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+++ HANDBALL in der BEZIRKSLIGA SACHSEN-MITTE der FRAUEN +++

TSV-Schönheit Mandy Grafe - hier links gegen Angelika Rentzsch - hatte den entscheidenden Anteil am Sieg.
22. und letzter SPIELTAG der FRAUEN-BEZIRKSLIGA des Spielbezirks SACHSEN-MITTE
SA: TSV Dresden vs. SV Dresden-Mitte 195o 18:15 (10:9)
(sa-ex) Zum (gedoppelten) Jahres-Abschluss in puncto Meisterschafts-Begegnungen besuchten wir zunächst ältere und jüngere Bekannte der weiblichen Bezirksliga Sachsen-Mitte; der Ausflug in die Hallen Elbflorentiniens war angebracht gewesen, weil Höherklassiges wegen der Fußball-unfreundlichen Anwurf-Zeiten nicht machbar war. Und ein Dresdner Derby zwischen dem TSV und dem SV Mitte hat ganz gewiss auch seine nicht einmal knapp bemessenen Reize. Die Gastgeberinnen an der Prohliser Gamig-Straße sind unserem Personal aus dem gegen Freital-Wilsdruff II gewonnenen Coswiger Pokal-Finale vom Mai 2008 vertraut; was durchaus wörtlich zu verstehen ist, denn im Grunde stand bis auf wenige Ausnahmen fast die gleiche Formation erneut auf dem Parkett. Das Team von Karsten Kelm war uns hingegen unlängst bei einer günstigen Nachholer-Ansetzung im Februar in Radebeul begegnet.
Gecoacht werden die "Himmel-Blauen" des Turn- und Sport-Vereins seit dem vergangenen Sommer von HSV-Handballer Frank Dubrau. Im Großen und Ganzen sei er mit seiner ersten Saison zufrieden, gab er auf Nachfrage zu Protokoll; die Pace in dieser Staffel machten heuer die beiden SGs aus Rähnitz und Klotzsche. Da konnten die Schönheiten um die beiden Leistungsträgerinnen Christine Kulessa und Mandy Grafe trotz aller Eingespieltheit über längere Phasen hinweg nur schwerlich mithalten. Schon am 2. Spieltag setzte es eine - im Rückfight indes korrigierte - Heim-Niederlage gegen Klotzsche, und fortan wurde aus der Hintertor-Perspektive gegen das unangefochten seine Kreise ziehende Duo der Spiel-Gemeinschaften gekämpft. Schlussendlich langte es doch noch zu Silber, weil sich die beiden Titel-Aspiranten am Nachmittag des gleichen Tages im direkten Vergleich gegenüberstanden, und Gastgeber Klotzsche Match wie auch Meisterschaft überraschend verlor.
Die letzten 60 Minuten wurden noch einmal Schwerstarbeit, und einzig das bessere Stehvermögen gab den Ausschlag über die zwei Zähler. Dabei hatte sich die Auseinandersetzung aus TSV-Warte bestens angelassen, war nach einer ausgeglichenen Start-Viertelstunde mit dem 5:5-Patt durch Sylvie Gothe (DD-M/15. min) ein rustikaler Vorteil erwirtschaftet worden: In Minute 22 hieß es dank Stephanie Kitschings Einnetzer 9:5, nach Grafes "steal" 10:6 (26. min). Dass der Abstand bis zum Kabinen-Intermezzo wieder schmolz, war einigen auffälligen Undiszipliniertheiten geschuldet; hier hat Dubrau - selbst ein Tadels-freier weil fairer Sportsmann seiner Zunft - noch etwas theoretische Nacharbeit zu leisten. Kulessa mit Frust-Foul nach vergebener Konter-Chance (Glanztat Maria Kahns/26. min) und Grafe mit Frust-Foul nach unnötigem Fehlpass (29. min) - die Prohlisserinnen waren ihres Herz-Stücks beraubt und mussten die 1950erinnen auf 10:9 herankommen lassen.
