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+++ Die "cast and crew" des 1957 gedrehten COLUMBIA-Westerns +++

Regisseur Delmer Daves gibt seinem Star Glenn Ford (rechts) am Set von >>3:10 to Yuma<< ein paar Tipps.
GLENN FORD (Ben Wade)
Geb.: 1. Mai 1916 in Sainte-Christine (Quebec/Kanada)
Gest.: 30. August 2006 in Beverly Hills (Kalifornien)
Als Gwyllyn Samuel Newton Ford acht Jahre alt war, zogen seine Eltern - der Vater war leitender Angestellter einer Eisenbahn-Gesellschaft - von Kanada in das kalifornische Santa Monica, wo er an der Highschool seine Liebe zur Schauspielerei entdeckte. Nach Jahren bei einem Wander-Theater debütierte er 1939 im Film; Ford gehörte fortan zu jenen Akteuren, die ohne größere darstellische Fähigkeiten allein durch seine Präsenz bestach. Nach seinem Kriegs-Dienst in der Marine kam die Karriere dank Charles Vidors berühmtem Melodram Gilda (1946, mit Ford als Johnny Farrell) richtig in die Gänge, obwohl er sich in der Folge mehrheitlich auf den Western verlegte, wo er in den Fünfzigern neben John Wayne, Randolph Scott und James Stewart zu den absoluten Top-Stars gehörte. Dies aber hauptsächlich ein Verdienst von Delmer Daves, der ihn in drei seiner wichtigsten "outdoors" besetzte: Jubal Troop in Jubal (Der Mann ohne Furcht, 1956), Ben Wade in 3:10 to Yuma und Tom Reese in Cowoboy (1958). Trotz konstanter Beschäftigung unter guten Regisseuren blieben weitere cineastische Höhepunkte allerdings aus, sieht man von den schon zuvor entstandenen beiden Fritz Lang-Krimis The Big Heat (Heißes Eisen, 1953) und Human Desiee (Lebensgier, 1954) ab. So blieben auch größere Ehrungen weitestgehend aus; lediglich 1961 gab es den GOLDEN GLOBE für seinen Dave "the Dude" Conway aus Frank Capras letzten Film Pocketful of Miracles (Die unteren Zehntausend). Bemerkenswert auch der 2001 letztmalig verliehene GOLDEN APPLE AWARD für den "Kooperativsten Schauspieler", den Glenn Ford 1959 in Empfang nehmen durfte. Nach 1991 zog sich der Mime, der viermal verheiratet war, aus dem Leinwand-Geschäft zurück.
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VAN HEFLIN (Dan Evans)
Geb.: 13. Dezember 1910 in Walters (Oklahoma)
Gest.: 23. Juli 1971 in Hollywood (Kalifornien)
Einer der hierzulande weniger beachteten Top-Stars der zweiten Reihe, der speziell in den Fünfzigern beachtliche Erfolge feierte. Der Sohn eines Zahnarztes zog nach der Scheidung der Eltern in Richtung Westküste. Obwohl es ihm zur Seefahrt zog, beendete er ein Jura-Studium an der University of Oklahoma. Nach einem zweiten Intermezzo als Matrose (er hatte schon nach der Highschool auf einem Schiff angeheuert) wechselte er zur Schauspielerei und an den Braodway, nur um nach einem Misserfolg des Stücks >>Mister Montgomery<< ein weiters Mal den Pazifik zu befahren, diesmal sogar für drei Jahre. Erst Anfang der Dreißiger widemte er sich endgültig der künstlerischen Arbeit und kam 1936 zu seinem Leinwand-Debüt, und zwar in dem Katherine Hepburn-Vehikel A Woman Rebels (Ein aufsässiges Mädchen) von Mark Sandrich. Beide standen dann auch äußerst erfolgreich in dem Stück >>The Phiadelphia Story<< auf der Bühne, doch als die ebenfalls Kassen-trächtige Verfilmung der Beziehungs-Komödie anstand (1940), setzte Hepburn hinter den Kulissen renommiertere Darsteller durch; den Heflin-Part bekam James Stewart, und der dafür den OSCAR. Allerdings musste Van Heflin dieser Intrige nicht lange nachtrauern und heimste schon 1942 einen eigenen Goldzwerg ein, und zwar für die Nebenrolle des Jeff Hartnett in Mervyn Le Roys "schwarzem" Krimi Johhny Eager (Der Tote lebt, mit Robert Taylor). Fortan gut beschäftigt, wurde sein Farmer Joe Starrett aus George Stevens' berühmtem Western-Klassiker Shane (Mein großer Freund Shane, 1953) seine mit Abstand schönste und wohl erinnerlichste Aufgabe; in 3:10 to Yuma kann er jenes Porträt eines hart arbeitenden Farmers gewissermaßen kopieren. Späterhin blieben solche dankbaren Parts leider aus, sodass er auch mehrmals im europäischen Unterhaltungs-Kino reüssierte. Nach einem TV-Auftritt in The Last Child beendete eine Herz-Attacke sein Leben. Emmett Evan Heflin jr. war dreimal verheiratet und hinterließ drei Kinder.
