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Machte mit nur einem Treffer viel zu wenig aus seinen Möglichkeiten: Steve Lasonczyk vom Radebeuler HV.


Von den MATCHES des 17. SPIELTAGS der VERBANDSLIGA OST (M) berichtet:

SA: Radebeuler HV vs. HC Elbflorenz 2oo6 Dresden II 23:25 (14:11)

(sa-ex) Mannschafts-Sportarten scheinen in Radebeul momentan schwer vermittelbar; das Zuschauer-Interesse hält sich sowohl bei den Landesliga-Kickern in überschaubaren Grenzen, als eben auch beim Handball des RHV. Und das, obwohl dem gleich zwei schmucke Arenen zur Verfügung stehen. Aber alle Experimente mit den Anwurf-Zeiten - aktuell 19.15 Uhr - scheinen nicht zu fruchten; unter den 70 Augenzeugen der Partie gegen den HC Elbflorenz 2oo6 Dresden II befanden sich letztlich viele, die zuvor selbst dem runden Wurf-Gerät nachgejagt waren. Derweil will man sich in Karl-May-Städtele nicht zwingend auf der Verbandsliga "ausruhen" - mit der Verpflichtung der beiden Oberliga-erfahrenen Ex-Haselbachtaler Jörg Maxwitat und Frank Hänsch war den Verantwortlichen vor geraumer Zeit ein beachtlicher Coup gelungen, der schon auch eine gewisse Erfolgs-Orientierung signalisieren sollte. Doch beide Dresdner sind nicht mehr die Allerjüngsten, und speziell Maxwitat hat sich in der laufenden Saison nur noch äußerst sporadisch in die schwarzen Trikots der Elbestädter geschält; ein Blick durch die Match-Berichte verrät, dass "Max" ganze zweimal mitgewirkt hat: Im Heim-Spiel gegen Pulsnitz (26:17) und vor Wochenfrist beim inzwischen feststehenden Meister SV Koweg Görlitz.

Gerade die Leistung an der Neiße, wo nur kanpp mit 24:27 verloren wurde, wollte Coach Ulf Schütze nun kompensiert und bestätigt wissen; immerhin war sogar ein Punkt-Gewinn möglich und scheiterte vielleicht auch ein bisschen daran, dass ausgerechnet Hänsch in Görlitz fehlte, der ansonsten - ganz im Gegensatz zu Maxwitat - noch voll zur Stange hält. Der sympathische Sportsmann hatte - obwohl gute Linkshänder im Revier rar gesät sind - auf eine Leistungs-orientierte Karriere beim HVH (und hernach in Bautzen) verzichtet und seinem Job den Vorrang eingeräumt. Daraus wird dem mittlerweile 33-Jährigen in Zeiten wie den unsrigen wohl niemand einen ernsthaften Vorwurf machen. Doch das "Projekt" Radebeul kann auch er nicht im Alleingang voranbringen - dort scheint längst nicht Alles nach Herzens-Wunsch zu funktionieren, wenn man sich allein die arge Diskrepanz zwischen Team-Foto vor Beginn der Serie und aktuellem Aufgebot gegen den Neuling aus dem Ostra-Gehege ansieht.

Dennoch war ein Sieg machbar, und über weite Strecken dieser spannenden 60 Minuten sah es auch danach aus. Denn Schützes Sieben erarbeitete sich stets Vorteile, obwohl der Gast mit hochkarätigem Personal - angefangen von Schlussmann Roman Judisch über Frank Wiegel, Sebastian Brüning und Frank Rothe hin zu Ronny Reinhardt - angereist war. Wobei fairerweise hinzugefügt werden muss, dass alle Genannten schon im vergangenen Sommer aus dem Oberliga-Kader "ausgemustert" worden waren - alle außer Reinhardt. Wieso der Wiesel-flinke Außenakteur in der Ersten keine Chance mehr bekommt, bleibt ein wenig schleierhaft. Hier in Radebeul wurde er jedenfalls zum alleinigen "Matchwinner" seiner Schwarz-Weißen, wobei er exakt die Hälfte seiner 10 Tore nach schnellen Tempo-Gegenstößen warf.

Der Vorteil des späteren Triumphators lag in seiner mannschaftlichen Breite - bei den Hausherren reduzierte sich das Torewerfen zu sehr auf Hänsch, den aus dem linken Rückraum nach einer Viertelstunde langsam auf Touren gekommenen Henry Kettwig sowie den treffischeren Rechtsaußen David Krabel. Das genügte auf Dauer nicht. Zwischen Reinhardts HC-Einnetzern fanden sich ein ums andere Mal weitere Dresdner, die den gewiss nicht schlechten Holger Frey im RHV-Gehäuse überlisteten: Ob Patrick Mäusebach, ob Tobias Götz, ob Rothe, Brüning etc. Und dann machte der Tabellen-Achte in der Schlussphase auch noch die entscheidenden Fehler; so fing sich Elbflorenz II zwar ebenfalls zwei Zeitstrafen hintereinander ein (Wiegel/37. min, Mäusebach/38. min), doch das war zu diesem früheren Zeitpunkt noch verschmerzbar, selbst wenn Hänsch vom Siebenmeter-Punkt eine erstmalige Vierer-Differenz gelang (18:14/39. min). Aber der gleiche Zwangspausen-Doppelschlag auf der gegenüberliegenden Seite (Krabel und Kettiwg/beide 53. min) wirkte ungleich verheerender, zumal Kettwigs Foul äußerst dümmlich einherkam. Da stand es 21:20, und die Gäste drehten dank Reinhardt und Brüning das Resultat erstmals überhaupt zu ihren Gunsten.

