweit-Spielrecht erhalten Spielerinnen einer Bundesliga-Mannschaft, die noch nicht 23 Jahre alt sind. Im Fall von Tina Knoblauch und Anja Heine ist angedacht, dass sie für die 'Elbe-Hexen' sozusagen 'standby' stehen. Verletzt sich ein Mitglied des 'Hexen'-Teams, springen Tina oder Anja ein; sonst spielen sie in der Oberliga-Mannschaft des SHV Oschatz." Dies hier freilich war weder zweite professionelle noch vierte und damit sächsische Liga, sondern noch eine Etage tiefer. Alles rechtens, bestätigte Angela Wohlrab auf Nachfrage unseres Mediums, und genau so lassen wir das jetzt im Raum stehen.
Die Mitwirkung beider Top-Spielerinnen war ganz gewiss angebracht. Schließlich gab es auf Weinböhlaer Seite mit der schon erwähnten Litauerin, mit Stefanie Hintze und Michaela Wähner gestandenes Personal - Kalinauskaite netzte im Vorjahr 175mal für den damaligen Freistaat-"Vize" USV TU Dresden ein, und Hintze (nach Baby-Pause) wie Wähner gehörten ursprünglich zum auserlesenen Kader der Rödertal-"Bienen", dürften aber inzwischen gröbere Anschluss-Schwierigkeiten haben. Da standen sich also zwei bis an die Zähne bewaffnete Teams gegenüber, selbst wenn es für die SG-Zweite in der vorliegenden Tabellen-Situation als Vierter nicht mehr um allzuviel ging. Und entsprechend brachial verliefen die 60 Minuten - selten ward ein so hartes Verbandsliga-Gefecht des schönen Geschlechts zu sehen. Das zu Beginn klar von den Gästen bestimmt wurde, die ein ganz besonderes Ass im Ärmel zu haben schienen. Denn weder Knoblauch noch Heine und gleichwohl nicht die sonst so treffsichere Anne Zimmermann zwirbelten der bemitleidenswerten Elisa Schild und hernach der ebenfalls überforderten Anja Rostig die Bälle um die Ohren, sondern Melanie Bernstein. Die noch 17-Jährige, bei unserer letzten Sichtung im Januar gegen Freital-Wilsdruff überhaupt nicht zum Einsatz gekommen, war der Schlüssel zum Erfolg; der gewiss gut vorbereitete Heim-Coach Frank Ulbricht war auf diese "Wunder-Waffe" ganz offensichtlich nicht vorbereitet.
Bernstein machte was sie wollte, wie sie es wollte, wann immer sie wollte - 15 Einnetzer (davon 11 aus der Bewegung) gegen einen gewiss nicht schwach zu betitelnden Widerpart gelingen weiß Gott nicht alle Tage. Kalinauskaite wird bei der Endabrechnung mit Stücker 14 nur minimalistisch schlechter dastehen, aber das übertüncht zwei, ja eigentlich drei Ergebnis-relevantere Faktoren: Die Sport-Pädagogin kam diesmal viel zu spät auf Touren und war häufig ohne konkrete Unterstützung auf ihre eigene Sprung- und Wurf-Kraft angewiesen; außerdem patzte sie in der Deckung erstaunlich oft. Spätestens in diesem letztgenannten Punkt hätte Ulbricht schneller reagieren, seinen Star einfach austauschen müssen. Es sah beängstigend aus, mit welcher Leichtigkeit zum Beispiel SC-Rechtsaußen Susanne Iwan beim 7:12 (20. min) oder Bernstein beim 10:16 (28. min) an der Top-Akteurin aus dem Baltikum vorbeispazierten. Die "Hexen"-Reserve zehrte faktisch über die volle Distanz vom eigenen Blitz-Start, der von Iwan in ein 1:6 nach 8 Minuten gemeißelt wurde. Erst danach kamen die Einheimischen auf Touren, ohne dass freilich die vormalige Pulsnitzerin Wähner überzeugte und auch Hintze nicht über Ansätze ihres wahren Könnens hinauskam. Eine Bestnote verdiente sich hingegen die Einsatz-freudige Kreisläuferin Christin Kuhnke, deren vier Treffer wenigsten zu Teilen eine kleine Entlastung der "Eglute" brachten.