Die Gäste nahmen diese Wendung dankend auf und fighteten fortan auf gleicher Augen-Höhe mit. Schwarzschopf Doreen Böhme glich mit der ersten Nachpausen-Gelegenheit aus, und die anschließenden knapp 27 Minuten entwickelten sich zum Tanz "on razor's edge", ergo auf Messers Schneide. Immer wieder legte der TSV vor, immer wieder glich Mitte aus. Eine eigene Führung freilich schafften die Gäste nicht; die überhaupt beste Chance dazu hatte beim Stande von 13:13 die routinierte Angelika Rentzsch vom Siebenmeter-Punkt, doch beförderte sie das Wurfgerät über die rot-weiße Umrandung (50. min). Weil die Dubrauschen mit einem Doppelschlag antworteten (Grafe per Penalty, Anita Otto von Linksaußen), bat Kelm zur Aus-Zeit und schwor auf die Seinigen ein: Kampf bis zum Umfallen, so die Laut-stark ausgegebene Devise. Rentzsch fasste das ein bisschen verkehrt auf und handelte sich bei eigenem Ball-Besitz eine unnötige Zeit-Strafe ein (52. min) - der Anfang vom Ende aller Hoffnungen in Schwarz-Grün. Kelm war trotz seiner eigentlich von einem friedlichen Gemüt zeugenden Pfunde außer sich vor Wut.
Allerdings hatten auch die Einheimischen ihr Pulver langsam verschossen. Kulsessa, die stark begonnen hatte, war jetzt fast vollends abgetaucht, und so lastete viel auf Grafes Schultern. Die waren breit genug, um nach einem Fehlwurf der Erstgenannten und einem letzten Ausgleich von Rentzsch (15:15/57. min) doch noch zweimal zuzuschlagen; ein simples Fang-Missgeschick Elisabeth Arlts ermöglichte das 16:15, ein flinker Gegenstoß das vorentscheidende 17:15 (59. min). Der finale Einnetzer für 2009/10 war dann jedoch Melanie Breiting vorbehalten, und am späten Abend gab es dank der frohen Kunde aus der "BSZ-Halle" in der Döbelner Straße noch mächtig was zu feiern.
Motor:J. Wölk; M. Grafe (8/1), C. Kulessa (4/1), M. Breiting (2), M. Hielscher (1), S. Kirtschig (1), A. Otto (1), S. Weidemann (1), S. Philipp
DD-M: M. Kahn; B. Jacob (3), A. Rentzsch (3), S. Gothe (3/1), D. Böhme (2), M. Hertel (2), E. Arlt (1), W. Koch (1/1), J. Hölzel
Schiedsrichter: Philipp John / Paul Rinkewitz (beide VfL Meißen)
Zuschauer: 30 in der "Sporthalle 121. Mittelschule" zu Dresden-Prohlis (auch "Halle Gamig-Straße")
Siebenmeter: TSV 6 (davon 2 verwandelt); DD-M 4 (2)
Zeitstrafen: TSV 2; DD-M 5
Chronologie: 2:1 (5. Minute), 3:2 (10.), 6:4 (16.), 9:5 (22.), 10:7 (26.) - 11:10 (34.), 12:12 (39.), 13:13 (44.), 15:13 (51.), 15:14 (56.)
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SO: SV Motor Mickten vs. SG Pirna/Heidenau II 18:11 (8:6)
(sa-ex) Eine Handball-"Hölle" wird das schmucke "Sport-Center MoMi" am Pestalozzi-Platz zu Mickten mit Sicherheit nicht werden; dafür ist es allein schon von der Kapazität her nicht ausgelegt. Eine kleines "Höllchen" könnte die Arena freilich am jetzt folgenden Sonntag werden. Dann nämlich, wenn es für den gastgebenden SV Motor ab 17 Uhr gegen den unmittelbaren Kontrahenten VfL Meißen um den Verbleib in diesem Bezirksliga-Tableau geht. Wie so etwas geht, nachdem alle anderen Teams schon Feierabend haben, abgesehen von TSV und Pirna/Heidenau II, die sich am 8. Mai in Coswig zum Pokal-Finale treffen? Wissen wir auch nicht. Aber der Verein ist ohnehin prädestiniert für außergewöhnliche Terminisierungen bzw. Anwurf-Zeiten, und so kamen wir eben in den Genuss dieses letzten Punktspiels auf bezirklicher Ebene, das doch nur das vorletzte ist. Wir hätten diesen "Nachsitzer" gerne auch noch mitgenommen, sind aber aller Voraussicht nach bei den ostsächsischen Cup-Endspielen in Radeberg zu Gange.
