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FUSSBALL: Münchner Bayern mit Glück im CL-Viertelfinale
(18/02/10) Wer kennt schon dieses 17-jährige Greenhorn? Seit Dienstag-Abend vermutlich halb Europa: David Alaba (Foto: Repro) wurde von Bayern-Coach Louis van Gaal wegen der personellen Engpässe in der Deckung beim Achtelfinal-Rückspiel der Champions League zum Einsatz gebracht, was zumindest für Münchner Verhältnisse einen neuen Rekord darstellt. Am gebürtigen Wiener lag es nicht, dass der deutsche Rekord-Champion im altehrwürdigen, darüber hinaus von übel-launigem Wetter heimgesuchten "Stadio Artemo Franchi" um Haares-Breite am Abgrund wandelte; einige Kommentatoren hatten mit Blick auf den desolaten 10. Tabellen-Rang der Violetten aus der Toskana in der Serie A die falschen Schlüsse gezogen -der internationale Wettbewerb mit dem günstigen Auswärts-Treffer und der vermeintlichen Abseits-Stellung bei Miroslav Kloses Hinspiel-2:1 mussten Zwangs-logisch enorme Kräfte bei der Elf von Claudio Cesare Prandelli freisetzen, und in der Tat führten Fehler von Hans Jörg Butt, Daniel Van Buyten und Philipp Lahm zum beängstigenden 2:0 der "Fiorentina" (Vargas/28. und Jovetic/54.). Dann aber folgten verrückte fünf Minuten mit Einnetzern durch Mark van Bommel (60.), nochmals Stevan Jovetic (64.) sowie Arjen Robben (65.), und das Star-Ensemble von der Isar war dank der Auswärts-Treffer-Regelung gerettet. Schnell den Mund abputzen und zur Tagesordnung übergehen ... andere Top-Teams des Kontinents werden solche Schnitzer kaum ungesühnt lassen! Im anderen Dienstag-Clinch fegte der FC Arsenal die bemitleidenswerten Portugiesen vom FC Porto glatt mit 5:0 aus dem "EMIRATES Stadium"; als 3-facher Torschütze konnte sich der Däne Nicklas Bendtner auszeichnen. Anbei die Statistiken und auch noch die fehlenden Ergbnisse der Sonntag-Partien des nationalen wie regionalen Fußballs.
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HANDBALL: SG Rödertal kapituliert vor Neustädterinnen
(08/03/10) Ein Bild mit Symbolcharakter: Rödertals Trojägerin Jurate Kiskyte (rechts) wird erfolgreich am Wurf gehindert und hätte wohl auch in der blockenden Marta Adamkova (Nr. 5) ihre Meisterin gefunden; "Biene" Nadine Rost blickt entgeistert zur Seite (Foto: SACHSEN-EXPRESS/F.H.). Das Finale um die Frauen-Krone im Freistaat wurde nach ebenso ausgeglichener wie rasanter erster Halbzeit zu einer überraschend einseitigen Angelegenheit - nur nicht nach dem Geschmack der Mehrzahl in der mit 700 Besuchern total ausverkauften Radeberger Halle, denn mit einem 20:25 (12:12) verspielte der "Neuling in Anführungs-Strichchen" die relativ sicher geglaubte Meisterschaft. Nicht die Niederlage gegen hochmotivierte Wessel-Schützlinge an sich, aber das "Wie" irritierte; es wird Einiges aufzuarbeiten geben, natürlich auch aus journalistischer Warte. Derweil reifen in den anderen Ligen ebenfalls die Entscheidungen heran. Bei den Herren der Schöpfung steht mit der DHfK der Champion so gut wie fest, und da sich Stadtrivale SG LVB eine Etage höher mit einer Niederlage in Deizisau weiter in Richtung Abstieg manövriert hat, hält der dopppelte "Fahrstuhl-Effekt" im messestädtischen Männer-Handball also weiterhin an. Das kann man belustigend finden, oder einfach nur Kopf-schüttelnd zur Kenntnis nehmen. Schon am kommenden Sonntag könnten allerdings die ersten echten Sekt-Korken in einer der sechs Top-Ligen des Freistaates fliegen, übrigens gleich um die Ecke in Pulsnitz: Der Vorsprung von Koweg Görlitz ist in der Verbandsliga Ost so immens, dass die Neißestädter bei einem Sieg über die Abstiegs-bedrohten Bretnig-Hauswalder auch rechnerisch nicht mehr einzuholen sind. Spannend bleibt es dagegen im West-Tableau, wo Plauen-Oberlosa nach der Niederlage bei der SG LVB-Zweiten wieder hinter die Zwickauer rutschte. "Trabbi"-Städtele würde sich damit Eindrucks-voll auf der Handball-Bühne zurückmelden, zudemal beim schönen Geschlecht der SV Chemie mit fünf Zählern Vorspung führt und kaum noch zu stellen sein dürfte. Hier macht im Ost-Ranking der VfB Bischofswerda die Pace, der aber am kommenden Wochenende noch den schweren Gang zu Verfolger SC Riesa II zu bestreiten hat. Alle Resultate und Tabellen der gehobeneren Spielklassen gibt es wie gewohnt im Anhang.
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OSCAR: Krieg schlägt Computer-Tricks, aber nicht die Krise
(08/03/10) Hollywood hat gesprochen: Es sollte bei OSCAR 2010 alles noch besser, noch pompöser, noch triumphaler einherkommen und damit übertüncht werden, dass die amerikanische Film-Industrie in der schwersten Krise ihrer Historie steckt. Aber so viel ölige Farben hätte wohl nicht einmal der arme Henri de Toulouse-Lautrec in seinem Atelier gehabt, um diesem Ansinnen auch nur einigen Erfolg zu bescheiden. Ein Kriegs-Spektakel trat gegen Computer-Kitsch an, und das Ganze auch noch - wie erst jetzt so richtig gewürdigt wurde - als Duell zweier Regie-Fachkräfte mit gemeinsamer Bett-Vergangenheit: Am Ende schlug Kathryn Bigelow (>>The Hurt Locker<<) ihren Ex-Gatten James Cameron (>>Avatar<<) um Längen - so richtig angehoben hat das jedoch niemand; den Trend dieser Entscheidung hatten eh schon die in künstlerischen Dingen gegenüber Amerika gewiss um Nuancen begabteren Briten mit ihren BAFTAs vorgegeben. Christoph Waltz bekam seinen Nebenrollen-Award mit "Ansage", und Hauptdarstellerinnen-Queen Sandra Bullock (für >>The Blind Side<<) schien geradewegs aus einer Farm für Gesichts-Verunstaltungen eingeflogen - ausgerechent die Bullock, die es nun wirklich nicht nötig hätte. Hollywood am Abgrund. Nichts an dieser Nacht konnte überraschen und noch weniger das Welt-weite Interesse mit Rekord-Quoten rechtfertigen, das Jahr für Jahr zu verzeichnen ist, obwohl allein schon die Vorstellungen der einzelnen Kategorien mit blödsinnigster Schablonenhaftigkeit vorgetragen werden. Und selbst die Kommentierungen der Ergebnisse werden von Fall zu Fall stumpfsinniger; erst heute früh philosophierte ein vermeintlicher deutscher Experte mit Blick auf das mit sechs Statuetten behangene Bigelow'sche Drama um Bomben-Entschärfer im Irak vom "Triumph des unbequem Realen über eine unreale Phantasie-Welt." Tja, da fällt dem profaneren US-Kenner nur der legendäre Ausspruch eines Sam Fuller ein (der auch Kriegs-Filme gedreht hat und dazu schon deshalb befähigter war, weil er den damit verbundenen seelischen Horror bei der Befreiung eines relativ kleinen Konzentrations-Lagers im heutigen Tschechien "live" miterlebt hatte), welcher lautete: "Um das wahre Grauen des Krieges zu vermitteln, müsste man ein Maschinengewehr im Kino aufbauen und eine Salve ins Publikum feuern!" Heißt also, dass es Realität in einem solchen Kontext niemals geben kann noch wird, wie auch generell aus dem einstigen Leinwand-Mekka nichts Berauschendes mehr zu erwarten ist. Die guten Filme dieser Welt sind alle schon gedreht, hatte Peter Bogdanovich einst gesagt, und beim Allmächtigen - er sprach wahr! Mit den schwachen Werken der Gegenwart verkommt auch der begehrteste Cinema-Preis dieses Planeten zum Trost-losen Langweiler. Man kann es noch einen Zacken zynischer ausdrücken: Das Pentagon sollte endlich wieder eine "echte" militärische Invasion durchführen - die letzte OSCAR-Verleihung von hohem Unterhaltungs-Wert war jene von 2003, als die Bush-Krieger gerade Richtung Bagdad stapften. Nicht, dass die damaligen Produktionen sonderlich besser waren. Aber es gab köstliche Kamera-Einstellungen von zum Teil sehr dämlichen Publikums-Gesichtern nach unerwarteten Antikriegs-Statements. Was die inzwischen 58-jährige Kathryn Bigelow (im Repro-Foto oben links neben Barbra Streusand) wohl vor nunmehr auch schon wieder sieben Jahren gedacht und gemacht haben mag ...