Und die Moral stimmte; selbst als Riesa II schon auf eine Achter-Distanz enteilt war (Bernstein zum 18:26/45. min), ließen sich Ulbrichts Schönheiten nicht hängen. Mehr als eine Verkürzung um die Hälfte des Rückstandes war aber nicht drin - dafür war die Anfangs-Hypothek zu groß, dafür hatten die beiden Unparteiischen gelegentlich eine seltsame Regel-Interpretation, und das nicht gerade im Sinne von Weinböhla. Was keinerlei Zweifel am verdienten Doppelpunkt-Gewinn der letztjährigen Pokal-Sensation aus der "WM-Halle" aufkommen lassen soll: Es war eine ausgesprochen intensive und demnach sehenswerte Auseinandersetzung. Nicht auszudenken, was nach der Kunde aus Bischofswerda auf der Heim-Fahrt abgegangen sein muss.
SG II: A. Rostig, E. Schild; E. Kalinauskaite (14/6), C. Kuhnke (4), S. Hintze (4), K. Werner (3), K. Herzog (2), M. Wähner (2), P. Fritzsche (1), T. Zakrzewski (1), Y. Fahnert, M. Witt
SC II: S. Zintl, N. Meerstein; M. Bernstein (15/4), A. Heine (5), S. Iwan (4), T. Knoblauch (4), M. Löschke (4), A. Zimmermann (2), I. Härtel (1)
Schiedsrichter: Gunnar Kaden (HSG Freiberg) / André Prinz (SSV Chemnitz/Rottluff)
Zuschauer: 120 in der "Nassau-Sporthalle" zu Weinböhla
Siebenmeter: SG II 6 (alle verwandelt); SC II 4 (4)
Zeitstrafen: SG II 3; SC II 2
Chronologie: 1:5 (7. Minute), 5:8 (12.), 6:10 (17.), 7:13 (22.), 10:16 (28.) - 12:19 (35.), 17:21 (41.), 20:27 (47.), 23:29 (51.), 27:32 (55.)
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Auch am 18. SPIELTAG: VfB 1999 Bischofswerda vs. SC Hoyerswerda 25:27 (13:10)
VfB: R. Klaus, S. Hübner; A. Gersdorf (9), M. Adam (7/3), M. Beck (3), S. Mehnert (3), M. Wunderlich (2), A. Förster (1), A. Heinrich, L. Behnisch, F. Brinckmann, N. Beck, A. Thomas
SCH: M. Krausch, M. Rau; L. Rosemann (11/7), K. Dreihardt (5), E. Paulick (3), J. Bloch (3), N. Loth (2), M. Sowa (1), M. Jokusch (1), M. Bormann (1), N. Krebs, V. Apitz, K. Schulz
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Alle ERGEBNISSE der OSTSACHSEN-LIGA (FRAUEN) - STAFFEL 2
SA (19.o9.): TSV Niederoderwitz vs. OHC Bernstadt 30:18
SO (20.o9.): Seifhennersdorfer SV vs. SV Rot-Weiß Bad Muskau 14:26
SO (20.o9.): Sport-Verein Steina 1885 vs. SV Lok Schleife 21:20
SA (26.o9.): OHC Bernstadt vs. SV Steina 1885 18:14
SA (26.o9.): Handball-Verein Eibau vs. TSV Niesky 17:16
SA (26.o9.): SV Lok Schleife vs. Seifhennersdorfer SV 11:14
SA (26.o9.): TSV Niederoderwitz vs. SV Rot-Weiß Bad Muskau 21:12
SA (o3.10.): HV Eibau vs. SV Lok Schleife 36:20
SO (o4.10.): Seifhennersdorfer SV vs. TSV Niederoderwitz 12:22
SO (o4.10.): Sport-Verein Steina 1885 vs. SV Rot-Weiß Bad Muskau 11:14
SA (10.10.): OHC Bernstadt vs. SV Rot-Weiß Bad Muskau 17:27
SA (10.10.): TSV Niederoderwitz vs. TSV Niesky 23:15
SA (o7.11.): SV Lok Schleife vs. TSV Niesky 13:22
SA (o7.11.): HV Eibau vs. SV Rot-Weiß Bad Muskau 16:26
SO (o8.11.): Seifhennersdorfer SV vs. SV Steina 18:12
SA (14.11.): TSV Niesky vs. Seifhennersdorfer SV 16:14
SA (14.11.): OHC Bernstadt vs. HV Eibau 19:14