Dass es für das Tabellen-Schlusslicht überhaupt noch zu so einem "showdown" kommen kann, ist der Bereitwilligkeit der Gäste zu danken, die einen reichlich uninspirierten Auftritt an den Tag legten und nicht mal die widrigsten Umstände auszunutzen verstanden, die den Vortrag der MoMi-Ladys begleiteten. Da verletzte sich zum Beispiel Arlett Wilhelm in der 16. Minute ohne größere Fremdeinwirkung so schwer am rasch anschwellenden Knöchel, dass sie vom Parkett musste - nur stand dem bemitleidenswerten Coach Andreas Wunsch zu diesem Zeitpunkt keine einzige Wechslerin zur Verfügung! Also ging es in Unterzahl - nach Elke Süßebeckers Zeit-Strafe (19. min) sogar im 4-gegen-6-Raster - weiter, bis das Kontingent in Person von Bettina Reinecke wieder auf Soll-Stärke aufgestockt werden konnte (20. min). Die Schönheiten der fusionierten Spiel-Gemeinschaft ließen sich dadurch freilich überhaupt nicht aus ihrem Spaziergangs-Trott bringen ... 2:6 lagen sie bei Wilhelms Ausscheiden hinten, und bei Reineckes Niederkunft hieß es 3:7 aus Gäste-Warte. Das Team von Michael Göbel und Matthias Hüppner wartete obendrein mit der Kuriosität auf, dass alle sechs Tore des ersten Abschnitts von ein und der selben Spielerin geworfen worden. Das wird die damit gemeinte Kathleen Bomsdorf herzlich wenig gejuckt haben; sollte dieser Vortrag der Pirna/Heidenauerinnen ernst gemeint gewesen sein (wovon schwerlich auszugehen ist), dann wurde sie sieben Tage nach ihrem 25. Geburtstag von ihren Kameradinnen schmählich im Stich gelassen.
Die MoMi-Missgeschicke waren damit übrigens noch nicht erschöpft; Reineckes Mitwirken hatte sich nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff ebenfalls fast erledigt, denn eine schmerzhafte Finger-Verletzung zwang sie auf die Bank. Zum Glück hatte sich in der Pause noch Antje Rademacher angefunden, und ein mächtig breites Stück Klebeband, womit aus der Wilhelmschen "4" eine Rücken-Nummer "41" gezaubert werden konnte. Mann oh Mamm: Es ist auch im niedrig-klassigen Handball jeden Menge an Berichtenswertem zu erleben. Die eigentlich als Co-Trainerin ausgewiesene Rademacher führte sich mit dem Einnetzer zum 11:8 ein (36. min); ansonsten übernahmen Linksaußen Ria Lachmann und die immerhin 47-jährige Irene Peemüller das Torewerfen im gastgeberlichen Orange. Die SG-Zweite hielt letztmalig bei Bomsdorfs Siebenmeter zum 12:10 (41. min) etwas Kontakt, aber dann enteilte der Tabellen-Letzte unaufhaltsam und bescherte sich exakt jene zwei Zähler, die jetzt den absoluten "showdown" gegen Meißen ermöglichen.