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FELICIA FARR (Emmy)
Geb.: 4. Oktober 1932 in Westchester County (New York)
Ihre bekannteste "Rolle" war die der langjährigen Ehefrau von Jack Lemmon; beide hatten im August 1962 geheiratet, und der Bund hielt bis zum Tod des renommmierten Komikers im Jahe 2001. Ansonsten attestierte ihr Hal Erickson, dass "für die Hauptrollen in Western, die sie üblicherweise spielte, immer viel zu intelligent schien". Dass ist nachvollziehbar, denn die Schöne hatte die Pennsylvania State University absolviert. Und auch, wer ihr Spiel in 3:10 to Yuma genauestens betrachtet, bekommt den Eindruck von einer kreuzgescheiten Lady (die im Film allerdings etwas älter als die 25 Lenze wirkt, als sie zum Zeitpunkt des Drehs war). Nach einigen Jobs als Foto-Model und in der Reklame-Branche war sie Mitte der Fünfziger zum Film gekommen, wo sie nach nur einer Nebenrolle (in Howard Kochs Krimi Big House U.S.A., 1955) schon im nächsten Kino-Streifen den weiblichen "leading part" bekam. War indes Time Table (1956/Regie: Mark Stevens) noch eher unbedeutend, änderte sich dies, als sie nachfolgend - zwischendurch gab es Auftritte in TV-Serien - von Delmer Daves beschäftigt wurde, und dies gleich dreimal: In Jubal (Der Mann ohne Furcht) war sie die Naomi Hoktor, in The Last Wagon (Der letzte Wagen, beide von 1956) die Jenny an der Seite von "Comanche Todd" Richard Widmark. Dennoch blieb ihre Emmy aus 3:10 to Yuma ihre nachhaltigste Leistung, obwohl sie nur im ersten Drittel des Genre-Klassikers vorkommt. Nach weiteren, allerdings weniger interessanten Western arbeitete sie längere Zeit ausschließlich für das Fernsehen, ehe sie mit Billy Wilders Kiss Me, Stupid (Küss mich, Dummkopf, 1964) als Zelda Spooner letztmalig großes Kino machte. Ihre leider nur ungenügend vorangetriebene Karriere klang mit Don Siegels Charley Varrick (Der große Coup, 1973) und einem kleineren Auftritt in Blake Edwards' That's Life! (1986) aus. Farr, die nur ganz selten mit Jack Lemmon zusammenarbeitete, ist Mutter zweier Töchter.
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LEORA DANA (Alice Evans)
Geb.: 1. April 1923 in New York City
Gest.: 13. Dezember 1983 in New York City
Sie war eine bekannte Bühnen-und TV-Aktrice, die erst spät (mit 33) zum Spielfilm kam, wobei 3:10 to Yuma nach einem eher unbedeutenden Kurzfilm ihr eigentliches Debüt markierte. Auch danach trat sie selten und in nur in Nebenrollen vor die Leinwand-Kameras, so als Agnes Hirsh in Vincente Minnellis berühmtem Werk Same Came Running (Verdammt sind sie alle, 1958), als Mrs. Ford in David Swifts seichter Familien-Unterhaltung Pollyanna (Alle lieben Pollyanna, 1960) und als Charlotte DeVoe in Alan Parkers Ehe-Drama Shoot the Moon (Shoot the Moon - Du oder beide, 1982). Ihr letzter Film, die SciFi-Komödie Nothing Lasts Forever (1984), kam erst nach ihrem Krebs-Tod in die Kinos. Privates ist wenig bekannt, außer dass sie mit dem aus Österreich stammenden Bühnen- und Film-Darsteller Kurt Kasznar verheiratet war.