SA (14.11.): TSV Niederoderwitz vs. Sport-Verein Steina 29:12
SA (21.11.): Lok Schleife vs. OHC Bernstadt 19:20
SA (21.11.): HV Eibau vs. Seifhennersdorfer SV 24:23
SO (22.11.): TSV Niesky vs. SV Steina 1885 21:10
SA (28.11.): OHC Bernstadt vs. TSV Niesky 16:14
SA (28.11.): SV Rot-Weiß Bad Muskau vs. SV Lok Schleife 29:13
(Niederoderwitz vs. Eibau mit 0:0 Toren/2:0 Punkten für N'oderwitz gewertet)
SA (o5.12.): HV Eibau vs. Sport-Verein Steina 26:16
SA (o5.12.): Lok Schleife vs. TSV Niederoderwitz 12:28
SA (o5.12.): TSV Niesky vs. SV Rot-Weiß Bad Muskau 16:20
SA (o5.12.): Seifhennersdorfer SV vs. OHC Bernstadt 22:13
SA (12.12.): Sport-Verein Steina 1885 vs. TSV Niesky 11:14
SA (o9.o1.): TSV Niesky vs. HV Eibau 17:10
(Bernstadt vs. Seifhennersdorf mit 0:0 Toren/2:0 Punkten für Bernstadt gewertet)
SA (16.o1.): HV Eibau vs. OHC Bernstadt 16:17
SA (16.o1.): TSV Niesky vs. TSV Niederoderwitz 15:14
SA (16.o1.): Rot-Weiß Bad Muskau vs. Seifhennersdorfer SV 20:13
SO (24.o1.): Sport-Verein Steina 1885 vs. OHC Bernstadt 23:22
SA (30.o1.): Lok Schleife vs. HV Eibau 21:22
SA (30.o1.): TSV Niesky vs. OHC Bernstadt 19:17
SA (30.o1.): SV Rot-Weiß Bad Muskau vs. SV Steina 35:12
SA (30.o1.): TSV Niederoderwitz vs. Seifhennersdorfer SV 41:14
SA (o6.o2.): Seifhennersdorfer SV vs. HV Eibau 22:16
SA (27.o2.): Seifhennersdorfer SV vs. TSV Niesky 13:21
SA (27.o2.): TSV Niederoderwitz vs. SV Lok Schleife 38:14
SA (27.o1.): SV Rot-Weiß Bad Muskau vs. OHC Bernstadt 29:12
SO (28.o2.): Sport-Verein Steina 1885 vs. HV Eibau 15:13
SA (o6.o3.): OHC Bernstadt vs. TSV Niederoderwitz 12:25
SO (o7.o3.): TSV Niesky vs. Lok Schleife 30:13
SO (o7.o3.): SV Steina vs. Seifhennersdorfer SV 14:11
(R/W Bad Muskau vs. Eibau mit 0:0 Toren/2:0 Punkten für Bad Muskau gewertet)
SA (13.o3.): HV Eibau vs. TSV Niederoderwitz 15:26
SA (13.o3.): SV Lok Schleife vs. SV Rot-Weiß Bad Muskau 10:24
SA (20.o3.): OHC Bernstadt vs. SV Lok Schleife 21:18
SA (20.o3.): SV Rot-Weiss Bad Muskau vs. TSV Niesky 23:13
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SO: Sport-Verein Steina 1885 vs. TSV Niederoderwitz 3:32 (0:16)
(sa-ex) Lange mussten wir als Augenzeugen dieser Partie aud Staffel 2 der östlichen Bezirksliga bangen, denn es gibt natürlich auch aus journalistischem Blickwinkel diverse Schmerz-Grenzen. Wenn aber über 40 Minuten lang ein Zu-Null-Debakel der gastgebenden Mannschaft in der Luft der Pulsnitzer Sporthalle schwebt, ist das weder lustig noch schreibtechnisch brauchbar. Andererseits gilt es als offizielles Resultat einer offiziellen Handball-Veranstaltung, und ergo müssen die Steinaerinnen da nun diese Zeilen "ertragen", ob's ihnen schmeckt oder nicht. Wir geloben Zurückhaltung, hatten uns den Clinch mit dem Spitzenreiter auch nicht aus Böswilligkeit ausgeguckt, sondern weil es die letzte Möglichkeit war, dieses Tableau zu beleuchten. Was wir dann freilich zu sehen bekamen, ließ uns schon ein bisschen an den Grundfesten unseres Sachverstandes zweifeln.