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FUSSBALL: "Poldi" trifft wieder + SV Einheit wieder spitze
(07/03/10) Überreaschendes paasssierte gestern in der Bundesliga: Hannover 96 kann doch noch gewinnen, ertrotzte sich ein 2:1 beim SC Freiburg. Und Lukas Podolski kann sogar noch treffen - der einstige Edel-Stürmer, dessen Stammplatz-Garantie in der Nationalmannschaft heftigst umstritten sein sollte, schaffte seinen sage und schreibe zweiten Saison-Treffer! Der genügte aber, um die Bayern zu ärgern, denen das 1:1 in der Karnevals-Hochburg schon wieder die Tabellen-Führung kosten könnte, falls Leverkusen heute in Nürnberg obsiegt. Dass die Drittliga-Partie Dynamo Dresden gegen Dortmund II wegen Zuschauer-Bedenken abgesagt wurde, sollte langsam mal die Bau-Überwachung auf den Plan rufen: Was nutzt die beste Rasen-Heizung bei ein paar Flöckchen Schnee, wenn trotzdem nicht gekickt werden kann? Abgesagt wurden in den unteren Ligen auch wieder etliche Begegnungen des Nachholer-Wochenendes; gegen das Runde getreten wurde hingegen in Oppach, wo sich Gastgeber FSV zu einem kärglichen 1:0 über die SG Wilthen mühte. Oben eine Szene mit Gäste-Akteur Stefan Ulbricht und Georg Ginzel (links/Foto: Sachsen-Express/F.H.). Das einzige Tor der recht hektischen Veranstaltung markierte Vladimir Jindrich per Strafstoß. Der Tscheche war vorher in Diensten von Einheit Kamenz, und auch die Lessingstädter waren gestern am Ball, fertigten den als erster Landesliga-Absteiger quasi feststehenden SV Bannewitz mit 5:1 ab - und thronen wieder auf dem Platz an der Sonne. Anbei alle Resultate vom Samstag.
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HANDBALL: Frauen-Oberliga vor dem Top-Spiel in Radeberg
(05/03/10) Mit etwas Verspätung haben wir den obligaten Handball-Bericht der Woche nun auch in den PARKETT-NEWS hinterlegt; die Olympiade hatte nachgeradezu Zwangs-logisch für ein paar Verschiebungen gesorgt. Aber wenn die hochkarätig überbesetzten SäZ-Redaktionen von der Frauen-Partie Grün-Weiß Elstra kontra HVH gleichwohl erst am Donnerstag berichten, dann machen wir als deutlich kleineres Imperium gewiss nichts verkehrt. Dessen ungeachtet streben wir selbstverständlich wieder einen zeitigeren Lese-Genuss für alle Freunde des Parkett-Zaubers an. Zudemal im Zusammenhang mit dem anstehenden Wochenende inklusive des Mega-Hits der weiblichen Oberliga zwischen der SG Rödertal-Weinböhla und dem HC Sachsen Neustadt-Sebnitz, das den Titelkampf definitiv vorentscheiden wird. Vom "Spiel der Spiele" philosophiert es von Seiten der Westlausitzer nicht zu Unrecht; gespannt sein darf man lediglich darauf, ob die Radeberger Halle tatsächlich erstmals ausverkauft sein wird und wie es um die Stimmung bestellt ist, denn bisher gab es noch nicht allzu Berauschendes zu erleben - Kunststück, putzten doch die "Bienen" ihre Gegnerinnen in Serie und ohne nennenswerten Widerstand. Das wird am Sonntag ab 17 Uhr per definitionem anders sein: Das Hinspiel war ein Mega-"Kracher" mit tollem Sport und am Ende unentschiedenen Ausgang (26:26). Beide Mannschaften nehmen sich nicht wirklich viel, selbst noch in der Frage gegenseitiger Bluffs. Vor dem Hinspiel hatten sich die blau-gelben Wessel-Schützlinge in Oschatz eine Pokal-"Klatsche" abgeholt, und unlängst kopierte die SG diese "Taktik", ließ sich in Marienberg den Frack versohlen. Alles nur Staffage - 60 heißeste Minuten auf höchstem Niveau bleiben zu erwarten. Die für ihre extreme Boshaftigkeit bekannte Homepage der Neustädterinnen hielt sich diesmal um Nuancen zurück (abgesehen vielleicht von "sehr hoch aufgehängte Kirschen" des Tabellenführers) und brilliert stattdessen nur mit einem winizgen Fehler: Bei "2 Biggest aller bisherigen Big Points" ist "biggest" selbst im Englischen als Adjektiv anzusehen und desderwegen kleinzuschreiben! Die Öffentlichkeits-Präsentation der SG wartete demgegenüber mit einer überraschenden Mitteilung bezüglich der Zusammenarbeit des Vereins mit der sächsischen Polizei auf; was das für einen tieferen Sinn machen soll, weiß eigentlich nur der Kuckuck - die werden doch übermorgen nicht etwa Handball in Handschellen spielen wollen, oder? Statt mit dem besten Journalisten der Region wird eben mit der uniformierten Ordnungs-Macht kooperiert - soll uns jedoch vollkommen egal sein; wir befinden uns eh auf Abschieds-Tour, werden diesen letzten oder auch vorletzten Leckerbissen in Sachsens Hallen (geplant ist unsereseits auch noch das Zweitliga-Derby der Männer im erzgebirgischen Aue) dennoch nicht verschmähen. (Foto oben aus dem Hinspiel: SACHSEN-EXPRESS/F.H.)
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Und ewig dreht sich der Kreis aus Macht und Korruption ...
