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++ Internationale Kritiker-Stimmen zu Bryan Singres "OPERATION WALKÜRE" ++

Einmal kein Shakespeare sein: Kenneth Branagh (rechts) als Henning von Tresckow in >>Operation Walküre<<.
Mick LaSalle für den SAN FRANCISCO CHRONICLE (Dezember 2008)
Dieses Tom Cruise-Spektakel, das ihn mit einer Augenklappe, einer fehlenden Hand und ihn in der Uniform eines deutschen Oberst zeigt, hat nichts grundsätzlich Lächerliches an sich. Aber das sagt nicht Alles über ihn und seinen aufrichtigen Verweis auf Claus von Stauffenberg als Anführer der als Entmachtung der Nazi-Regierung angedachten Verschwörung von 1944 und dessen inszenierten Putsch. Man könnte meinen, >>Valkyrie<< sei ein halbwegs unterhaltendes Drama über den Zeitpunkt, an dem Tom Cruise versucht, Hitler zu töten. Wer dies tut, könnte möglicherweise Freude an dem Film haben.
Cruise ist ein intensiver Schauspieler, aber diese Intensität neigt dazu, von Darstellung zu Darstellung gleichzubleiben. Die Eindringlichkeit des Ethan Hunt aus der >>Mission: Impossible<<-Reihe gleicht sehr der des seine Kinder retten wollenden Vaters aus >>War of the Lords<< oder jener des Kerls aus >>The Last Samurai<< und auch der des futuristischen Cops aus >>Minority Report<<. Es ist dies die Heftigkeit eines Mannes, der seine Augen zusammenzieht, seine Zähne zusammenbeißt und sagt: "Ja, das kann ich tun." Das ist die Fokusierung und der Sturmlauf eines Mannes, der nie ein Hindernis sah, das er nicht meistern konnte - vielleicht weil er in Wirklichkeit nie auf irgendein echtes Monument gestoßen ist. Cruises "Ich-kann-es-tun"-Bestimmung eckt bei allen Leuten an. Nicht bei mir. Ich mag das. Es ist sein eigen Ding, und es gehört zum Kino. Aber die Person Cruise deshalb in einen von Stauffenberg zu verwandeln, macht keinen Sinn. Nichts in Cruises Darstellung verrät den attraktiven Aristokraten, der kurz zuvor während einer Schlacht eine Hand verloren und ein Auge eingebüßt hat. Nichts suggeriert bei ihm den Überdruss des alten Europa, dessen seelischen Tribut an einen langwierigen Krieg oder auch einen Hass auf jene Monster, die sein eigenes Land zerstört haben.
Als Cruise schweigend die Situation einschätzt und seine Entscheidung fällt (ja, er wird dies tun und Alles für sein vaterland riskieren), erscheint er eher wie ein Darsteller, der einen riskanten Stunt ins Auge fasst: Ja und ja doch, ich werde von der Brücke springen, dabei einen unsichtbaren Sicherheitsgurt mit eingebauten Drähten tragend. Und falls die Leute von der Versicherung Ärger machen, sag ihnen, sie sollen meinen Agenten bei der CAA anrufen, und wir werden sehen, wer die Aufnahme machen wird. (CAA meint die Künstler-Agentur CREATIVE ARTISTS AGENCY im kalifornischen Beverly Hills/d. Red.).
(...) Insgesamt gesehen hat >>Valkyrie<< die Aura eines Prestige-Projekts, das sein gewünschtes Niveau niemals erreicht. Nicht nur in Nebenrollen treten große Mimen - wie Tom Wilkinson als doppelzüngiger Genreral Fromm und Bill Highy als schwankender General Olbricht - auf, sondern auch in den tragenden Parts: Eddie Izzard, Kenneth Branagh und Terence Stamp als Verschwörer sowie Thomas Kretschmann als der Offizier, der mit ihrer Zerschlagung beauftragt wird. Diese Schauspieler hatten ihre Rollen in dem Glauben übernommen, >>Valkyrie<< würde eine Menge Erfolg haben. Tatsächlich und trotz Cruise als von Stauffenberg. Ist Glaube nicht eine wunderbare Sache?"