Die krasse Diskrepanz lässt sich ein bisschen erklären; durch die Neustrukturierung des Frauen-Spielbetriebs in der Region - ob geglückt oder nicht, sei dahingestellt - entfiel die Ostsachsen-Klasse und wurde eine neue Bezirksliga mit zwei Staffeln geschaffen. Dass da unterschiedliche Qualitäten aufeinanderprallten, war irgendwie logisch. Jenes Duell Steina kontra Niederoderwitz wäre mit Rechnung des Abschluss-Standes vom Vorjahr eine Auseinandersetzung des Siebten (TSV) der höheren gegen den Achten der niedrigeren Liga gewesen. Wie kompliziert der Umbruch einherkam, spürten ja auch die jetzt in der anderen Staffel auf den hintersten Rängen herumtümpelnden Elstraerinnen, die in den Jahren zuvor stets um den Titel der Ostsachsen-Klasse fighteten. Wer aber wie "Schummlau" oder der Schwedenstein-Club kaum noch Nachwuchs-Spielerinnen mobilisieren kann und auf Teams mit Erfolgs-Ausrichtung trifft (um den Begriff Teenager-Sieben zu vermeiden, denn durchgängig jung waren auch die Schönheiten aus dem Dorf der Bockwindmühlen unweit von Zittau nicht mehr), der kann schonmal arg unter die Räder kommen.
Doch zwischen einer herkömmlichen "Klatsche" und dem, was sich im vorletzten Punkte-Fight der Rand-Pulsnitzerinnen abspielte, quetschte sich immer noch ein kleiner Unterschied der wirklich seltenst zu erlebenden Art. Von Beginn an auf verlorenem Posten, scheiterte jeder, aber wirklich jeder Versuch des SVS, einen Treffer zu markieren. Bei den ersten Würfen standen die blockenden Ladys aus dem Dreiländer-Eck im Wege, und als es nach Foul an Lysette Kaiser in der 9. Minute endlich den ersten Strafwurf gab, scheiterte Silke Hallmann an TSV-Keeperin Katja Senftleben. Hallmann sollte ohnehin zur tragenden Figur des beinah tragisch zu nennenden Treibens werden: Als die "Volleyball-Taktik" der Gäste endlich einmal ausgehebelt war, wuchtete sie das Runde gegen den Pfosten (7. min), was hernach auch Christina Friede beim zweiten Penalty widerfuhr (13. min). Da stand es dann im Gegenzug mit Monique Grögers Einnetzer bereits 0:9! Das hat der Fachmann für eine Viertelstunde in anderen Hallen und selbst in höheren Liga-Etagen durchaus schon erlebt. Hier aber schien weit und breit keine Ende des gastgeberlichen Dilemmas in Sicht. Auch eine schwächere Phase der Grünhemden mit "nur" drei Toren hin zum 0:12 (24. min) blieb ungenutzt, und Vogel-wild wurde es in Minute 27, als Schlussfrau Senftleben offenbar ein Einsehen mit dem immer hilfloser agierenden Kontrahenten hatte, aus ihrem 6-Meter-Kreis stürzte und das Runde Viola Schulz quasi auf dem Silber-Tablett servierte, doch deren Abschluss von halblinker Position neben statt in das leere Rechteck ging.
Eine Einstellungs-Frage konnte es eigentlich nicht sein, denn rustikal zugefasst wurde durchaus, wenn auch häufig vergebens. Der Beginn des zweiten Abschnitts ließ dennoch langsam jede Hoffnung schwinden, wenigstens einen Ehren-Treffer zu erleben: Erst "übereignete" Kaiser den mittlerweile vierten Strafwurf der Niederoderwitzer Nummer 1, dann leistete sich Hallmann im Zuge einer Konter-Chance einen peinlichen Stockfehler (33. min). Ab diesem Zeitpunkt - die Pietsch-Schützlinge waren auf 17:0 enteilt - fiel das Zuschauen zunehmend schwerer. So schwer, dass dem Reporter um Haares-Breite das "Goldene" entgangen wäre, was an dieser Stelle bitteschön als humoriger Einwurf, nicht als bitterer Sarkasmus gemeint ist: Hallman hatte sich nach 41:32 min am halblinken Kreis durchtanken können und mit freundlicher Unterstützung des vorher mehrfach widerspenstigen Innenpfostens getroffen. Die Komplett-Blamage oder je nach Betrachtunsgweise der "Rekord" waren abgewendet. Eigentlich gab es auch wenig Grund zur Annahme, es fielen noch weitere SVS-Tore - selbst in diesem Punkt wurde der Journalist eines Besseren belehrt, weil Hallmann faktisch mit "zweitem Atem" auch noch nach 48:18 min sowie nach 49:09 min einloggte - Zeit-Angaben für die Ewigkeit. Oder auch nicht.