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HENRY JONES (Alex Potter)
Geb.: 1. August 1912 in Philadelphia (Pennsylvania)
Gest.: 17. Mai 1999 in Los Angeles (Kalifornien)
Der Absolvent des St. Joseph's College kam 1938 an den Broadway, wo er in >>Hamlet<< den Totengräber gab. Danach diente er im II. Weltkrieg, um später wieder auf die New Yorker Bretter zurückzukehren. Zum Film kam er spät, was er einmal damit begründete, dass die Casting-Leute "nicht wussten, was sie mit mir anfangen sollten. Ich war nicht groß genug und sah nicht gut genug aus, um jugendliche Rollen zu spielen." Immerhin verhalf ihm sein Broadway-Erfolg als Leroy Jessup in Maxwell Andersons >>The Bad Seed<< zur Interpretion des gleichen Parts in der Verfilmung durch Mervyn LeRoy (1956, dt. Böse Saat). Allerdings hatte er zu diesem Zeitpunkt schon mehrere TV- und wenige unbedeutende Leinwand-Auftritte absolviert, und dem Fersehen blieb er zwecks mangelndem Interesse der Hollywood-Studios auch weitestgehend treu. Ein paar angenehme Parts gab es dennoch, so als Henry Rufus in Frank Tashlins köstlicher Veralberung der Werbe-Industrie Will Success Spoil Rock Hunter? (Sirene in Blond, 1957), als Gerichts-Mediziner in Alfred Hitchcocks Vertigo (Vertigo - Aus dem Reich der Toten, 1958), als Park-Aufseher im Richard Burton-Vehikel The Brumble Bush (Jeder zahlt seine Schuld, 1960) oder als Fahrrad-Verkäufer in Butch Cassidy and the Sundance Kid (Zwie Banditen, 1969). In Amerika blieb er aber auf die Mattscheibe reduziert, wo man ihn seit seit den Sechzigern regelmäßig zu Gesicht bekam. Er hinterließ eine Tochter, die ebenfalls schauspielernde Jocelyn Jones, mit der er in Carl Franklins Thriller Nowhere to Run (Ausweglos, 1989) gemeinsam vor der Kamera gestanden hatte.
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RICHARD JAECKEL (Charlie Prize)
Geb.: 10. Oktober 1926 in Long Beach (Long Island/New York)
Gest.: 14. Juni 1997 in Woodland Hills (Los Angeles/Kalifornien)
Im völligen Umkehrschluss zu Felicia Farr wirkt Richard Jaeckel in seiner Banditen-Rolle aus 3:10 to Yuma ungleich jünger als sein da schon erreichtes 40. Lebensjahr. Noch als er ein Teenager warund R. Hanley Jaeckel hieß, zog die Familie nach Los Angeles. Dort freundete sich seine Mutter mit der Klatsch-Kolumnistin Louella Parsons, die dem Jungen einen Job als Postbote bei der 20th CENTURY FOX beschafft haben soll. Trotz seiner Abneigung gegenüber der Schauspielerei nahm er an, als die Produzenten des Kriegs-Films Guadalcnal Diary (Guadalkanal - Die Hölle im Pazifik, 1943) einen Milch-gesichtigen Jugendlichen suchten. Der unreife Soldat Johnny "Chicken" Anderson bildete den Auftakt zu einer langen Karriere in führenden Nebenrollen großer Produktionen, die bis hin zu einer OSCAR-Nominierung reichte: 1971 für Sometimes a Great Notion (Sie möchten Giganten sein) von und mit Paul Newman. Nachdem er selber bei der Navy gedient hatte (1944-48), konnte er sich erneut mit einem kriegs-Film - das John Wayne-Vehikel Sands of Iwo Jima (Du warst unser Kamerad, 1949) - ins Gedächtnis zurückspielen und überzeugte sowohl in schnittigen Liebhaber-Rollen als auch im Fach des fiesen Schurken. Bekannte Streifen sind Robert Aldrichs Attck! (Ardennen 1944, 1956), Delmer Daves' Cowboy, Raoul Walshs The Naked and the Dead (Die Nackten und die Toten, beide 1958), wieder unter Aldrich in The Dirty Dozen (Das dreckige Dutzend, 1967) sowie Sam Peckinpahs Pat Garrett & Billy the Kid (Pat Garrett jagt Billy the Kid, 1973). Seine letzte bedeutendere Aufgabe war die des Lieutenant Ben Edwards in 62 Folgen von >>Baywatch<<; trotz seines intensiven Arbeitslebens war er 1994 völlig pleite und musste seine gesamten Besitztümer aufgeben. Er hinterließ zwei Söhne.