(05/03/10) Frostig ist es geworden in dieser Welt, nicht nur in Bezug auf die Temperaturen. Auch der internationale Umgangston verinnerlicht eigentlich immer mehr, wieso der Kalte Krieg zwischen Ost und West auch noch im dicksten Sommer so und nicht anders tituliert wurde. Da droht Libyen der Schweiz und die Türkei den Vereinigten Staaten (?), und selbst innerhalb diverser Staats-Grenzen geht es drunter und drüber, dass die Wände (und manchmal eben auch die Erdschichten) wackeln. Beispiel Ukraine: Da hat sich der eher dem kreml denn einem Beitritt zur NATO wohlgesonnene frühere Premier-Minister Viktor Yanukovych (Foto: Repro) bei der Stichwahl um das Präsidenten-Amt am 7. Februar knapp gegen Erzrivalin Yulia Tymoshenko duchgesetzt und in die Kiewer Macht zurückkatapultiert, da brennt es Lichter-loh am Dnjepr. Erst wollte die Geschlagene das Votum wegen Betrugs nicht anerkennen (nun gut: wo wird bei Wahlen heutzutage nicht beschissen ...), dann verhedderte sie sich auch noch in einem Misstrauens-Votum, das negativ ausging und den Verlust des Regierungs-Vorsitzes mit sich brachte. Grund dafür wiederum war der Dritte im Bundes des ewigen Preis-Skats um die Macht im 46 Millionen-Ländle, Viktor Yushchenko, der mit seinen Getreuen die einst "orangene" Koalition verließ. Da wird gepokert, schlimmer als im alten Rom, und der Stabilität auf dem europäischen Kontinent sind solche Rochaden bestimmt nicht dienlich. Zumal sich Yanukovych der schlimmsten Krise seit dem Zusammenbruch des Sowjet-Reiches gegenübersieht. Was zwei Dinge beweist: Erstens müssen Frauen im Chef-Posten nicht zwingend besser als Männer sein, und Zweitens ist es in vielen Nationen dieser Erde vollkommen egal, wer da am Ruder des Regierungs-Lenkens sitzt - erst einmal die Macht erobert, wird der selbe korrupte Filz wie beim Vorgänger installiert, nur mit anderem Personal. Wer auf diesem Planeten noch ehrlich und redsam ist oder in Fugen an die Sittlichkeit von Politikern glaubt, sollte sich langsam aber sicher die Kugel geben ...
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FUSSBALL: Deutsche starten mit Niederlage ins WM-Jahr
(04/03/10) Sein Debüt im Nationaldress hatte sich Thomas Müller vom FC Bayern München - hier links im Zweikampf mit seinem Vereins-Kameraden Martin Demichelis (Foto: Repro) - sicher anders vorgestellt: In heimischer Umgebung verlor die Auswahl des DFB ihr erstes Match in 2010 mit 0:1 gegen den Erzrivalen aus Argentinien. Den entscheidenden Treffer markierte der bei Real Madrid unter Vertrag stehende Gonzalo Gerardo Higuaín in der 45. Minute, als er eine Unstimmigkeit zwischen Per Mertesacker und Torhüter René Adler gekonnt ausnutzte und aus größerer Entfernung ins leere Tor einschob. Überbewertet müssen Spiel und Ergebnis gewiss nicht werden - wir Fachleute wissen seit vielen Jahren um die horrende Diskrepanz zwischen Test- und Turnier-Leistungen. Auch übertriebene Schuldzuweisungen an Adler sind völlig fehl am Platze - dem Bremer Innenverteidiger gehört mindestens die Hälfte der Schuld am Einnetzer der "Gauchos", die zuvor schon durch Ángel di María die Querlatte des deutschen Aluminium-Rechtecks getestet hatten. Die von Diego Maradona betreute "Albiceleste" mag über weite Strecken das bessere Team gewesen sein; von der Güte der Pekerman-Elf anno 2006 ist sie noch um Etliches entfernt. Geringfügig verwundern musste allerdings der gar zu geringe Angriffs-Schwung der "Löwlinge" - hier machten sich die Form-Krisen eines Lukas Podolski und die fehlende Spiel-Praxis eines Miroslav Klose aber Knall auf Fall bemerkbar. Erst mit der Einwechslung des zurzeit einen hervorragenden Lauf habenden Jeronimo Claudemir "Cacau" da Silva kam so etwas Ähnliches wie Gefahr für dem Gehäuse der Südamerikaner auf. Aber wie gesagt: Grau ist alle Theorie - in etwas über drei Monaten sieht die Fußball-Welt ganz anders aus. Dann werden auch Silvia Neid und ihre Frauen-Team die 2:3-Niederlage im Finale des "Algarve-Cups" verschmerzt haben, zudemal es Verletzungs-bedingt eine Reihe von Umstellungen gegeben hatte, während Kontrahent USA mit konstanter Besetzung zum nunmehr siebten Triumph in Südportugal marschierte. Richtig weh tat am Dienstag das 2:2-Remis der U 21-Auswahl gegen Island, deren Chancen auf die Qualifikation zur EM-Endrunde dadurch faktisch gen Null tendieren. Schlimmer noch: Eine Nicht-Teilnahme an der Europameisterschaft bedeutet gleichzeit das Aus für Olympia 2012 in London - damit hätte sich der Ruhm der jüngsten kontinentalen Titel auf dem Nachwuchs-Sektor aber ziemlich schnell verflüchtigt. Anbei eine Reihe von Statistiken zum internationalen Geschehen dieser Wochen-Mitte.
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HANDBALL: HSV wirft Meisterschafts-Vorteil einfach weg
(03/03/10) Während wir noch mit der Aufbereitung des vergangenen Handball-Wochenendes zu tun hatten, begab sich Bundesliga-Spitzenreiter HSV Hamburg am Dienstag in die Total-Blamage und kassierte in der heimischen "COLOR LINE Arena" eine katastrophale 31:39-"Klatsche" gegen den VfL Gummersbach. Jeder Sachverständige konnte freilich auch erkennen, dass die komplette Arbeits-Verweigerung der Hanseaten mit Gründen jenseits des Spielfeldes zu tun gehabt haben muss, denn so desolat und so leichtfertig gibt niemand einen Vorteil im Meisterschafts-Rennen aus der Hand. Zwar kann die Schwalb-Sieben noch immer aus eigener Kraft die Krone erringen (Verfolger THW Kiel hat zwei Matches weniger, muss aber noch nach Hamburg), aber die abartige Art und Weise der gestrigen Vorstellung lässt Schlimmes erahnen. Wir waren neulich trotz Olympia und Fußball-Stress auch handballerisch unterwegs, besuchten das spannende Nachbarschafts-Duell der Ostsachsen-Liga zwischen Grün-Weiß Elstra und dem HV Haselbachtal/Kamenz, das knapp mit 17:16 für die Gastgeberinnen vom Schwarzenberg endete. Auf dem Foto oben (SA-EX/F.H.) hat Elstras Silke Kasper (rechts) das Runde gegen Susen Eberhardt erkämpft und startet einen Konter. Die Damen der Schöpfung standen zuletzt vermehrt im Fokus, und das wird auch am sich jetzt anschließenden Weekend so bleiben; immerhin erlebt die Sachsen-Oberliga ihr Meisterschafts-entscheidendes Aufeinandertreffen zwischen Rödertal-Weinböhla vs. dem HC Sachsen Neustadt-Sebnitz; das unentschieden ausgegangene Hinspiel im Herbst war eines der besten Matches der zurückliegenden Jahre, das unser Fachpersonal begutachten durften ... und das hat bekanntlich mehr gesehen als sämtliche Sport-Redakteure der SäZ zwischen Zittau und Riesa zusammen. Anbei also der große Rückblick mit allen Resultaten von sächsischer Relevanz.
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GLOSSIERT: Lasst ja den "unkäuflichen" Stanislau in Ruhe !!!