Den Spitzenreiter hob das Alles kaum an; mit Gitte Schuster hatte bereits in der 39. Minute die letzte der mitgereisten acht Feldspielerinnen getroffen (zum 0:21). Das hätte die hübsche Linksaußen-Aktrice vielleicht lieber nicht getan, denn beim darauffolgenden SVS-Angriff wurde sie von der hochsteigenden Hallmann ganz böse im Gesicht getroffen - Schreie des Schmerzes und eine dickes Veilchen waren die höchst unangenehme Folge. Runde zehn Minuten später folgte ihr auch die Sünderin in den vorzeitigen Feierabend, weil sich Hallmann mit der dritten Zeitstrafe verabschiedete (50. min). Damit war zugleich klar, dass es bei der 3er-Notierung bleiben würde; zwar kamen Friede und schließlich auch noch Lisa Geisendorf zu Siebenmeter-Gelegenheiten, aber deren Ausgang lässt sich inzwischen denken. Ein Rätsel bleibt, wie Steina beim Hinspiel im November zwölfmal erfolgreich sein konnte (Endstand 29:12), aber nach entsprechenden Auskünften stand uns in einem so desaströsen Schlusspfiff-Moment nicht wirklich der Sinn. Man(n) trollt sich leise vom Acker und denkt: Das war mal ein richtig schlechter Tag für guten Sport-Journalismus. Aber die muss es gelegentlich auch geben. Und die Schwedenstein-Damen haben schon bei ihrem letzten Auftritt am 10. April die Chance zur Rehabilitation; dann geht es nach Schleife zum Tabellen-Letzten SV Lok. Der hat noch gar keinen Punkt und wurde im Hinspiel (obschon knapp) bezwungen. Also: Kopf hoch, Mädels! Die Oderwitzer Crew reist zum Halali nach Bad Muskau, wo zwar der "Vize" des Tableaus wartet - da aber das Hinspiel mit 9 Toren Differenz gewonnen wurde, sollte im Kontext der Regel der direkten Vergleiche eigentlich nichts mehr anbrennen. Schon gar nicht in der exzellenten Verfassung vom zurückliegenden Sonntag-Vormittag.
SVS: R. Stelzner; S. Hallmann (3), L. Kaiser, C. Friede, V. Schulz, K. Rietschel, L. Geisendorf, S. Schulz, S. Handrischeck, S. Richter
TSV: K. Senftleben; N. Kothe (7/2), J. Glathe (6), Y. Urban (5/1), R. Beyer (5/3), M. Anders (4), M. Gröger (4/3), G. Schuster (1)
Schiedsrichter: Jan Schulz / David Fährmann (beide Radeberger SV)
Zuschauer: 10 in der Halle im "Sportkomplex Hempel-Straße" zu Pulsnitz
Siebenmeter: SVS 7 (alle verworfen); TSV 10 (davon 9 verwandelt)
Zeitstrafen: SVS 5 (darunter 3x Hallmann - "Rot"/50. min); TSV 1
Chronologie: 0:3 (4. Minute), 0:6 (10.), 0:9 (14.), 0:11 (20.), 0:13 (28.) - 0:19 (36.), 0:22 (41.), 1:25 (46.), 3:27 (51.), 3:30 (56.)
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AKTUELLE TABELLE:
1. TSV Niederoderwitz (26 Pkt./+185 Tore)
2. Rot-Weiß Bad Muskau (24 Pkt./+117 Tore)
3. TSV Niesky (16 Pkt./+25 Tore)
4. OHC Bernstadt (14 Pkt./-48 Tore)
5. HV Eibau (10 Pkt./-13 Tore)
6. Seifhennersdorfer SV (8 Pkt./-46 Tore)
7. SV Steina 1885 (8 Pkt./-99 Tore)
8. SV Lok Schleife (0 Pkt./-121 Tore)
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Die weiteren ANSETZUNGEN bis zum SAISON-ENDE:
SA (27.o3.) 13:30 Seifhennersdorfer SV vs. SV Lok Schleife
SA (10.o4.) 18:30 SV Rot-Weiß Bad Muskau vs. TSV Niederoderwitz
SO (11.o4.) 11:00 SV Lok Schleife vs. Sport-Verein Steina 1885
Auch in diesem Gerangel um den Ball hat die Steinaerin Kathrin Rietschel (rechts) gegen Julia Glathe das Nachsehen. Die Ladys aus der Schwedenstein-Kommune bezogen gegen Niederoderwitz eine fürwahr ungewöhnliche "Packung". (Fotos dieser Seite: SACHSEN-EXPRESS/F.H.)
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Und also sprach
DAS DREHBUCH:
Yul Brynner: "Ich bin ein Verlorener."
Robert Fuller: "Rede doch keinen Unsinn, Chris. Jede gute Tat wird einmal belohnt."
(Aber wohl wirklich nur im Film - hier in Sach-
sen gibt's sowas nicht! Dialog aus >>Return of the Seven<< von Burt Kennedy; Szenen-Foto mit Fuller: sa-ex/TV.)
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