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ROBERT EMHARDT (Mr. Butterfield)
Geb.: 24. Juli 1914 in Indianapolis (Indiana)
Gest.: 26. Dezemeber 1994 in Ojai (Kalifornien)
Der korpulente Mime hatte sein Handwerk in London erlernt, bevor er in den späten Dreißigern nach Amerika zurückkam und am Broadway engagiert wurde, nicht selten - wen wundert's - als zweite Besetzung für den schon zu einigen Star-Ruhm gelangten Sydney Greensteet. Als dieser sich 1949 aus Hollywood zurückzog, füllte Emhardt die entsandene Lücke bestens aus, ohne allerdings den Bekanntheitsgrad des Vorgängers zu erlangen. Nach etlichen TV-Arbeiten und zwei unbedeutenden Kino-Parts war sein aufrechter Postkutschen-Eigner Mr. Butterfield die erste größere Aufgabe, die dennoch keine besseren Angebote zur Folge hatte, sodass auch Emhardt vonehmlich beim Fernsehen Beschäftigung fand. Sein letzter Leiwand-Auftritt datiert von 1982, als er in James Fargos Forced Vengeance (Kalte Wut) den Carl Gerlich gab. Privates ist von dem EMMY-Gewinner 81963 für eine Folge von >>The Andy Grifftih-Show<<) nicht überliefert.
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FORD RAINEY (Marshall von Bisbee)
Geb.: 8. August 1908 in Mountain Home (Idaho)
Gest.: 25. Juli 2005 in Santa Monica (Kaliornien)
Er soll, obwohl Sohn einer recht schillernden Persönlichkeit (u.a. Sieger lokaler Tanz-Wettbewerbe), extrem schüchtern gewesen sein, der einen Ausweg aus dieser Misere in den schulischen Theater-Aufführungen fand. Er ging diesem Hobby auch später auf Bühnen seiner Heimat nach, bevor er die Kunst in New York bei Michael Chekhov perfektionierte. Nebenher ging er verschiedenen anderen Tätigkeiten - so als Zimmermann - nach. Während des II. Weltkriegs diente Rainey bei der Küstenwache, bevor er sich in Kalifornien endgültig als Darsteller etablierte, zunächst wieder beim Theater (dem er stets die Treue hielt), dann ab 1949 auch im Film; sein Debüt gab er in Raoul Walsh legendärem Gangster-Streifen The Big Heat (Maschinenpistolen) als "Zukie" Hommell, einem Mitgleid der Bande Arthur "Cody" Jarretts (James Cagney). Größere Leinwand-Aufgaben gab es allerdings nicht; meistens blieb er auf Richter oder Männer des Gesetzes beschränkt (auf der Bühne sah man ihn auch mehrmals als Abraham Lincoln). Von Regisseur Delmer Daves wurde er später auch in Parrish (Sein Name war Parrish, 1961) eingesetzt. Zuletzt war er noch in acht Folgen der TV-Serie >>The King of Queens<< zu sehen. Im hohen Alter hatte der dreifache Vater mit der Aufzucht tropischer Vögel begonnen, was ihm mehrere Preise einbrachte.
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SHERIDAN COMERATE (Bob Moons)
Geb.: 11. April 1928
Gest.: April 1973
Wenn er in 3:10 to Yuma nach dem Begräbnis das Hotel betritt, glaubt man eher, das vertraute Gesicht eines Louis Jordan vor sich zu haben. Aber es handelt sich um einen relativ unbekannten Akteur, zu dem die führenden internationalen Quellen keinerlei Auskünfte liefern. Außer im Daves-Western war er u.a. noch in Paul Henreids Live Fast, Die Young von 1958 und im Rita Hayworth-Vehikel The Story on Page One (Sensation auf Seite 1), 1959 von Clifford Odets inszeniert, zu erleben.