(02/03/10) Es wird höchste Zeit, Partei zu ergreifen. Partei für unseren Stanislau. Der ist plötzlich in allen Schlagzeilen, was sonst nicht vorkommen kann, da er ja - wir berichteten - von Montag bis Freitag in der Staatskanzlei den sorbischen Koran betet. Und also keine Zeit hat, in der Öffentlichkeit zu stehen, geschweige denn sich um Sachsen zu kümmern. Der Mann hat weder Ahnung von Politik noch von Wirtschaft, aber das ist heutzutage kein Grund noch irgendein Hindernis - die meisten hiesigen Zeitungs-Chefredakteure kennen sich schließlich in Swinger-Clubs besser aus als mit den Tücken des Journalismus. Unser Panschwitz-Gladiator landete also gestern in den ARD->>tagesthemen<< - weil er sich gegen Hart-Geld an diversen Messe-Ständen blicken und ablichten lässt. "Natürlich sei er nicht käuflich, sagte Tillich", sagte Buhrows Tom. Wenn die da in Hamburg wüssten ... "Das muss man strafrechtlich überprüfen, denn das ist es", sagte dann auch gleich der SPD-Chef. Wenn die in Berlin wüssten ... Wir sind in Sachsen, wo zwar schöne Mädels auf den Bäumen wachsen, aber halt auch Korruption und organisiertes CDU-Regierungs-Verbrechertum seit Georg Milbradt zur obersten Staats-Doktrin erklärt und gemacht wurde. Da geht man ein bisschen lockerer um mit den Gesetzen, und ein bisschen arroganter. Und überdies ist die öffentliche Darstellung völlig absurd: Die Sachlage ist vollkommen anders, sozusagen geschmäcklich Rechts-relevant: Liebe Berliner und Hamburger: "Uns" Stanislau ist Sorbe, und als solchiger der deutschen Sprache nicht ganz mächtig. (Das bewies er nicht zuletzt 2008 am ARD-Mikrophon, als er indirekt den Wahl-Betrug bei den damaligen Kommunal-Wahlen eingestand, deren christdemokratische Ergebnis-Korrektheit ungefähr so reell war wie ein Erich Honecker als Serien-Star in >>Dallas<< !) Ergo braucht er seither für jeden öffentlichen Auftritt einen Dolmetscher. Nein doch, das ist nicht der rote "Pumuckl"-Verschnitt, der öfters mal neben Stanislau durchs Bild huscht - "Pumuckl" war ein sehr nützliches Wesen, was man von Generalsekretarius Kretschmer nun weiß Gott nicht behaupten kann. Nein, nach uns zugespitzelten Informationen des sorbischen Geheimdienstes "Kruzi-Horch-Njet-Guck" sollen aufrechte Landsleute der weiß-blau-roten Minderheit den Übersetzer-Job höchstselbst übernehmen, und das nicht etwa aus purer Nächstenliebe, kruzifix nocheins, sondern für ganze Berge von Sorbischen Dollars pro Mini-Interview. Klar, dass da der Stanislau und sein Kretschmer-Büttel 8000 Euro verlangen müssen, nur für einen "handshake" mit einem ehemaligen Pleite-Geier (das macht sich auf einer "Messe" besonders gut). Übrigens sollte, wer die Möglichkeit im Internet hat, den Bericht der Nachrichten-Sendung des ERSTEN nochmals zurückspulen. Das heißt es am Anfang, dass ein Stand auf der elbflorentinischen Messe "Denkfabrik" eben bis zu diesen bescheidenen 8000 Euro kostet, "inklusive Ministerpräsdent". Ein bayrischer Tillich-Fan weiter hinten: "Hier haben wir einen preiswerten und billigen Stand, der praktisch nichts kostet". Wird Zeit, dass man in der Sende-Zentrale einen etwas gewissenhafteren Redakteur einschleust, denn solch ein Widerspruch gehört entweder investigativ erklärt ... oder herausgeschnitten. Und überhaupt, lasst den Stanislau für jene wenigen Journalisten übrig, die was von Sachsen und Sorben und Polit-Schweinereien verstehen. (Also für uns vom SA-EX!) Nicht auszudenken, dass in Kürze wieder die Kamenzer Messe "WIR" startet, vermuterlichst mit Stanislau als Eröffnungs-Gast und der dann wohl eine Million ¤ teuren Benutzung einer Schere zum Zerpitzeln des Rundgang-Bandes. Wir werden eventuell aufkommende Fragen in Suaheli stellen, oder lieber ganz schweigen und uns stattdessen amüsieren über die Trottel, die mit dem MiPrä reden, ohne ihn zu verstehen - das Dolmetscher-Trauma eben ... (Foto oben: SA-EX/F.H.)
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FUSSBALL: René Adler hält am Kap + DFB-Ladys souverän
(02/03/10) Mit der montäglichen Partie der 2. Bundesliga zwischen Alemannia Aachen und Fortuna Düsseldorf (0:1) wurde das fußballerische Geschehen des Wochenendes abgerundet. Es erbrachte in der Elite-Liga den Wechsel an der Spitze; die Münchner Bayern haben ihr so sehr herbeigesehntes Ziel endlich erreicht und thronen nach dem knappen 1:0 über den HSV wieder da, wo sie ihrem Selbtsverständnis nach immer hingehören. In Liga 3 überraschte Dynamo Dresden trotz der vielen Negativ-Schlagzeilen rund um's liebe Stadion-Geld mit einem 1:1-Remis bei Spitzenreiter Osnabrück, während die Auer Erzgebirgs-"Veilchen" schon nach der ersten Schnee-Schmelze blühen - 1:0 über Wuppertal und weiterhin Position 5 unweit der Aufstiegs-Ränge. Derweil schaut die interessierte Öffentlichkeit am Mittwoch nach München, wo sich die Nationalmannschaft mit Diego Maradonas Argentiniern misst. Ziemlich überraschend kam gestern die Nachricht, dass sich der Trainer-Stab für René Adler als Nummer 1 bei der WM in Südafrika entschieden hat - da es diesmal kein wildes "Platzhirsch-Gerangel" wie vor vier Jahren zwischen Kahn und Lehmann gab, hätten sich die Verantwortlichen durchaus noch ein bisschen Zeit lassen können. Parallel zum Herren-Klassiker gibt es in Faro den finalen Streit um den "Algarve-Cup" - die Damen von Silvia Neid waren ziemlich rustikal durch die Vorrunde marschiert und hatten zuletzt China mit 5:0 "geputzt"; Gegner sind wieder einmal die Amerikanerinnen. Über das Geschehen in den unteren Klassen informieren wir wieder vollumfänglich im Anhang. Unsere Reporter weilten u.a. in Arnsdorf bei der Begegnung der Bezirksklassen-Staffel 3 zwischen Gastgeber AFV und dem SV Birkwitz-Pratzschwitz, die 1:2 endete. Daraus die Aufnahme oben mit Gastgeber-Kapitän Silvan Kießig und Maik Weigel (links/Foto: SA-EX), der den zweiten Treffer für den späteren Sieger markierte.