Gänzlich Ausschlag-gebend war dies noch immer nicht, zumal der Patt noch bis zur 57. Minute hielt, weil Hänsch auch gegen den ein einziges Mal für den überragenden Judisch eingewechselten Alexander Anys "vom Punkt" die Nerven behielt (23:23). Aber dann trafen Sebastian Fischer und Wiegel für den Dritten des Rankings (vor Anpfiff - jetzt wieder Zweiter), und als ausgerechnet Routinier Hänsch ein unglücklicher Fehlpass unterlief (29. min), war die Begegnung aus Sicht der Radebeuler endgültig verloren. Damit verharrt der RHV wohl bis zum Saison-Halali im Mittelmaß dieser Liga, und es wird auch in 2010/11 verdammt schwerwerden, mehr Publikum in die "Lößnitz-Sporthalle" zu locken.

RHV: Frey, Pusch; Kettwig (6/2), Hänsch (6/3), Krabel (4), Herrmann (3), Kirsch (2), Lasonczyk (1), Jeutner (1), Weiße, Krüger, Bergelt
HC II: Judisch, Anys; Reinhardt (10), Mäusebach (4/1), Wiegel (2), Rothe (2), Götz (2), Scheibe (1), Fischer (1), Hühn (1), Roch (1), Brüning (1)

Schiedsrichter: Gunnar Kaden (HSG Freiberg) / Mike Seidel (SV Chemnitz/Harthau)
Zuschauer: 70 in der "Lößnitz-Sporthalle" zu Radebeul
Siebenmeter: RHV 6 (davon 5 verwandelt); HC II 2 (1)
Zeitstrafen: RHV 2; HC II 5
Chronologie: 3:1 (4. Minute), 4:3 (9.), 7:6 (15.), 10:7 (20.), 12:9 (26.) - 16:13 (35.), 18:15 (40.), 20:17 (45.), 21:19 (50.), 22:22 (55.)



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SO: HSV Dresden II vs. HV Haselbachtal/Kamenz II 30:25 (14:13)

(sa-ex) HSV-Boss Christian Dietze schien noch reichlich angefressen von der Vortages-Niederlage seiner Ersten im Oberliga-Clinch mit dem HSV Glauchau, ließ sich aber den Auftritt der Reserve am Sonntag-Nachmittag nicht entgehen und verwies gegenüber unserem Medium auf eines der Probleme des rührigen Vereins aus dem Stadt-Teil Prohlis: "Wir sind ein Club mit vielen Studenten. Wenn da die Prüfungen anstehen, haben die null Bock auf Training, und wenn die Prüfungen vorbei sind, machen sie erstmal Urlaub. Da könnte man sich schon einmal eine leicht andere Termin-Planung seitens des Verbandes vorstellen." Nun ja, das Leben ist kein Wunsch-Konzert, aber Ferien-Pausen und völlig unterschiedliche Saison-Feierabende wären ganz sicher überdenkenswert. Das ändert freilich nichts daran, dass der HSV einen leichten Substanz-Verlust gegenüber 2008/09 zu beklagen hat; in der Oberliga-Crew schlug das lange Fehlen von Denny Weber und die Form-Krise eines Volker Koch böse ins Kontor, und die Reserve hatte mit einem personellen Aderlass zu kämpfen, weshalb der gute 4. Abschluss-Rang des Vorjahres nicht wiederholbar war.

Gerade der HV Haselbachtal/Kamenz war bei den Prohlisern fündig geworden, hatte Axel Herzog und Thomas Wolf in die Westlausitz gelotst. Weshalb Jakob Weber nach oben in die Triebel-Crew aufschloss - drei wichtige Stammkräfte, die dem inzwischen auch von Jens Braun abgelösten Langzeit-Coach der HSV-Zweiten Jochen Scharfe natürlich fehlen mussten. Der verbliebene Rest - natürlich immer mal wieder "aufgeforstet" mit jungen Talenten - mühte sich nach Käften, kam freilich über Achtungs-Erfolge wie einem Sieg in Pulsnitz am 4. Spieltag nicht hinaus, scheffelte die übrigen Punkte gegen die anderen Abstiegs-Mitkonkurrenten aus Rietschen, Bretnig-Hauswalde und Hoyerswerda. Andererseits fragt man sich in Anbetracht der jüngsten Vorstellung, wieso da nicht mehr möglich gewesen sein soll; die Reserve der Haselbachtaler war mit weitesgehend "voller Kapelle" angerückt, und wurde aber vom Tabellen-Zehnten relativ klar beherrscht.