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GUY WILKERSON (Hotel-Rezeptionist)
Geb.: 21. Dezember 1899 in Whitewright (Texas)
Gest.: 15. Juli 1971 in Hollywood (Kalifornien)
Eine der schillerndsten Figuren unter den Nebendarstellern. Es soll laut Aussage eines namentlich nicht bekannten Regisseurs viel lustiger gewesen, als man ihn von seinen rund 130 Filmen her kannte. Seine (relative) Bekanntheit rührte von der Zeit bei der Billig-Gesellschaft PRC her, für die er zwischen 1942 und 1945 in 22 Folgen der Serie >>Texas Rangers<< den "Panhandle" Perkins - Partner der der beiden Hauptakteure Dave "Tex" O'Brien und James Newill - abgab. Debütiert hatte er allerdings 1937 (inoffiziell; einige unbekannte Quellen gehen auch schon von Auftritten im Stummfilm aus) beim anderen legendären "poverty row"-Studio Hollywoods, der REPUBLIC - als "Skinny" Smith in Joseph "Joe" Kanes Paradise Express. Bei der berühmt-berüchtigten Gesellschaft von Herbert J. Yates hielt es ihn jedoch nicht lange; auch bei größeren Studios übernahm er oft winzige Parts, ohne die kein Hollywood-Film auskam. Noch in seinen letzten Lebensjahren reüssierte er in zwei >>Bonanza<<-Folgen, im Lee Marvin-Vehikel Monte Walsh (1970) und schließlich in Barry Shears Krimi The Todd Killings (1971).
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REGISSEUR DELMER DAVES (Regisseur)
Geb.: 24. Juli 1904 in San Francisco (Kalifornien)
Gest.: 17. August 1977 in La Jolla (Kalifornien)
Während er an der Stanford University Bau-Ingenieurwesen und Jura studierte, beschaffte sich Delmer Daves einen Requisteurs-Job beim von James Cruze gedrehten Stummfilm-Western The Covered Wagen (1923). Daves war von den mitwirkenden Indianern so fasziniert, dass er die Anwalts-Karriere aufgab, um in Arizona unter Hopi und Navajos zu leben. Dann studierte er Schauspielerei am Pasadena Playhouse und trat in ein paar frühen Tonfilmen auf, bevor er sich dem Verfassen von Drehbüchern zuwandte. 1943 insznierte er seinen ersten Film, das eher zurückhaltende Kriegs-Drama Destination Tokyo. In diesem wie auch den beiden anderen vom Weltkrieg handelnden Streifen Pride of the Marines (1945) und Task Force (1949) hob Daves die Ängste und Mühsale des einzelnen Soldaten hervor, anstatt zu den kitschigen Heldentaten im Hollywood-Kino zu flüchten. 1951 baute Daves seine eigene Produktions-Gesellschaft DOUBLE-D PICTURES auf. Die Mehrzahl seiner besten Arbeiten in den Fünfzigern waren Western, die wie schon seine Kriegs-Filme das langsame Eskalieren persönlicher Spannungen dem übermütigen Spiel der Revolver vorzogen. Sein erfolgreichstes Movie wurde indes die 1959 entstandene Romanze A Summer Place. Nachdem er die Arbeit an der Hochglanz-Seifenoper The Battle of the Villa Fioretta (1965) beendet hatte, leistete Delmer Daves als einer der in der Dokumentation 75 Years of Cinema Museum vor der Kamera Mitwirkenden einen letzten Beitrag für das Kino. (Hal Erickson in >>All Movie Guide<<)
DAS GROSSE PERSONEN-LEXIKON DES FILMS von Kay Weniger nimmt andere, zum Teil unzutreffende Wertungen vor, sei aber hier wegen einiger Film-Titel vermerkt: "Routinierter US-Film-Regisseur, der mit handwerklich-technischem Vermögen, aber ohne exemplarischen, eigenen Stil, eine Reihe von professionellen Unterhaltungs-Filmen im konventionellen, leicht verdaulichen Hollywood-Look inszenierte. Daves, in seiner Jugend unter Indianern aufgewachsen, bewies später vor allem im Western eine glückliche Hand - sein 1949 entstandener Der gebrochene Pfeil war der erste für die Aussöhnung mit den amerikanischen Ureinwohnern werbende, ein positives Bild der Indianer zeichnende Produkt dieses Genres. Frühe Film-Erfahrungen hatte er als 18-Jähriger Requisiteur bei James Cruzes Die Karawane gesammelt, dem legendären ersten Großwestern der Film-Geschichte. Daves studierte am Polytechnikum in Los Angeles, arbeitete nebenbei als Ratgeber an Film-Produktionen mit Themen aus dem College-Bereich mitund versuchte sich innerhalb wie auch außerhalb der Kino-Branche als Ingenieur, Zeichner, Werbe-Graphiker, Illustrator und schließlich, zu Beginn der Tonfilm-Zeit, auch als Film-Schauspieler. Anfang der 30er Jahre arbeitete Daves an der Entstehung einiger Drehbücher mit, darunter die Musicals Dames (1934), Shipmates