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Anthony Lane für THE NEW YORKER (USA/Januar 2009)
"Der neue Film Bryan Singers vereinigt selbigen wieder mit dem Drehbuch-Autor Christopher McQuarrie, mit dem er bei >>Die üblichen Verdächtigen<< zusammenarbeitete. Kein Tat-Verdächtiger ist gebräuchlicher als Adolf Hitler, doch ist dies das erste Mal, dass Hollywood sich des Plots vom Attentat angenommen hat, welches 1944 auf ihn verübt wurde. Oberst Claus von Stauffenberg (Tom Cruise), vor Kurzem beim Feldzug in Nordafrika verstümmelt, kehrt nach Berlin zurück und macht gemeinsame Sache mit anderen desillusionierten Nazis. Als ihm der persönliche Zugang zum Führer (David Bamber) gewährt wird, glückt ihm das Platzieren einer Bombe, doch verfehlt diese ihr zu eliminierendes Ziel - stattdessen müssen die Verschwörer sterben. Die Mechanismen des eigentlichen Attentat-Versuchs werden mit Schwung und Raffinesse gezeigt; jedes kleine Hindernis bekommt die Färbung einer schwarzen Komödie.
Aber die erste Stunde des Films, in welcher der Plan ausgebrütet und über ihn gestritten wird, empfindet man als verwirrend. Und was den Film schließlich ganz hinunterzieht, ist die Behandlung seiner Neben-Charaktere, die nicht nur in ihrer Konzipierung schwach erscheinen (Singer, McQuarrie und Co-Autor Nathan Alexander annulierten die Liste der realen Verschwörer - trotzdem wurden noch zu viele in die Handlung aufgenommen), sondern auch schwer überzeichnet sind. Im Normalfall verlässliche Schauspieler wie Bill Highy und Tom Wilkinson sehen in ihren Uniformen beunruhigend aus, was eine Frage ihrer moralischen Einstellung sein könnte, sich jedoch als schlecht für das Vertrauen in den Film erweist. Auch Kenneth Branagh wirkt mit, und - als zumindest glaubwürdiger deutscher General in Bezug auf die Kriegs-Kunst - Eddie Izzard."
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Kirk Honeycutt für THE HOLLYWOOD REPORTER (USA/Dezember 2008)
Nachdem >>Valkyrie<< über Monate unter Verschluss gehalten wurde und der Kino-Start viermal verschoben wurde, hat M-G-M endlich die Vorhänge für ihren historischen Tom Cruise-Thriller hochgezogen, um eine gelassen-rationelle, unterhaltende und ehrliche Erzählung über den letzten von 15 Attentats-Versuchen auf Adolf Hitler zu präsentieren.
Dem bekannten Ausgang der Verschwörung entgegenwirkend, schafft es der mit seinem 1994er >>Die üblichen Verdächtigen<<-Autor Christopher McQuarrie wiedervereinigte Bryan Singer (am Drehbuch war außerdem Nathan Alexander beteiligt), die Spannung beizubehalten und in das sich entfaltende Komplott einzubeziehen. Aufgrund solcher Streifen über den II. Weltkrieg wie die ebenfalls im Dezember angelaufenen >>Defiance<< (Regie: Edward Zwick; mit Daniel Craig - Deutschland-Start für den 5. März vorgesehen/d. Red.) und >>Good<< (Regie: Vicente Amorim; mit Viggo Mortensen - noch kein Deutschland-Start/d. Red.) besteht kein Zweifel darüber, dass die Nazis für Film-Produzenten weiterhin gutes "Futter" abgeben.
Wie groß die Begeisterung unter den Kinogängern sein wird, bleibt eine andere Frage. Die Neugier darüber, Tom Cruise eine Augenklappe tragen zu sehen, dürfte anlässlich des Startes an Weihnachten anfängliche Menschenaufläufe garantieren. Aber trotz seiner oberflächlichen Ähnlichkeit zu Cruises äußerst populärer >>Mission: Impossible<<-Reihe ist >>Valkyrie<< kein Publikums-Renner dieser Größenordnung. Der Produktion sollte sich eines bescheidenen Erfolgs erfreuen können, aber da Cruises Karriere gegenwärtig als ins Stocken geraten angesehen werden muss, ist >>Valkyrie<< nicht jener Elektrostoß, den er zur Start-Hilfe benötigt.
Cruise spielt den Oberst Claus von Stauffenberg, die zentrale Figur des scharfsinnig geplanten Attentas und Putsch-Versuchs gegen den Nazi-Führer vom 20. Juli 1944. Eine beachtliche Anzahl von Menschen war darin involviert, und der Film reduziert dies verständlicherweise auf eine kontrollierbare Besetzung herunter. (Über 200 Mitwisser wurden im Zusammenhang mit der Verschwörung hingerichtet und rund 700 inhaftiert.)