Man darf diesem Ergebnis mit einiger Spannung entgegensehen, während sich die Damen von Elbe-aufwärts in der Woche darauf gänzlich anders präsentieren müssen (und wohl auch werden), wenn es um den Pott des Spiel-Bezirks geht. In der Verfassung von Mickten wäre gegen Vize-Meister TSV Dresden ein mittleres Debakel angesagt. Ansonsten wird man zwischen Heidenauer "Sport-Forum" und Pirnaer Sonnenstein mit dem Erreichten nach dem Zusammenschluss schwerlich zufrieden sein können; die Erste dümpelte in der Verbandsliga Ost in der zweiten Tabellen-Hälfte einher, die Reserve machte es nicht besser - zweimal Platz 9 war sicher nicht das von den Fusionären insgeheim Erträumte, selbst wenn Oberliga-Absteiger SSV Heidenau mit Nadja Hultsch und Janine Tschöcke wichtiges Spielerinnen-Material an den USV TU/SF o1 der Landeshauptstadt abzutreten hatte. Aber der Sommer bietet Gelegenheit, die Karten neu zu mischen.
Motor: R. Mannack; R. Lachmann (6/1), E. Süßebecker (5/1), I. Peemüller (4), A. Rademacher (1), A. Wilhelm (1), J. Sohr (1), B. Reinecke
P/H II: C. Floß; K. Bomsdorf (8/6), L. Knauthe (1), S. Marschner (1), S. Verdang (1), M. Göbel, S. Mühle, H. Büttner
Schiedsrichter: Maria Kahn / Laura Köhler (beide SV Dresden-Mitte 195o)
Zuschauer: 30 im "Sport-Center MoMi" zu Dresden-Mickten
Siebenmeter: Motor 4 (davon 2 verwandelt); P/H II 7 (6)
Zeitstrafen: Motor 1; P/H II 0
Chronologie: 2:1 (5. Minute), 5:1 (9.), 6:2 (14.), 7:3 (19.), 8:4 (26.) - 11:7 (36.), 12:10 (41.), 14:10 (46.), 15:11 (53.), 17:11 (59.)
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Außerdem am letzten SPIELTAG:
Sa: SG KLOTZSCHE vs. SV RÄHNITZ 17:20
Sa: HSG FREITAL-WILSDRUFF II vs. RADEBEULER HV 26:26
So: BSV COSWIG vs. VfL MEISSEN 20:21
So: USV TU/SF o1 DRESDEN III vs. TSV RADEBURG 21:14
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AKTUELLE TABELLE:
o1. SV Rähnitz (35 Pkt./+125 Tore)
o2. TSV Dresden (33 Pkt./+83 Tore)
o3. SG Klotzsche (33 Pkt./+72 Tore)
o4. USV TU/SF o1 Dresden III (30 Pkt./+38 Tore)
o5. Radebeuler HV (27 Pkt./+64 Tore)
o6. SV Dresden-Mitte (27 Pkt./+51 Tore)
o7. TSV 1862 Radeburg (22 Pkt./-10 Tore)
o8. HSG Freital-Wilsdruff II (16 Pkt./-18 Tore)
o9. SG Pirna/Heidenau II (12 Pkt./-65 Tore)
10. BSV Coswig (10 Pkt./-119 Tore)
11. VfL Meißen (9 Pkt./-140 Tore) *
12. SV Motor Mickten (8 Pkt./-81 Tore) *
(* Mickten vs. Meißen am kommenden Sonntag)
Kein Durchkommen für Pirna/Heidenaus Sabrina Verdang: Grit Putzke und Juliane Sohr (rechts) verteidigten ihren Vorteil resolut. (Fotos dieser Seite: SACHSEN-EXPRESS/F.H.)
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Und also sprach
DAS DREHBUCH:
Yul Brynner: "Ich bin ein Verlorener."
Robert Fuller: "Rede doch keinen Unsinn, Chris. Jede gute Tat wird einmal belohnt."
(Aber wohl wirklich nur im Film - hier in Sach-
sen gibt's sowas nicht! Dialog aus >>Return of the Seven<< von Burt Kennedy; Szenen-Foto mit Fuller: sa-ex/TV.)
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User online: 7 Heute: 108 Gestern: 168 Gesamt: 385650
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