Forver (1935) und You Were Never Lovelier (1942) sowie die spätere Harold Lloyd-Komödie Professor Beware (1938) und die Leo McCarey-Schnulze Love Affair (1939). Mit dem ebenso epischen wie zackig-stiernackigen Kriegs-Film Destination Tokyo mit Cary Grant als U-Boot-Kommandant auf Feindfahrt in japanische Gewässer debütierte Daves 1943 als Regisseur. Vier Jahre darauf inszenierte er zwei frühe Highlights, den Mystery-Thriller The Red House mit Edward G. Robinson und einen Klassiker der "Scharzen Serie", Die schwarze Natter. Dort verkörpert Humphrey Bogart einen Ausbrecher, der sich einer Gesichts-Operation unterzieht, um so unerkannt seine Unschuld zu beweisen. Daves zeigte auch in seinen folgenden Arbeiten viel Geschick für technische Einfälle und eine sichere Charakter-Zeichnung seiner im Zweifel mit sich und ihrer Umwelt befindlichen Protagonisten, wie etwa bei dem Kriegsgerichts-Drama um französische Kollaborateure To the Victor, dem Antik-Monumental-Epos Die Gladiatoren oder dem Western The Last Wagon. Jedoch lagen seinen Werke kaum außergewöhnliche Geschichten zugrunde, und auch die Schauspieler verharrten regelmäßig in darstellerischer Routine. Vor allem seine Komödien und bodenständigen Familien-Sagen seit den späten 50er Jahren waren schlicht langweilig."
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HALSTED WELLES (Drehbuch-Autor)
Lebensdaten gibt es keine; nur sein Wirken als Skript-Verfasser ist bei IMDb dokumentiert. Demnach kam auch Welles, wie viele Beteiligte an diesem Film, vom Fernsehen, wo er schon seit 1950 aktiv war, nachdem er im Jahr zuvor eine Erzählung von Lewis Meltzer und Oscar Saul für die Leinwand überarbeitet hatte, doch das eigentliche Drehbuch zu The Lady Gambles (Spielfieber, mit Barbara Stanwyck) dann in den Händen von Roy Huggins lag. Trotz fortwährender Schreibarbeit für etliche TV-Serien hinterließ Welles nur vier Kino-Drehbücher: Neben 3:10 to Yuma auch noch The Hanging Tree (1959, ebenfalls von Delmer Daves inszeniert), A Time for Killing (Der gnadenlos Ritt, 1967, wieder mit Glenn Ford) und The Hell with Hereos (Die mit den Wölfen heulen, 1968, mit Claudia Cardinale). Wenn Halsted Welles im aktuellen Remake als einer von drei Autoren erwähnt wird, hat das nicht zwingend zu bedeuten, dass er mitgewirkt hat - es kommt bei Remakes mehrheitlich vor, dass der Autor des Original-Skripts erwähnt wird bzw. werden muss.
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DAVID HEILWEIL (Produzent)
Geb.: 12. September 1917
Gest.: 15. Februar 1989 in Willimantic (Connecticut)
Auch über den Poduzenten ist so gut wie nichts an Informationen verfügbar; er war von 1950 bis 1966 im Film-Geschäft aktiv, ohne größere Spuren zu hinterlassen. Neben 3:10 to Yuma sind nur noch die Kino-Filme Face of a Fugitive (Auf heißer Fährte, 1959) - ebenfalls ein Western, mit Fred MacMurray - und Intimacy (1966) sowie vereinzelte TV-Serien bekannt. Auch seine Tochter Alexandra (geboren 1957) vesuchte sich ohne Erfolg im Business, denn ihr einziges Engagement als Film-Schauspielerin in George Cukors Something's Got to Give (1962) blieb nach dem Tod von Protagonistin Marilyn Monroe unvollendet.
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CHARLES LAWTON jr. (Kameramann)
Geb.: 6. April 1904 in Los Angeles (Kalifornien)
Gest.: 11. Juli 1965 in Pcific Palisades (Kalifornien)
Ein erfahreren Routinier, der schon 1927 als Assistent des Kameramannes George Folsey in Hollywood einstieg und exakt ein Jahrzehnt später erstmals selber für die Fotographie eine Komödie mit dem Titel My Dear Miss Aldrich (mit Walter Pidgeon/Regie: John B. Seitz) zuständig war. Seine Qualitäten entwickelte er vornehmlich im "outdoor"-Bereich, also bei Western oder auch kriegs-Filmen. Dennoch finden sich in seiner Filmographie kaum wirklich herausragende Filme, sieht man von seinen Pferde-Opern für Delmer Daves (auch Jubal und Cowboy), Budd Boetticher (The Tall T, 1957, Ride Lonesome, 1959 und Comanche Station, 1960) sowie John Ford (Two Rode Together, 1961) ab. Seine letzte Leinwand-Arbeit war eine Rosalind Russell-Komödie mit dem unglaublich langen Titel Oh Dad, Poor Dad, Mama's Hung You in the Closet and I'm Feeling So Sad, von Richard Quine gedreht und erst nach Lawtons Tod im Jahre 1967 uraufgeführt.