Der Film beginnt damit, dass von Stauffenberg seiner Loyalität zum Führer abschwört, weil die vom obersten Deutschen begangenen mörderischen Gewalt-Taten die Ehre seines Landes und dessen Armee für immer beschmutzt haben. Das ist der Punkt, an welchem der Film sich beeilt, ein früher fehlgeschlagenes Attenat ebenso zu zeigen wie die ernsten Verwundungen von Stauffenbergs während der Kämpfe in Tunesien, seine Anwerbung ähnlich gesinnter Offiziere und das Platzieren jener Bombe in der "Wolfs-Schanze", mit der die Tötung Hitlers verfehlt wurde.
Der Film hätte eine vollkommenere Untersuchung der Motive jener Männer nötig gehabt, die willens waren, ihren obersten Befehlshaber zu eliminieren. Das Publikum weiß, warum wir des Bastards Tod zu sehen wünschen, aber warum tun das Deutsche? Von Stauffenbergs Rechtfertigung ist soweit in Ordnung, doch lässt sie sich auf die übrigen Verschwörer anwenden? Unklar bleibt, welche anderen Beweggründe von Stauffenberg angetrieben haben könnten, und nicht zuletzt bleibt offen, ob er sich als mögliches Oberhaupt eines Nachkriegs-Deutschlands gesehen hat.
Cruise, der in beinahe allen seiner früheren Filme eine dominante Hauptrolle spielte, kann das in diesem Streifen nicht wirklich. Er ist der Schlüssel-Spieler in einem Ensemble, aber er - wie begibt sich das? - passt sich ein. Offen gesagt bieten die Nachfolgenden ebenbürtige wenn nicht gar zwingendere Darstellungen: Kennteh Branagh als General-Major Henning von Tresckow - ein sogar noch größerer Enthusiast; solche vieldeutigen Figuren wie Tom Wilkinsons General Fromm oder Eddie Izzards General Fellgiebel; Terence Stamps General Beck, der bereits 1938 aus Protest gegen Hitlers militärische Aggression abdankte; und Bill Nighy als General Olbricht, welcher in einem entscheidenden Moment zögerlich war.
Der Putsch selbst, der dem Attentats-Versuch - von dem viele glaubten, dass er erfolgreich war - ermöglicht einen faszinierenden Einblick und viele "Was-wäre-wenn?"-Spekulationen, die auch lange nach dem Abspann fortdauern sollten. Sämtliche Einzelheiten sind überzeugend und vermutlich gründlich recherchiert. Der Streifen verfügt über eine an Dokumentationen erinnernde Authenzität und bleibt trotzdem ein schnittiger Thriller, angefüllt mit Fehler-behafteten Helden und Verhängnis-vollen Fehltritten.
Singer hat einen guten Film gemacht. Man wünschte sich nur größere Details - und ein anderes Ende.
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Xan Brooks für GUARDIAN (ENGLAND/Januar 2009)
Was wird aus einem Film-Star, dessen Karriere in Schwierigkeiten gerät und der Ruhm zu schwinden beginnt? Wenn dieser Film-Star klug ist, begibt er sich zu seinen Anfängen zurück, dabei neu anknüpfend an die Leidenschaft seiner ihn prägenden Jahre. Was hat ihn damals angetrieben? Was zuerst bestimmte sein Streben nach Größe? "Als ich noch ein Kind war, wolte ich immer Hitler umbringen", erinnerte sich Tom Cruise neulich: "Ich hasste den Kerl und Alles, wofür er stand."
Folglich ist >>Valkyrie<< nicht bloß Tom Cruises neuester Action-Thriller. Es ist die Erfüllung eines Traums; eine Kindheits-Phantasie in Reinkultur; ein Hollywood-Blockbuster, der Cruise eine Möglichkeit bietet, die ihm im Leben verwehrt blieb. Zwangsläufig hat er sie vermasselt.
In Bryan Singers Film spielt Cruise mit Claus von Stauffenberg jenen Wehrmachts-Oberst, der die Verschwörung vom 20. Juli 1944 anführte, um sein Vaterland zu retten. In einer Schlacht verwundet und eine schicke Augenklappe tragend, wächst in von Stauffenberg ein Überdruss am Krieg. Er möchte "der Welt zeigen, dass nicht alle Deutschen so sind wie Hitler". Er hasst den Kerl und Alles wofür er steht.