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OLYMPIA: Kanada krönt seine Spiele mit Eishockey-Gold
(01/03/10) Nur für einen einzigen Moment eigentlich hatte Wayne Gretzky am 12. des Februar die 21. Olympischen Winterspiele eröffnet (Foto: sa-ex/TV) - für Sidney Crosbys finalem Sieg-Treffer zum 3:2 nach Verlängerung gegen Eishockey-Erzfeind USA. Mag der hochgehandelte Super-Star der "Ahornblätter" ansonsten ein ziemlich flaues Turnier gespielt haben: In der 67. Minute und 40. Sekunde machte der ohnehin schon reichste Teilnehmer der Wettbewerbe im Zeichen der fünf Ringe - ursprünglich einstmals nur für Amateure gedacht! - seine Unsterblichkeit perfekt und traf nach Vorarbeit des deutlich stärkeren Team-Kollegen Jarome Iginla (vollständiger Name ist übrigens Jarome Arthur-Leigh Adekunle Tig Junior Elvis Iginla) ins kurze Eck der bemitleidenswerten Amerikaner, die noch Sekunden vor Ablauf des 3. Drittels den kämpferisch verdienten Ausgleich erwirkt hatten. "The shot heard round the world" titelte ein kanadisches Medium, aber jetzt, da das Feuer wieder erloschen ist, dürfte sich dieser Globus ganz schnell wieder anderen Sorgen widmen, wenn man sich nur das zweite dynamische Erdbeben innerhalb weniger Wochen - diesmal in Chile - vor Augen hält. Olympischer Ruhm in allen Ehren, aber unser Planet steht auf immer wackligeren Füßen; daran konnte selbst das Spektakel von Vancouver nicht das Geringste ändern. Dass die Gastgeber am Ende die Medaillen-Wertung gewannen, mag die Experten ein wenig irritieren - auf sehr leisen Sohlen hatten sie sich speziell an den Deutschen vorbeigemogelt, da die Unsrigen in vielen Vorzeige-Disziplinen patzten, als da wären Männer-Biathlon, Nordische Kombination, Eis-Schnell-Lauf. Da konnten nicht einmal Sensations-Triumphe wie jener von Viktoria Rebensburg oder den Team-Verfolgerinnen auf dem Eis-Oval den Verlust von Platz 1 aus Turin 2006 verhindern. Wie gesagt: Es dürfte ziemlich schnell zur Tagesordnung übergegangen werden; ein paar Trainer-Jobs werden sicher neu besetzt, und dann geht es an die letzten Veranstaltungen des Welt-Cups (die Eis-Kunstläufer haben ja sogar noch eine WM vor sich). Stirnrunzeln verursacht schlussendlich auch noch der Fakt, dass nur ein einziger Doping-Fall verlautbar wurde, und selbiger in eher unbedeutender Ausführung durch den slowakischen Eishockey-Crack Lubomír Vi¨novsky (sein Team wurde sowieso nur undankbarer Vierter) - dass die internationale Athleten-Gemeinde quasi über Nacht einsichtig und damit "sauber" geworden sein soll, wäre beinahe viel zu schön, um glaubhaft zu klingen ...
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FUSSBALL: Wochen-Rückblick und ebenso großer Ausblick
(27/02/10) Das sich seinem Ende zuneigende Olympia, der sich langsam hervortrauende Frühling - alle Zeichen dieses letzten Februar-Wochenendes besagen, dass sich das Großhirn des Mitteleuropäers demnächst wieder verschärft auf das Runde konzentrieren wird, das da auf allen Plätzen der Nation ins Eckige soll. Wir haben es schonmal geschafft, den Spagat mit Vancouver aufzunehmen, waren also auch unter der Woche in Sachen Fußball unterwegs und haben nachfolgend wirklich Alles zusammengetragen, was es momentan zusanmmenzufassen gibt. Vom Geschehen in Champions bzw. Europa League über den "Algarve Cup", bei dem Silvia Neids teils neu-formierte Elf schon zwei souveräne Siege mit in der Summe 11:0 Toren eingefahren hat, bis hin zu den Ansetzungs-Übersichten fürs Wochendende inklusive der Absagen, die zur mitternächtlichen Stunde bekannt waren. Das ist 'ne Menge Holz vor der Hütte, aber wir sind es natürlich unseren Lesern schuldig, sie erstklassig zu informieren, selbst wenn die Freundeskreise im Ruhrgebiet momentan sicher eher den Zapfhahn malträrtieren - schließlich gilt es, das ewig junge "Revier-Derby" auszuwerten, das am Freitag die "Königsblauen" von So4 als strahlenden 2:1-Sieger über Borussia Dortmund sah. Andere Sorgen in Dresden; dort beriet am Freitag-Nachmittag der Sport- und Finanz-Ausschuss des Stadtrats auf einer Sondersitzung über finanzielle Zuschüsse der Stadt zur hohen Miete für das neue Stadion der Dynamos, kam jedoch zu keiner Einigung. Was für den Drittligisten insofern prekär ist, da die Lizenzierungs-Unterlagen für 2010/11 bereits am kommenden Montag beim DFB eingereicht werden müssen. Wie in all den Jahren zuvor hängt die schwarz-gelbe Zukunft einzig und allein vom Euro-lastigen Wohlwollen der Kommunalpolitik ab, die schon das gesamte neue Jahrzehnt hindurch die kapitale Misswirtschaft an der Lenné-Straße mit (manchmal regelrecht erzwungenen) Schulden-Erlassen und Bezuschussungen in unzumutbarer Höhe abfederten. So soll es jetzt wieder sein. Armes Dresden, kann man da nur sagen ... Unser Ausflug galt am Mittwoch dem "Alfred-Kunze-Sportpark" in Leipzig-Leutzsch, wo unter Flutlicht der Endspiel-Gegner von Dynamo im Landes-Pokal der B-Jugendlichen ermittelt wurde, wobei sich Favorit Chemnitzer FC klar mit 6:0 über den FC Sachsen behauptete; oben führt der "Himmelblaue" Lukas Schirrmeister das Leder, der sich mit drei Treffer-Vorlagen auszeichnen konnte (Foto: SACHSEN-EXPRESS/F.H.). Anbei unser großer Komplex zu nationalem und internationalem Geschehen - eine Arbeit von nachgeradezu olympischer Dimension.
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OLYMPIA: Frage nach bester Nation weiterhin ungeklärt
(26/02/10) Nur noch drei Tage lodert das olympische Feuer, ehe es wieder seiner (ausgerechnet) griechischen Bestimmung zurückübergeben wird. Und damit die Frage, ob Deutschland den Platz 1 der Nationen-Wertung, errungen in Turin vor vier Jahren, heuer verteidigen kann. Es sieht nach wie vor nicht schlecht aus, obwohl dieser Medaillen-Sopiegel an und für sich eine ziemlich unseröse Angelegenheit ist: Neulich führten wir vor den Vereinigten Staaten, bei gleicher Gold-Anzahl, einmal Silber mehr, jedoch fünfmal Bronze weniger - das ist doch vom Prinzip her absoluter Stumpfsinn. Auch aktuell hält sich das edelste aller Edel-Metalle zwischen Germanien und Amerikanien die Waage (je achtmal), aber mit deutlichen Vorteilen in puncto 2. bzw. 3. Plätze für die USA. Und da ist ja plötzlich auch noch Kanada, das noch weniger auf dem Podest stand, aber durch diese komischen Regularien bei noch einem Triumph mehr plötzlich ganz weit vorne wäre - wir denken da jetzt nicht zufällig ans Eishockey. Deutschlands letzte Aussichten reduzieren sich auf die heutige Biathlon-Staffel, die Vierer-Bobs (morgen) und den Damen-Slalom - da haben die "Ahornblätter" zum Beispiel neben den Crosby & Co. auch noch zwei Curling-Finals auf der Habenseite. Das wäre dann aber schon der absolute Hammer, wenn die Gastgeber das Rennen machen würden, obwohl man/frau sich für eine solche Nationen-Wertung noch weniger kaufen kann als für den Olympia-Sieg als solchigen. Früher - die älteren Sportfreunde werden sich vielleicht noch erinnern - war das ohnehin besser bzw. gerechter geregelt; da wurden die Ränge 1 bis 6 eines jeden Wettkampfs für den Länder-Spiegel zurate gezogen. Aber heute diktiert eben der fade Glanz der Medaillen dieses Ranking. Warten wir's also ab. Dass es nicht dso gut wie vor vier Jahren läuft, verdanken wir verschiedenstlichen Einbrüchen in sicher geglaubten Disziplinen: Allein schon die Eis-Schnell-Läufer reüssieren mit dem schlechtesten Ergebnis seit etlichen Jahrzehnten. Das konnte durch Überraschungs-Siege wie jene von Victoria Rebensburg (Foto oben: Repro) im Riesen-Slalom - erstmals seit Cortina d'Ampezzo anno 1956! - oder den Loipen-Sprinterinnen Evi Sachenbacher-Stehle/Claudia Nystad nicht wirklich kompensiert werden. Aber so ist er halt ... der Sport mit all seinen Facetten. Und feststeht natürlich auch: Das Spektakel im Wilden Westen Kanadas hat die abartige und von Maß-loser Manipulation überschattete China-Olympiade ein Stück weit in Vergessenheit geraten lassen. Und das ist unterm Strich gut so ...
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Dem Schatten des Vaters nur schwer entronnen: Peter Fonda
(24/02/10) Wer wie unser Chef mit den alternden Größen des Hollywood-Kinos - wenn auch nur entfernt - großgeworden ist, den kann modernes Kino nicht erschüttern. Wenn aber die Söhne dieser einstigen Top-Stars ins Altersheim-Alter vorrücken (sorry!), dann ist langsam selbstironischer Alarm angesagt. Ein solcher Präzidenz-Fall ereignete sich justament gestern, da mit Peter Fonda der Sohn des Henry seinen 70. Geburtstag beging. Viel Wirbel macht man in Amerikas Presse nicht darum - auch "Captain America" aus dem Kult-Klassiker >>Easy Rider<< ist schon vom Staub des Vergessens bedeckt. Und das, obwohl er nach wie vor fleißig vor den Kameras operiert; nur Berauschendes will sich darunter nicht mehr finden lassen, was wiederum mit dem generellen Zustand des US-Kinos erklärbar wäre. Leicht hatte er es ohnehin nie - der berühmte Vater war (wie so viele seinesgleichen) ein familiärer Bastard, der sich herzlich wenig um den selbstgezeugten Nachwuchs scherte. Fonda Junior, später mehrfach als das "schwarze Schaf" des Clans tituliert, wollte zunächst durchaus geradlinig durchs Leben, schrieb sich mit 17 an der University of Nebraska ein. Doch dort - es war die Geburts-Stadt Henry Fondas (Peter selbst hatte in New York das Licht der Welt erblickt) - überkam ihn schnell der Hang zur Schauspielerei; am Omaha Community Playhouse soll im Mary Chase-Stück "Harvey" sein Bühnen-Debüt erfolgt sein. Kurz darauf kehrte er an die Ostküste zurück, bekam erste Broadway-Engagements und wurde mit Anfang 20 alsbald mit kleinen TV-Parts bedacht. Die blieben ebenso unbeachtet wie die ersten Leinwand-Schritte in Harry Kellers >>Tammy and the Doctor<< (1963), Carl Foremans >>Die Sieger<< oder Robert Rossens >>Lilith<< (beide 1964). Erst Dennis Hoppers >>Easy Rider<< brachte 1969 den wirklichen Durchbruch; für ein ganzes Jahrzehnt - das der Siebziger - genoss Peter Fonda einen gewissen Star-Status, reüssierte in Robert Wises >>Zwei Menschen unterwegs<< (1973), in Jack Starretts >>Vier im rasenden Sarg<< (1975 - hier glänzend neben Warren Oates, einem anderen "Außenseiter"-Star) und im selber inszenierten Western >>Wanda Nevada<< von 1979 - kein Meisterwerk, aber sehr erinnerlich als einzige gemeinsame Arbeit mit dem berühmteren Dad. Und dennoch blieb die Anerkennung von Kritik und Publikum lange aus; erst 1997 wurde ihm für die Rolle seines Bienen-Züchters Ulysses "Ulee" Jackson aus Victor Nuñez' Florida-Krimi >>Ulees Gold<< ein GOLDEN GLOBE zuerkannt. Ansonsten gab es wenig Ehrungen, doch die 2002 erfolgte Aufnahme in die "Motorcycle Hall of Fame" von Columbus (Ohio) sollte ihm schon geschmeichelt haben - schließlich hatte er nicht nur als langhaariger Biker auf seiner "Harley" das erzkonservative Südstaaten-Amerika verschreckt, weshalb er eben New Orleans samt des dortigen Mardi Gras-Karneval zwar erreichen, aber die Weiterfahrt ebenso wenig überleben wird wie Kumpel Billy alias Hopper; Fonda war auch schon 1966 in Roger Cormans >>The Wild Angels<< ziemlich schroff auf zwei Rädern unterwegs gewesen. Nunja, mit jetzt 70 (einige Quellen geben allerdings das Geburtsjahr 1939 an) brettert er sicher nicht mehr über die legendäre Route 66. Der verhinderte Star - seit 1975 in zweiter Ehe mit Portia Rebecca Crockett verheiratet - hatte immer auch andere Sorgen, nicht zuletzt in Bezug auf die Zerwürfnisse mit dem Senior: "Ich mag meinen Vater", soll er einmal gesagt haben, um fortzufahren: "Ich wünschte, er würde seine Augen öffnen und auch mich mögen." Tja, es ist nicht immer leicht bei Künstlers zuhause ... (Foto oben: Repro)
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HANDBALL: Rödertal-"Bienen" erleben erste Niederlage
(22/02/10) Ein rassiges Match um den Einzug ins Finale des Ostsachsen-Pokals lieferten sich am Samstag die Vertretungen der SG Oberlichtenau und des Radeberger SV (der übrigens im Mai die Endspiele ausrichten wird); am Ende behielten die Blauhemden vom Keulenberg verdient mit 38:34 die Oberhand. Aus der Partie diese Szene mit dem Bierstädter Daniel Kutzner (in Weiß) sowie den SGO-Akteuren Camillo Heimann und Stephan Haase (rechts/Foto: SACHSEN-EXPRESS/F.H.). Gegner im "showdown" wird die 2. Mannschaft von Motor Cunewalde sein, die Pulsnitz II aus dem Rennen warf. Auch auf Landesebene stehen die Paarungen fest, wobei es im Frauen-Segment eine gehörige Überraschung gab - nicht schon wieder durch Verbandsligist SG Pirna/Heidenau, der diesmal in Oschatz ohne jede Chence war. Wohl aber durch den HSV 1956 Marienberg, der Oberliga-Spitzenreiter SG Rödertal-Weinböhla mit einem deftigen 28:19 in die Schranken wies. Damit hat das neue Wunder-Team aus Pulsnitz, Großröhrsdorf etc. seine erste Pflichtspiel-Niederlage überhaupt kassiert - ein Warnschuss vielleicht zur rechten Zeit, denn schon in knapp zwei Wochen steigt der Meisterschafts-entscheidende Clinch mit dem HC Sachsen Neustadt-Sebnitz. In der höheren Sphäre der Champions League läuft es männlicherseits weiterhin bestens für die drei Bundesliga-Clubs, während die HC Leipzig-Schönen nach der obschon sehr knappen Heim-Niederlage gegen Györ faktisch aus dem Rennen sind. In der 2. Bundesliga gelang dem EHV Aue nach längerer Durststrecke endlich wieder ein Erfolg, und in Liga 3 hielt LVB Leipzig beim Tabellenführer Balingen-Weilstetten II gut mit, rutscht aber mit dem erneuten Punkte-Verlust immer tiefer in die gefährdete Zone. Wir haben in Mühe-voller Kleinarbeit wieder sämtliche Resultate von Relevanz zusammengetragen.
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Preise der "Berlinale" und britische BAFTAs vergeben
(22/02/10) "Mit Psychologie will ich mich überhaupt nicht beschäftigen (...), weil ich grundsätzlich glaube, dass die Selbstanalyse ein schrecklicher Fehler unserer jetzigen Zivilisation ist. Weil jeder dunkle Winkel unserer Seele unbedingt ausgeleuchtet werden muss. Aber eine Wohnung, die bis zum letzten Winkel ausgeleuchtet ist, wird unbewohnbar. Und Menschen, die durch Psycho-Analyse bis in den letzten Winkel erforscht sind, werden unbewohnbare Menschen". Der dies neulich im ZEIT-Interview von sich gab, war kein Geringerer als Werner Herzog. Der anerkannte Spitzen-Regisseur saß anno 2010 der "Berlinale"-Jury vor, und daher waren von Hause aus keine spektakulären Entscheidungen zu erwarten. Die gab es dann auch nicht, wie überhaupt die 60. Jubiäums-Ausgabe von gewissen Medien als arm an Höhepunkten, ja nachgeradezu bieder angesehen wurde. Das kann doch aber in wirtschaftlich miesen Zeiten kaum anders sein, oder? Ein Autor des Berliner TAGES-SPIEGEL nahm das Zitat des >>Fitzcarraldo<<-Regisseurs auf und sinnierte: "Gute Filme sind, im übertragenen Sinn, nicht perfekt ausgeleuchtet, sondern lassen dunklere Winkel, die durch die individuelle Zuschauer-Phantasie und -Intelligenz Form und Leben gewinnen. Gute Filme irritieren durch Auslassung und Andeutung und inspirieren so zur Interpretation." Nun denn - die beste Inspiration ging wohl von dem türkischen Öko-Trip >>Bal<< (dt.: "Honig") aus, dem heuer der Hauptpreis zugestanden wurde. Einstimmig, wie gemunkelt wurde. Also auch mit Wohlwollen des texanischen Jury-Mitglieds Reneé Zelleweger (Foto oben: Repro), das wie alle anderen Top-Stars der Veranstaltung längst wieder über den Großen Teich entschwunden ist. Beinahe parallel zum Berliner BÄREN-Regen wurden in London die BAFTAs verliehen - das englische Gegenstück zum hollywoodianischen OSCAR. Überrschendes hatte sich dort schon im Vorfeld mit der vollständigen Nicht-Nominierung des aufwendigen >>Sherlock Holmes<<-Films von Guy Ritchie getan, und auch die zwei mageren Preise für James Camerons >>Avatar<< wurden von den Experten mit Verwunderung registriert; hingegen machte Kathryn Bigelows im Irak handelnder Kriegs-Streifen >>The Hurt Locker<< den großen Reibach und staubte gleich sechs der vergoldeten Masken ab. Wir haben alle Preisträger dieses schillernden Wochenendes auf unserer LEINWAND-Seite zusammengefasst.
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FUSSBALL: So4 büßt Boden ein + Ausfälle am Fließband
(22/02/10) Ilja Schafeev vom FC Grimma (links) klärt per Kopf vor dem Radebeuler Christian Lotz (Foto: SACHSEN-EXPRESS/F.H.). Die Partie der Landesliga des Freistaates endete 1:1 unentschieden - und lag damit im Trend des Wochenendes, denn Punkte-Teilungen bestimmten zumindest das Geschehen in der Bundesliga. Wobei es in Wolfsburg eine Halbzeit lang so aussah, als könnten Felix Magaths "Knappen" des FC Schalke o4 die großen Nutznießer der Remis-Orgie sein. Dann aber drehte der zurzeit extrem treffsichere Edinaldo Batista "Grafite" Libânio den 0:1-Rückstand und sorgte für ein leichtes Absetzen des Duos Bayer/Bayern, das in Bremen bzw. Nürnberg 2:2 und 1:1 spielte. Aber unabhängg davon nehmen die Sorgenfalten der Spiele-Ansetzer mehr und mehr zu, denn den Erwartungen gemäß gab es erneut viel mehr Absagen als absolvierte Begegnungen, und ein Ende des Winters bleibt weiterhin sehr fraglich; den Plus-Werten vom Samstag folgten heute bereits wieder neue Schneefälle. Dessen ungeachtet bleiben wir natürlich tapfer am Ball und bewundern auch jene vier Frauen-Teams der Bundesliga, die sich gestern auf die Spielfeld-Rechtecke wagten: Weil Duisburg in Essen nicht über ein 1:1 hinauskam, verbucht Titelverteidiger 1. FFC Turbine Potsdam (selber 4:0-Triumphator über Freiburg) jetzt einen kleinen Vorsprung. Und wir blicken auf die Resultate.
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Straßen-Schäden von gigantischem Ausmaß werden erwartet
(22/02/10) Nein, das ist noch kein >>Riss in der Welt<<, wie der Titel eines Hollywood-Reißers von 1965 lautet und wie vielleicht die Bewohner der portugiesischen Insel Madeira derzeit befürchten müssten, dass es ihn wirklich gibt (denn die schweren Überschwemmungen dort ließen bei den Bewohnern schon den einen oder anderen Welt-Untergangs-Gedanken aufkeimen). Es ist nur ein kleines Stück aufgebrochenen Asphalts auf einer Nebenstraße hier in der SA-EX-Kommune Haselbachtal; die Plus-Temperaturen von Freitag und Samstag förderten eines der größten nachwirkenden Probleme des gar zu gestrengen Winters zutage - es wird mit Straßen-Schäden in Milliarden-Höhe zu rechnen sein! Ein deutscher TV-Sender nannte gestern die utopisch klingende, aber kaum ernsthaft unrealistische Zahl von 64000 km beschädigter Verkehrs-Strecken im Bundesgebiet. 64000 Kilometer! Auch die Hansestadt Lübeck im hohen Norden hat eine erste Bestandsaufnahme angestellt: "Rund 14000 schadhafte Stellen im 7000 Kilometer langen Lübecker Straßen-Netz" werden da vorgerechnet. Hallelujah! Was diverse Ausbesserungs-Firmen vielleicht erfreuen könnte, wird anderenorts zum kapitalen Ärgernis; durch die Rest-los verfehlte Politik der schwarz-gelben Koalition sind die Kassen der Kommunen leer. So werden zwar die Bundes-Highways im Frühjahr zu neuer Befahrbarkeit erweckt, aber die den Städten und Gemeinden unterstehenden Abschnitte zu flicken, wird anhand der angespannten Finanz-Situation fast ein Ding der Unmöglichkeit. Naja, vielleicht verpflichtet die Westerwelle einige Hundertschaften seiner "geliebten" Sozial-Schmarotzer zur konzentrativ-lagerischen Fron-Arbeit, und die gänzlich Widerwilligen lässt das FDP-Stinktier mit dem "Riss in der Waffel" vermutlich gleich zu Asphalt verarbeiten ... (Foto: SA-EX)
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FUSSBALL: Erneut keine Vollständigkeit im Sächsischen
(19/02/10) Jubel bei den Hamburgern um den Torschützen Marcell Jansen (2. von links/Foto: Repro): Mit dessen Elfmeter-Tor sicherte sich der HSV gegen den holländischen Top-Club PSV Eindhoven eine akzeptable Ausgangs-Position für das Rückspiel am kommenden Donnerstag; gleichzeitig war das 1:0 der einzige Sieg der vier noch im Wettbewerb verbliebenen Bundesligisten. Zufrieden dürfte auch der VfL Wolfsburg sein, der beim spanischen FC Villarreal ein 2:2 erkämpfte; düsterer sieht es hingegen für Werder Bremen (0:1 in Enschede) und Hertha BSC aus, das dem portugiesischen Traditions-Club Benfica Lissabon immerhin ein obgleich mit viel Schmeichel behaftetes 1:1 abtrotzte. Inzwischen ist der 23. Spieltag der Bundesliga im Gange, wobei die Partie Hoffenheim gegen Mönchengladbach den freitäglichen Auftakt bildet. Eine Etage tiefer hielt das endlich "Karnevals-befreite" Düsseldorf mit einem 4:0 über Schlusslicht R/W Ahlen den Anschluss zu den Aufstiegs-Rängen. Komplizierter wird es dann aber wieder ab Liga 3 und bei den Frauen, denn dort hagelte es erneut zahlreiche Absagen; allerdings wird das Ost-Derby zwischen Dynamo Dresden und Rot-Weiß Erfurt (Samstag 14 Uhr) davon nicht betroffen sein. Auch weiter unten sieht es sehr trüb aus - zwar hatte es in den letzten Tagen im Sächsischen erste Anzeichen von Milderung gegeben, aber leider nicht in so ausreichendem Maße, dass die Plätze von Schnee und Eis frei sind. Damit ist klar, dass zum jetzt schon drastischen Nachholer-Programm weitere Partien hinzukommen werden; auch die zuletzt tapfere Landesliga meldet vier Streichungen, weshalb Spitzenreiter Einheit Kamenz nicht nach Naunhof muss und sich weiter im neuen "Wohnzimmer" Langburkersdorf vergnügen kann, freilich nur per Test gegen Bezirksligist Dresden-Laubegast. Die Zweite der Lessingstädter tritt hingegen in Elstra an, wo in der BK-Staffel 2 der SV Grün-Weiß Weißwasser erwartet wird. Wir können uns ergo auch diese Woche die Komplett-Vorschau ersparen und blicken stattdessen auf die Europa League zurück.
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ZITIERT: Ein Lehrstück über die wahren Verbrecher dieser Welt!
(19/02/10) Bei allem Olympia-Rummel wollen wir nicht vergessen, dass es viele andere Pobleme auf diesem Planeten gibt, die stabiler sind als jede Gold-Medaille aus den Bergen von Whistler. So das kriminelle Zusammenwirken aller staatlicher und juristischer Ebenen, und das nicht etwa nur in Bautzen, wie die aktuelle Ausgabe der NEUEN ZÜRCHER ZEITUNG enthüllt. Der heute veröffentlichte Beitrag ist so köstlich, dass wir ihn an dieser Stelle beinahe ungekürzt übernehmen; worum es geht, wird beim Lesen schnell ersichtlich: "Die Empörung ist immer noch groß darüber, dass die Zürcher Staatsanwaltschaft bereits zweimal erklärt hat (...), dass sie rund um das Grenz-überschreitende Geschäft der UBS mit Privat-Kunden aus den USA keine genügenden Anhaltspunkte zur Eröffnung eines Strafverfahrens gegen die einstige Spitze der Großbank UBS gefunden hat. Wie kann es sein, so fragen sich viele, dass das Verhalten und die Entscheide der Verantwortlichen der Bank im untersuchten Zeitraum 2001 bis heute - betroffen sind in erster Linie die einstigen Präsidenten Marcel Ospel (Foto oben: Repro) und Peter Kurer sowie die Konzern-Chefs Peter Wuffli und Marcel Rohner - nicht genügend Anhaltspunkte für die Aufnahme einer Strafuntersuchung bieten? Das widerrechtliche Verhalten der UBS in den USA brachte dominosteinartig die Bank selbst, das Schweizer Bank-Geheimnis, den Finanz-Platz Schweiz und die Rechts-Sicherheit in unserem Land zum wanken. NZZ ONLINE kam aufgrund von Recherchen zum Schluss, dass der eigentliche Grund für das Nichteintreten der Staatsanwaltschaft so offensichtlich ist, dass er in den bisherigen Diskussionen erst angetönt, aber noch nie detailliert beschrieben wurde. Weil die Gehilfenschaft zu Steuer-Betrug oder Urkunden-Fälschung zum ausschließlichen Nachteil des amerikanischen Fiskus nach Schweizer Recht nicht strafbar ist, gibt es eigentlich nur noch eine einzige Chance, die UBS-Spitze nach Schweizer Strafrecht für Ihr Verhalten rund um das amerikanische Offshore-Geschäft in die Verantwortung zu nehmen. Die Großbank hatte bewusst in Kauf genommen, dass ihr Grenz-überschreitendes Privatkunden-Geschäft amerikanisches Recht verletzt. Um ein Strafverfahren in der Schweiz gegen die einstige Spitze einleiten zu können, müsste bewiesen werden, dass nur die UBS das so machte - und ein 'umsichtiger Geschäftsmann', so die Definition des hierfür relevanten Artikel 158 des Strafgesetz-Buches rund um die ungetreue Geschäfts-Besorgung, sprich die Chefs von anderen Schweizer Banken, davon in jedem Fall abgesehen hätten. Die Strafbehörden mussten wohl zum Schluss gekommen sein, dass sich viele Chefs anderer Schweizer Banken, die offshore im Ausland tätig sind, gleich oder ähnlich verhielten ..." An dieser Stelle blenden wir aus, und hoffen für allerbeste Wochenend-Unterhaltung gesorgt zu haben. Nur das noch: Olle Peckinpah hatte mit seinen Filmen vollkommen Recht - die wahren Verbrecher dieser Welt tragen Roben und Uniform. Der Beitrag aus Rütli-Ländle beweist es wieder einmal mit kategorischem Nachdruck!
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OLYMPIA: Maria Riesch nur Achte der Damen-Abfahrt
(18/02/10) Schnell ging es, dass Deutschland die Führung in der Nationen-Wertung wieder einbüßte. Schuld war ein misslicher Mittwoch, der mit einer nicht allein aus hiesiger Sicht völlig verkorksten Damen-Abfahrt begann, in der Maria Riesch nicht den Hauch einer Chance besaß, nachdem vor ihr Starterinnen in Serie gestürzt waren. Da half nicht mal mehr das Mittwoch-Lotto, das u.a. exakt jene Zahl 22 erbrachte, die der Partenkirchnerin als Start-Nummer diente - da war Freundin, Erzrivalin und Top-Favoritin Lindey C. Vonn längst im Ziel und hatte die Bestzeit markiert, trotz eines ebenfalls deftigen Wacklers im oberen Teil der wohl schwierigsten "downhill"-Strecke aller Olympiaden; den amerikanischen Doppel-Triumph machte Julia Mancuso perfekt, und Dritte wurde die Österreicherin Elisabeth Görgl (Foto oben: sa-ex/TV). Schon vor der als 16. gestarteten Vonn hatten Dominique Gisin (Schweiz) und Daniela Merighetti (Italien) unsanfte Bekanntschaft mit dem harten Pisten-Schnee geschlossen, und als auch noch die unmittelbar vor Riesch angetretenen Marion Rolland (Frankreich) sowie Anja Pärson (Schweden) stürzten, sprach das psychologische Momentum endgültig gegen den alpinen Star Deutschlands, der mit einer Art "Sicherheits-Lauf" nur auf Rang 8 einkam. Riesige Enttäuschung bei der gewaltigen Unterstützer-Schar, die von Video-Botschaften einer Martina Ertl-Renz bis hin zu den extra nach Whistler gereisten Kati Witt und Franzi von Almsick langte. Abgesehen vom sportlichen Tiefschlag erscheint uns der Rummel um die 25-jährige Ski-Artistin etwas arg übertrieben; aber er muss wohl sein, denn Riesch fungiert an irgendeiner Stelle auch als Werbeträgerin der Münchner Olympia-Bewerbung für 2018. Das geht eben mitunter zu Lasten des sportlichen Erfolgs. Da erstrahlte der 10. Platz der anderen DSV-Starterin Gina Stechert in einem weitaus positiveren Licht. