+++ NEUIGKEITEN & INFOS aus der SA-EX-Kommune HASELBACHTAL +++

Einmal aus gänzlich anderer Perspektive beobachtet: Bau-Arbeiten am Dach der Bischheimer Kirche.
VOM GEMEINDERAT BIS ZUM VERANSTALTUNGS-KALENDER: HASELBACHTAL LEBT!
(sa-ex) Noch vor der Sommer-Pause konstituierte sich der neu gewählte Gemeinderat von Haselbachtal in Reichenbach; auch hier hatten - wie vielerorts - die Wahlen zum Teil erhebliche Veränderungen personeller Natur mit sich gebracht. Wobei diese hier im Dörflichen nicht zwingend gleichermaßen motiviert gewesen sein müssen wie etwa im benachbarten Kamenz, wo der CDU-Erdrutsch (alle 8 Union-Stadträte wurden abgeohrfeigt) eindeutig mit der Kreisgebiets-Idiotie zu begründen war. In den Gemeinden und Ortschafts-Räten geht der Trend ganz klar weg von den sogenannten Volks-Parteien, die sich über ihre eigenen Macht-Interessen hinaus einen Dreck um die Belange des Bürgers scheren. Wäre ganz nett und wichtig, wenn dieser Stimmungs-Wandel auch demnächst im Dresdner Landtag zur Geltung käme! Das 16-köpfige Gremium setzt sich nunmehr aus 9 Abgeordneten der "Bürger-Initiative Haselbachtal", 4 "Freien Wählern" und nur noch 3 CDU-Gefolgsleuten zusammen; zu den beiden Stellvertretern der Gemeindeamts-Chefin Margit Boden wurden der Lehrer Andreas Steglich sowie Diplom-Ingenieur Frank Habendorf (beide Bürger-Initiative) bestimmt. Zu den Wahl-Verlierern gehörten überraschend der Gersdorfer Bau-Ingenieur Lutz Müller sowie die beiden Christdemokraten Michael Kastner und Christel Postrach, während der Bischheimer Nachwende-Bürgermeister Hans-Günther Kuchta sowie Manfred Wolf (CDU) gar nicht mehr antraten. Trotz der vielen Wechsel gab es keinen Trend hin zu jüngeren Volksvertretern (was auch nicht sein muss, denn Politik braucht Erfahrung): Mit dem Reichenauer Rudolf Welk und dem Häslicher Friedrich Wehnert - beide Bürger-Initiative - können sich zwei Rentner neu in die dörfliche Gestaltung einbringen. Wir wünschen dem Gemeinderat bestmögliche Erfolge!
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Zügig voran schreiten die Bau-Maßnahmen an der Kinder-Tages-Stätte Bischheim, die seit dem Herbst 2008 im Gange sind und in seinem Mix aus Umbau, Sanierung und Neugestaltung im fertigen Zustand einen fulminanten Pracht-Bau in Aussicht stellen, der bereits beim jetzigen Anblick die Frage aufwirft, wieso die Gesamt-Kosten mit "nur" 1,7 Mio. Euro veranschlagt sind; der imposante Komplex aus - schon vorher vorhandenem - Flachbau und zusätzlichem Zwei-Etager sieht aus der distanziellen Perspektive irgendwie teurer aus. (Wo doch das Bauen in Deutschland generell als viel zu überteuert gilt.) Über einen Termin für Fertigstellung bzw. Übergabe herrscht bislang noch einige Unklarheit; ursprünglich waren die Tätigkeiten für eine Dauer von ca. zwei Jahren annonciert (also bis 2010) - ein Gemeinde-Mitarbeiter meinte allerdings kürzlich, dass die verschiedenen Gewerke auch deutlich eher fertigwerden könnten. Warum nicht ...
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Unglaublich viel Zoff und Stress bereitet hingegen die mit vielen Fehlern behaftete Schulnetz-Planung der christdemokratischen Freistaat-Führung. In einem offenen Brief wandte sich im Juni der "Förder-Verein KiTa und Schule e.V." unter Leitung von Ex-Direktorin Gundula Miehle an CDU-Landrat Harig und drückte darin seine Bestürzung darüber aus, dass "die zukünftigen Schüler der 5. Klassen unserer Schule (ergo Grundschule Gersdorf/d. Red.) auf fünf verschiedene Mittelschulen im Kreisgebiet verteilt werden sollen." Und weiter heißt es: "Vor zwei Jahren wurde die Mittelschule im Haselbachtal geschossen. Schon damals haben wir um eine Ausnahme-Genehmigung gebeten, um diese Schule im ländlichen Raum zu erhalten. Damals wurde uns versprochen, dass die Klassen-Verbände beim Wechsel in die Mittelschule nicht getrennt werden sollen. Diese Zusage hat nur zwei Jahre Bestand gehabt. Die Eltern und Schüler unserer 4. Klassen erfuhren erst kurz vor Ende des Schuljahres, dass nur noch zwei Kinder - weil die Geschwister schon die Pulsnitzer Mittelschule besuchen - von dieser Schule aufgenommen werden. Die übrigen Schüler müssen sich eine andere Mittelschule im Umkreis suchen. Wir finden es pädagogisch völlig verfehlt, Klassen-Verbände nach der 4. Klasse willkürlich auseinanderzureißen."
Freilich, der pädagogische Blickwinkel ist das Eine - die politische Sicht auf die Dinge eine andere: So, wie die Schulnetz-Planung der CDU eine einzige zum Himmel stinkende Sauerei darstellt, ist sie aber zugleich symptomatisch für Alles, was unter der korrupten Regierung Milbradt/Tillich gemacht wird. Auch der Kreisgebiets-Faschismus wurde ja auf ähnliche Art und Weise durchgeboxt - Versprechungen und Bestechungs-Millionen hier, Lügen und nochmals Lügen dort, dass es den bewanderten Journalisten nur noch wundert, wieso das Landtags-Gebäude am Elbufer unter der Last der Münchhausen-Weisheiten nicht schon längst zusammengebrochen ist. Natürlich gab es weder eine einzige Notwendigkeit für die Zeichnung neuer Territorial-Grenzen, und genauso gab es nicht den leisesten Zwang für den Kahlschlag bei den Bildungs-Einrichtungen hier in der "Provinz". Schon haben wir nämlich die von den Parlamentariern oft zitierte demographische Talsohle durchschritten, werden die Schüler-Zahlen - und damit die sächsische Bevölkerung generell - wieder mehr. Wenn der CDU-Idiotie nicht bald Einhalt geboten wird (schon bei der kommenden Landtags-Wahl möglich!), werden künftigere ABC-Schützen aus Reichenbach irgendwo bei Niesky eingeschult ... "FaGaunaWidu"-Landrat Harig, der jetzt leider nicht abgewählt werden kann (die offensichtlich "getürkten" Kommunal-Wahlen waren ja erst 2008), wird über das Schreiben des rührigen Gersdorfer Vereins in seiner typisch großkotzigen Art hinweglächeln. So wie sein noch ein paar Niveau-Stufen tiefer anzusiedelnder Dezernent Steffen Domschke (logischerweise ebenfalls CDU), der die Beschwerden von Bürgermeisterin Margit Boden zur gleichen Problematik brüsk und ohne jedes glaubwürdige Argument zurückgewiesen hatte. Von Konsens-Fähigkeit und Einsicht in schwerwiegende eigene Fehler ist bei den Unions-Jüngern hier im Freistaat nichts zu entdecken; stattdessen diktieren Macht-Missbrauch und Herrschsucht bis hin zum Hitlerismus das Tun und Treiben des sächsischen Ablegers der Merkel-Partei. Pfui und nochmals pfui! Noch einmal Vereins-Chefin Miehle: "Es ist ersichtlich, dass unsere 'Dorf-Kinder' nur noch Klassenfüller zum Erhalt städtischer Schulen sind und hin- und hergeschubst werden. Eine Folge davon ist die Beeinträchtigung der Zusammenarbeit und des Zusammengehörigkeits-Gefühls der Bürger unserer Gemeinde ..." Besser hätten wir vom SA-EX das auch nicht formulieren können. Nur: Glaubt denn irgendwer zwischen Möhrsdorf und Reichenau, dass ein Realitäts-Ignorant wie Harig oder dessen noch unfähigerer Lakai Domschke auf so viel Ehrlichkeit und Herz-Blut eine vernünftige Antwort haben? Zurückschreiben wird der Landrat aus dem sibierisch fernen Sohland vermutlich, aber es wird weder das Papier noch die Tinte wert sein, was dort dann zu lesen steht. Wir leben in einer verkehrten Welt, denn wir haben die Falschen gewählt ...