Der offenkundige Stolperstein ist hier, dass (Verderber!) von Stauffenberg den Führer nicht wirklich getötet hat. Der Plan schlug fehl und die Verschwörer wurden hingerichtet. Gespielt als Tragödie oder als krasse Studie gescheiterter Ambitionen, würde daraus kein Problem erwachsen. Abgesehen davon, dass Singer sich dafür entschied, >>Valkyrie<< als dicht konzipierten und spannenden Kriegs-Thriller zu gestalten, uns dabei einladend, unsere Zweifel zu begraben und den Ritt zu begleiten.
Die 1944er Verschwörung war auf jeden Fall teuflisch gut geplant und allgemein gut ausgeführt. Bei Singer erscheint sie dagegen mit Fehlern behaftet und von Anfang an töricht.
Aber was ist mit Singers Co-Verschwörer? >>Valkyrie<< zeichnet von Stauffenberg als den Arche-typischen "guten Deutschen", ein Muster an vornehmer Verdrossenheit.
Cruise wiederum - trotz all seiner Fähigkeiten als Schauspieler - zeigt diesen Enttäuschung nicht. In all den Qual-vollen Momenten des Zweifels, dem stetigen Starren in den Spiegel, ist sein von Stauffenberg im Grunde ">>Top Gun<< mit einer Augenklappe".
Des Films seltsamer Dialekte-Mix unterstreicht diese Einschätzung nur noch. Von Stauffenbergs Gefolgsleute werden von britischen Darstellern (Bill Nighy, Terence Stamp, Kenneth Branagh) verkörpert, die ihren Text mit englischem Akzent darbieten. Den schurkischen Nazi gibt der deutsche Akteur Thomas Kretschmann, der ein Englisch mit deutschem Akzent spricht. Und dann ist da - separat und abseits stehend - Cruise selbst, der seine Drehbuch-Zeilen in reinrassischem Amerikanisch abliefert. Er könnte außerdem direkt von einem alliierten Flugzeug aus in die Handlung abgesprungen sein: Ein Kampfes-lustiger Held Hollywoods, der entsandt wurde, um ein sehr europäisches Chaos zu bereinigen. Das konnte er als kleiner Knabe nicht schaffen, und er konnte es auch jetzt nicht in aller Gänze. Hitler 1 - Tom Cruise 0.
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Christoph Petersen für FILMSTARTS.DE (Januar 2009)
"Die Produzenten von >>Operation Walküre<< werden jetzt verklagt, weil sie für den Film jenen berühmten Hitler-Globus nachbauten, der bereits in Charlie Chaplins >>Der große Diktator<< eine tragende Rolle spielte. Damit haben sie angeblich gegen die Rechte des heutigen Besitzers des historischen Artefakts verstoßen. Dieser Vorgang zeigt nicht nur, dass Amerika noch immer eine Klage-wütige Nation ist, sondern auch, dass der Hype um >>Operation Walküre<< zunehmend nur noch Nichtigkeiten hervorbringt. Aber was soll's? Jede Publicity ist gute Publicity. Oder etwa nicht? Dass die dauernden Schlagzeilen um Dreh-Genehmigungen, Presse-Sperrfristen und -Ausladungen, Scientology und Bambis dem Stauffenberg-Drama eher schaden als nützen, hat einen ganz einfachen Grund: Der Film ist deutlich besser als sein miserabler Ruf. Dieser kleine, aber nichtsdestotrotz bedeutende Fakt droht nun leider in dem allgegenwärtigen Medien-'Ballyhoo', das fast ausschließlich Nebenkriegs-Schauplätze beackert, unterzugehen. Das würde aber weder Regisseur Bryan Singer, noch seinem Hauptdarsteller Tom Cruise, und erst recht nicht der deutschen Widerstands-Ikone Stauffenberg gerecht.
(...) Fazit: >>Operation Walküre<< verbindet ein penibel recherchiertes Kammerspiel mit der Optik früher 'Superman'-Comics. Das ist nicht immer hundertprozentig stimmig, aber durchweg spannend. Gerade für Fans von Regisseur Bryan >>The X-Men<< Singer ist der Film deshalb ein unbedingtes Muss."
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Sabine Schulz für das >>heute-Journal<< des ZDF (Januar 2009)
"Die Hollywood-Version vom Widerstand gegen Hitler: Weitgehend chronologisch und erstaunlich präzise erzählt der Film diese deutsche Geschichte. Tom Cruise als Claus Schenk Graf von Stauffenberg - die zentrale Figur. Beim Nordafrika-Einsatz 1943 wird Stauffenberg schwer verwundet. Und nur dadurch wird er zu einem Gegner Hitlers. Abgestoßen von dessen Greueltaten, schließt er sich dem Widerstand um Oberst Henning von Tresckow an. (Tom Criuse) 'Natürlich wollen wir das Publikum in erster Linie unterhalten; es ist ja ein Spielfilm. Aber wir wollten den Film auch so authentisch wie möglich machen und den Männern des Widerstandes gerechtwerden.' Stauffenberg weiß, was er riskiert. Er ist Vater von vier Kindern, als er sich aufmacht, Hitler zu töten. Seine schwangere Frau, Nina, kennt den Plan; später wird sie das fünfte Kind zur Welt bringen - die Tochter Konstanze. (Die heutige Konstanze von Schulthess höchstselbst): 'Ich bin sehr Kritik-bereit in diesen Film gegangen und war - muss ich sagen - dann doch positiv, sehr postiv überrascht.' Selten hat Hollywood ein deutsches Thema so ernst genommen. Hochkarätig die Besetzung, überwiegend mit britischen Charakter-Darstellern, aber auch deutschen Schauspielern. Detail-genau schildert der Film die Zwischenfälle und Pannen, an denen das Hitler-Attentat vom 20. Juli '44 letztlich scheitern wird. Das Highlight des Films: Die Stunden nach der Explosion in der 'Wolfs-Schanze', als für kurze Zeit Alles möglich schien. (Noch einmal Konstanze:) 'Kein lauter Film, und ich finde, in vielen Teilen ist er sehr subtil gespielt und sie haben sich 'ne ziemlich große Mühe gegeben. Und was mir gefallen hat ist auch, dass sie mit allen Charakteren doch Respekt-voll umgegangen sind.' Tom Cruise gibt einen ehrbaren und ernsthaften Stauffenberg, aber warum dieser Junge gerade so viele in seinen Bann zog, erschließt sich aus seiner kühlen Darstellung nicht; die Emotionen bleiben auf der Strecke. >>Operation Walküre<< ist ein handwerklich solider, ein seriöser Film. Nicht mehr, aber auch nicht weniger."
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Andrew Morton in seinem Buch "Tom Cruise - Der Star & die Scientology-Verschwörung"
"Wenn sich Scientology, so wie Flat Earth Society, damit begnügen würde, ein zurückgebliebener, auf sich selbst bezogener Verein zu sein, dann würden sie wenig Schaden anrichten. Aber dem ist nicht so. Die unermüdliche Expansion der Organisation und ihrer Tarn-Organisationen ist durch den Charme und die Überzeugungskraft ihres Titel-Helden ermöglicht worden, dessen modern wirkende Erscheinung, Bekanntheit und Freundlichkeit den totalitären Eifer dieser Glaubens-Gemeinschaft kaschieren. Wenn sich Kabarettisten über Tom Cruise lustigmachen, dann ist das vielleicht ein Witz auf seine Kosten - aber zugleich machen wir uns auch selbst damit lächerlich. Mehr als jeder andere Film-Star ist Tom ein Messias, der die Ängste und Zweifel unserer Zeit bricht und wiederspiegelt, der sich der uneingeschränkten Macht der Stars in der heutigen Welt bedient und unsere Neigung zu religiösem Extemismus und das unfassliche Ausmaß der Globalisierung ausnutzt."
"Von der Brücke springen ..." Tom Cruise (Mitte) beim Dreh von >>Operation Walküre<< - oder eben >>Valkyrie<<, wie es im original heißt. (Fotos dieses Beitrags, auch Ankündigungs-Seite: Repro)
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Und also sprach
DAS DREHBUCH:
Yul Brynner: "Ich bin ein Verlorener."
Robert Fuller: "Rede doch keinen Unsinn, Chris. Jede gute Tat wird einmal belohnt."
(Aber wohl wirklich nur im Film - hier in Sach-
sen gibt's sowas nicht! Dialog aus >>Return of the Seven<< von Burt Kennedy; Szenen-Foto mit Fuller: sa-ex/TV.)
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