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GEORGE DUNING (Komponist)
Geb.: 25. Februar 1908 in Richmond (Indiana)
Gest.: 27. Februar 2000 in San Diego (Kalifornien)
Erfahrener mit langer Karriere im Hollywood-Geschäft, die - abgesehen von einem nicht in der Besetzungs-Liste vermerkten Engagement 1939 - im Jahr 1944 einsetzte und Anfang der Achtziger endete. Er hatte am Musik-Konservatorium von Cincinnati studiert und dort auch seine ersten beruflichen Schritte unternommen. Ab 1939 betätigte er sich als Arrangeur für Kay Kyser and His Band. Kyser war ein großer Radio-Star früherer Tage und hatte großen Erfolg mit seiner bei NBC ausgestrahlten Sendung >>Kay Kyser's Kollege of Musical Knowledge<<; Duning war bei ihm als Trompeter und Pianist eingestiegen, bevor er sich auf das Arrangieren verlegt. Es blieb nicht aus, dass die erfolgreiche Band auch im Film auftrat. Als Kyser von der RKO zur COLUMBIA wechselte, entschied sich Duning, bei diesem Studio als Orchestrator einzusteigen und natürlich auch Soundtracks zu kreieren. Er bekam in seiner fruchbarsten Schaffens-Periode Angang/Mitte der Fünfziger fünf OSCAR-Nominierungen (ohne zu gewinnen): Jolson Sing Again (1949), No Sad Songs for Me (Mein Glück in deine Hände, 1951), sein berühmtester Film From Here to Eternity (Verdammt in alle Ewigkeit, 1954), Picnic (Picknick, 1956) und The Eddy Duchin Story (Geliebt in alle Ewigkeit, 1956), alle von COLUMBIA produziert. Ironischerweise komponierte Duning, der zweimal verheiratet und Vater zweier Töchter war, auch den George Sherman-Western Count Three and Pray von 1955, der den deutschen Verleihern als (unpassende) Vorlage zum hiesigen Verleih-Titel von 3:10 to Yuma diente: Zähl bis drei und bete.
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FRANKIE LAINE (Sänger des Titel-Songs)
Geb.: 30. März 1913 in Chicago (Illinois)
Gest.: 6. Februar 2007 in San Diego (Kalifornien)
Hierzulande nahezu unbekannt, war der als Francesco Paolo Lo Veccio geborene älteste Sohn einer aus der Nähe von Palermo stammenden Immigranten-Familie (sieben weitere Geschwister) eine der schillerndsten Figuren der amerikanischen Musik-Szene überhaupt. Der Vater, zunächst bei der Eisenbahn beschäftigt, schulte dann um und wurde Friseur, wobei der Legende nach auch Gangster-Boss Al Capone zu seiner Kundschaft gezählt haben soll. Klein Frankie unternahm seiner ersten musikalischen Versuche im Kirchen-Chor und verfügte über eine sehr laute Stimme, die es ihm später ermöglichte, ganze Konzert-Hallen notfalls auch ohne Mikrofon auszufüllen. Mit 15 schon trat er im "Merry Garden Ballroom" seiner Heimatstadt auf, absolvierte aber parallel eine Techniker-Ausbildung und jobbte nebenher als Auto-Verkäufer, Türsteher sowie Maschinist. Nach ersten Engagements beim Radio entschloss er sich zur Teilnahme an tänzerischen Ausdauer-Wettbewerben, die damals weit verbreitet waren; von 14 Marathon-Contests, an denen er mitwirkte, gewann er drei und stellte außerdem einen unglaublichen Rekord auf, als er es in Atlantic City in 145 Tagen auf 3501 Stunden am Stück brachte. Das bewegte Leben setzte sich fort, als er in Cleveland in die Freddy Carlone Band einstieg und ein enger Freund des Sängers Perry Como wurde, dessen Sohn er vor dem Ertrinken im Pool gerettet hatte. Allerdings vertrug sich Laines rhythmischer Stil nicht mit den weichen Sound der Band, und so folgten weitere recht "wilde" Jahre, die er pendelnd zwischen Ost- und Westküste verbrachte, nicht selten ohne Dach über dem Kopf. Zu Beginn des II. Weltkriegs arbeitete er in