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Erfreulicheres aus der Bischheimer Kirchgemeinde: Dort kann trotz Wirtschafts-Krise voller Stolz auf das in Sanierung befindliche Gotteshaus geblickt werden. Laut Gemeinderat und Kirchen-Vorstand Hartmut Schöne ist es einem großzügiges finanziellen Entgegenkommen der ausführenden Firmen zu verdanken, dass eben nicht nur das überfällige Dach erneuert wird, sondern gleichzeitig der schadhafte Außenputz. Grund zu etwas Zufriedenheit und Gelassenheit, die dann auch das Gemeinde-Fest am 9. August prägten; bei herrlichstem Sommer-Wetter gastierte das Radebeuler Kerija-Theater mit dem 3-Personen-Stück (plus einer Hintergrund-Stimme) "Ich suche einen Freund" im Garten des Gersdorfer Pfarrhaus-Anwesens. Marian Ziel, der das 40-minütige Werk verfasst hatte, agiert als Kasper, der sich ebenso auf die Suche nach einem treuen Kumpanen begibt wie der König (Lutz Beyer), aber irgendwie weder mit "Protzo" noch mit dem vor sich hin explodierenden Fernseher "Robo" (beide Rollen: Maria Schellenberg) klarkommt. Bis die Erkundungen eingestellt werden können, weil ja "Freund" Jesus immer in der Nähe und zuverlässig obendrein ist. Witzig gemacht ist das Ganze allemal, und auch das Publikum - besonders ein gewisser "Bum-Bum" - wurde ordentlich mit einbezogen. "Kerija" (was übrigens soviel wie "bekanntgeben" oder "verkünden" bedeudet) gibt es seit 1988 und ging aus der an kleineren Stücken interessierten Jungen Gemeinde der Luther-Kirche Radebeul hervor. Heute verinnerlichen die insgesamt immerhin 36 Ensemble-Mitgliedern, die ergo über mehrere Aufführungen verteilt sind, das Credo: "Christliches Theater in aller Vielfalt und Tiefe". Das darf nach dem Gesehenen durchaus unterschrieben werden.
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Mal wieder viel Verkehr in der Ortslage, und das schon geraume Zeit: Die Dresdner Niederlassung des im Verkehrswege-Bau führenden Unternehmens EUROVIA (das wiederum eine Tochter des VINCI-Konzerns) hat im großen Stil mit der Verfüllung des sogenannten "Reifenlochs" an der Häslicher Berg-Straße begonnen. Das einst zum VEB LAUSITZER GRANIT gehörende Terrain war in den Neunzigern zu einem Umwelt-Schandfleck verkommen, weil Unmengen von Alt-Pneus dort abgelagert wurden. Erst im Jahr 1998 gelang es dem Regierungs-Präsidium, die Planungen und Genehmigungen für die Verkippung zu erlassen, die dann aber nochmals aktualisiert werden mussten. Vor dem eigentlichen Start stand eine Abpumpung des Grundwassers und dessen über einen Vorfluter geregelte Einleitung in den Haselbach. "Nach anfänglicher Verkippung der Massen vom Bruch-Rand wird die Möglichkeit geschaffen, das Schüttgut bis auf die Bruch-Sohle zu befördern, um es dort schichtenweise einzubauen und zu verdichten. Die Verfüllmassen werden aus unserer Region (zur Zeit Gewerbe-Gebiet Großröhrsdorf) herantransportiert. Aus der heutigen Sicht wird mit einer Verfüllzeit des gesamten Bruches von vier bis fünf Jahren gerechnet. Entsprechend den Anordnungen wird die Oberfläche zum Abschluss der Maßnahme rekultiviert", teilt die Gemeinde Haselbachtal auf ihrer Homepage mit. Die Anwohner der Berg-Straße sind dem Vernehmen nach über den starken Zubringer-Verkehr "not amused", doch kehrt mit dem Ende dieser Maßnahme dann endgültig Ruhe in den einst vom Granit-Abbau geprägten Orts-Teil der Westlausitz-Kommune ein; noch Anfang der Neunziger war das Unternehmen AMAND - die ebenfalls am Steinbruch "Luise" aktiv werden wollte - auch mit Volkes Protest zugunsten des EDELSTAHL-LASER-TECHNIK GmbH abgewiesen worden.