Der Equipe der beiden früheren Frauen-Trainer Bernd Herrmann und Karsten Lüttke mangelte es diesmal an Vielem: Erst kam sie mit dem ständigen Rückstand nicht klar, und als er endlich aufgeholt und kurz-zeitig in eine Führung gedreht werden konnte, blieb der Vorteil nur für Sekündchen bei den Blau-Weißen. In deren Reihen vordergründig die ehemaligen oder noch aktuellen Viertliga-Akteure enttäuschten. Ein Matthias Obst brachte nur wenig zustande, kam nach einem verworfenen Siebenmeter (21. min) kaum noch zum Einsatz. Arne Hirschberg enttäuschte auf der ganzen Linie, und die ständigen Versuche, den stämmigen Kreisläufer Denny Magister anzuspielen, waren von den Landeshauptstädtern irgendwie leicht zu durchschauen - als der Bischheimer endlich einmal freie Bahn hatte, fand er obendrein in Falk Heyne (er selbstredend auch Oberliga-gestählt) seinen Meister, wie in Minute 18 geschehen. So blieben als einzige Lichtblicke der vormalige Radeberger Jan Schulz, der Willen und Können zeigte, sowie ein Jan Tenne, der als Youngster den viel Routinierteren seines Teams gelegentlich vormachte, wie Ziel-genau geworfen wird.

Tenne Junior, Spross des Vorsitzenden und nicht des (Totengräber-)Schatzmeisters, blieb es auch vorbehalten, die einzige Führung der Gäste zu markieren. Da hatte sich der HSV kurz vor und nach dem Seitenwechsel eine kleine "Aus-Zeit" in puncto Konzentration genommen, hatte mit dem Pausen-Gong Henryk Söllners 14:13-Anschluss und unmittelbar nach Wiederbeginn Magisters Ausgleich kassiert. Dem 14:15 jedoch folgten die Antworten Kevin Sanders und Christian Frankes, dann noch ein letzter Patt (wieder Tenne zum 17:17/36. min), bevor den Einheimischen der vorentscheidende Zwischenspurt hin zum Penalty 22:18 (42. min) des überragenden Florian Scheffel gelang. Dass der Favorit, nur weil er keine Zeitstrafen abfasste, "ohne Biss" gespielt habe, wie der für seine Spinnereien berühmte Ferndiagnostiker der HVH-Website philosophierte, stimmt ganz gewiss nicht; vielmehr ließen die Dresdner solche gravierenden Fouls gar nicht erst zu (und einmal, bei einer Schulz-Attacke gegen den konternden Marcel Jäger, kniffen die ansonsten guten Referees sämtliche Augen zu - das war schon eher blankes "Rot"). Die Braun-Sieben war gedanklich mehr auf der Höhe, wenn man sich der sehenswerten "Rebound"-Treffer eines Maik Hörnig erinnert, oder die Blau-Weißen scheiterten aus besten Wurf-Positionen, wie zum Beispiel der völlig indisponierte Maik Bergmann. Das hat mit Verlaub überhaupt nichts mit dem Sünden-Register zu tun. Aber solange sich der HVH eine solch desolate Außendarstellung leistet, wird es an Haselbach und Schwarzer Elster weiter Berg-ab gehen.

HSV II: Heyne; Scheffel (10/3), Beck (6), Hörnig (4), Sander (3), Franke (3/2), Walther (2), Jäger (2)
HVH II: Hedermann; Schulz (8), Tenne (4), Habendorf (3), Bergmann (2), D. Magister (2), Söllner (2), Obst (2/1), Domsgen (1), Fröhlich (1), B. Magister, Hirschberg

Schiedsrichter: Erik Michel / Maurice Rausch (beide SV Koweg Görlitz)
Zuschauer: 42 in der "Sporthalle 121. Mittelschule" zu Dresden-Prohlis (auch "SH Gamig-Straße")
Siebenmeter: HSV II 5 (alle verwandelt); HVH II 3 (1)
Zeitstrafen: HSV II 4; HVH II 0
Chronologie: 2:1 (5. Minute), 5:3 (10.), 9:5 (15.), 10:7 (21.), 12:10 (26.) - 16:16 (35.), 20:18 (40.), 22:19 (45.), 24:21 (50.), 29:23 (55.)


Denny Magister wird sich doch nicht in den Seilen der Gamig-Straße verfitzen? Der lange Kreisläufer der HVH-Zweiten versucht hier, eine Aktion des HSV-Dresdners Christian Franke (mit Ball) zu blocken. Weiter zu erkennen sind von links Henryk Söllner, Marcel Jäger sowie Kevin Sander. (Fotos dieser Seite: SACHSEN-EXPRESS/F.H.)













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