einer Rüstungs-Fabrik; nebenher entwarf er erste eigene Songs und kam auch mit einem Mädchen-Trio zusammen, das bei CAPITOL RECORDS unter Vertrag stand. Der Manager Johnny Mercer überzeugte Laine davon, es in Hollywood zu probieren. Schon 1943 soll es erste Kontakte zum Film gegeben haben (etwa als Sing-Stimme von Danny Kaye); dies wird jedoch von der renommmierten Datenbank IMDb nicht bestätigt. Als Durchbruch gilt vielmehr das Ende des Jahres 1946, als er von >>Stardust<<-Komponist Hoagland "Hoagy" Carmichael im "Billy Berg Club" Hollywoods entdeckt wurde (obwohl er schon eher erste Platten-Aufnahmen aufzuweisen hatt). Als er dort einen 15 Jahre alten Song namens >>That's My Desie<< so völlig anders interpretierte, dass das Berg's-Publikum ihn gar nicht erkannte, war sein Glück gemacht. Von den einnahmen dieser Nummer 4-Hits konnte Laine seine auf 7000 Dollar angewachsenen Schulden begleichen, und schnell folgten weitere Erfolgs-Songs. Obwohl dem Jazz verbunden, sorgte der führende MERCURY-Stratege Mitch Miller - der die stimmliche Vielfalt des Newcomers entdeckte - für einen Schwenk zur populären Musik, versetzt mit Elementen des Folk und Western-Swing. Schon beider erste Zusammenarbeit >>That Lucky Old Star<< stürmte die Country-Charts, gefolgt vom noch gefeierterem >>Mule Train<< (der dann auch hiesigen Country-Fans ein Begriff sein sollte). Das soll zum Werdegang Laines genügen, der Anfang der Fünfziger zum Label COLUMBIA wechselte und hierzulande am ehesten durch seine Version von >>Do Not Forsake Me<< bekannt ist, die er 1952 - also im Jahr des Erscheinens von High Noon einspielte. Sie wurde auch der viel größere Hit als das Original, das im Western-Klassiker von Tex Ritter interpretiert worden war. Parallel zu seiner eigentlichen Karriere im Musik-Geschäft versorgte er später dann auch selbst zahlreiche berühmte Western mit stimmigen Titel-Songs: King Vidors Man Without a Star, Mervyn LeRoys Strange Lady in Town (beide 1955), John Sturges' Gunfight at the O.K. Corral, Delmer Daves' 3:10 to Yuma (1957) und schließlich - auch das mitteleuropäischen Hörern ziemlich vertraut - der Titel-Song zur TV-Serie >>Bonanza<< (gestartet 1959). Nach längerer Pause gab es weitere Kino-Engagements in Peter Bogdanovichs The Last Picture Show (1971), Mel Brooks' Blazing Saddles (1974) und sogar Martin Scorseses Racing Bull von 1980. Der auch sozial sehr engagierte und oftmals Kollegen in Not helfende Laine nahm seinen letzten Song kurz nach den Anschlägen des 11. September auf und widmete >>Taps/My Buddy<< den Männern der New Yorker Feuerwehr. Und seinen letzten Auftritt absolvierte er 2005 trotz ines kurz zuvor erlittenen Schlaganfalls beim Fernseh-Sender PBS. Er hatte es in seinem im Februar diesen Jahres erloschenen Lebens auf Welt-weit über 250 Millionen verkaufter Tonträger gebracht.
Ein seltenes Foto mit den Helden der PRC-Filme über >>The Texas Rangers<< (Anfang der Vierziger); rechts Guy Wilkerson, der bei Delmer Daves den Hotel-Rezeptionisten verkörperte. Unten links Richard Jaeckel, dem man seine 40 zum Zeitpunkt des >>3:10 to Yuma<<-Drehs kaum ansieht. (Fotos dieser Seite: Repro)
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Und also sprach
DAS DREHBUCH:
Yul Brynner: "Ich bin ein Verlorener."
Robert Fuller: "Rede doch keinen Unsinn, Chris. Jede gute Tat wird einmal belohnt."
(Aber wohl wirklich nur im Film - hier in Sach-
sen gibt's sowas nicht! Dialog aus >>Return of the Seven<< von Burt Kennedy; Szenen-Foto mit Fuller: sa-ex/TV.)
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