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Zum Abschluss noch ein paar kommunale TERMINE:
o8.o8. - Schauspiel "Der Parasit" (Natür-Bühne Reichenau, 20 Uhr)
15.o8. - (auch 16.o8.) Garten-Fest der Kleingarten-Anlage "Am Lindenberg" (Gersdorf)
15.o8. - Schauspiel "Münchhausen Junior" (Natur-Bühne Reichenau, 20 Uhr)
16.o8. - Kreisliga-Fußball mit SV Haselbachtal vs. Crostwitz (Sportplatz Reichenbach, 15 Uhr)
18.o8. - Frauen-Treff des "Heimat-Vereins" (Vierseit-Hof Häslich)
22.o8. - "Tag der offenen Tür" der FFw Gersdorf (Feuerwehr-Haus Schrebergarten-Weg, ab 10 Uhr)
23.o8. - Orgel-Orchester-Konzert mit HELGA FEHR u.a. (Kirche Bischheim, 16 Uhr)
23.o8. - Schauspiel "Münchhausen Junior" (Natur-Bühne Reichenau, 16 Uhr)
26.o8. - Öffentliche Sitzung des Gemeinderates (Grundschule Gersdorf, 19.30 Uhr)
29.o8. - Schauspiel "Der Parasit" (Natür-Bühne Reichenau, 20 Uhr)
30.o8. - Kreisklassen-Fußball mit SVH II gegen Thonberg (Sportplatz Reichenbach, 13 Uhr)
30.o8. - Ausstellungs-Eröffnung mit Malereien von ANDRE UHLIG (Kultur-Mühle Bischheim, 14 Uhr)
30.o8. - Kreisliga-Fußball mit SV Haselbachtal vs. FC Dyntreue (Sportplatz Reichenbach, 15 Uhr)
30.o8. - Schauspiel "Münchhausen Junior" (Natur-Bühne Reichenau, 16 Uhr)
o4.o9. - "WIWA - die Schlager-Show" mit RALF & JENS aus Leipzig (Kultur-Mühle Bischheim, 20 Uhr)
o5.o9. - 3. "Swim & Run" im Steinbruch "Luise" (Berg-Straße Häslich, 15 Uhr)
o5.o9. - "WIWA - die spanische Travestie-Dinner-Show" aus Leipzig (Kultur-Mühle Bischheim, 19 Uhr)
o5.o9. - Schauspiel "Münchhausen Junior" (Natur-Bühne Reichenau, 20 Uhr)
o6.o9. - Schauspiel "Der Parasit" (Natür-Bühne Reichenau, 16 Uhr)
10.o9. - Frauen-Treff des "Heimat- und Museums-Fördervereins" (Heimat-Haus Reichenau, 15 Uhr)
11.o9. - Binden der Ernte-Kränze und des -Bogens (Pfarrhof Bischheim, 18 Uhr)
11.o9. - "(K)eine Travestie-Show" mit DAPHNE DE LUXE (Kultur-Mühle Bischheim, 20 Uhr)
12.o9. - Foto-Ausstellung "Meine Heimat - mein Zuhause" (Heimat-Haus Reichenau, 14-18 Uhr)
12.o9. - HVS-Pokal Handball mit HVH III vs. TuS Leipzig-Mockau (Gymnasiums-Halle Kamenz, 15 Uhr)
12.o9. - Sachsen-Pokal Handball mit HVH II gegen HSG Freiberg (Gymnasiums-Halle Kamenz, 17 Uhr)
12.o9. - Schauspiel "Der Parasit" (Natür-Bühne Reichenau, 20 Uhr)
12.o9. - "(K)eine Travestie-Show" mit DAPHNE DE LUXE (Kultur-Mühle Bischheim, 20 Uhr)
13.o9. - Foto-Ausstellung "Meine Heimat - mein Zuhause" (Heimat-Haus Reichenau, 10-18 Uhr)
13.o9. - Erntedank-Fest (Kirche Bischheim, 10.15 Uhr)
13.o9. - Konzert zum 50. Orgel-Jubiläum mit Kantor RUDI MERZ (Kirche Gersdorf, 16 Uhr)
18.o9. - Kabarett "stink normal" mit CLEMENS WACHENSCHWANZ (Kultur-Mühle Bischheim, 20 Uhr)
19.09. - "Ein bisschen Sex muss sein" mit DORIT GÄBLER (Kultur-Mühle Bischheim, 20 Uhr)
20.o9. - Kreisklassen-Fußball mit SVH II gegen G/W Schwepnitz II (Sportplatz Reichenbach, 13 Uhr)
20.o9. - Ernstedank-Fest (Kirche Gersdorf, 14 Uhr)
20.o9. - Sachsen-Oberliga Handball mit HVH vs. CoDelitzsch JT (Gymnasiums-Halle Kamenz, 17 Uhr)
(Zum Landes-Erntedank-Fest in Bischofswerda wird am 12. und 13. September jeweils ab 14.30 Uhr auch der "Heimat-Verein Haselbachtal e.V. hinter der Katholischen Kirche "Schiebocks" präsent sein.)
Verfüllung des Häslicher "Reifenlochs": Das Kettenfahrzeug hat rund um die Uhr zu tun. (Fotos dieser Seite: SACHSEN-EXPRESS/F.H.)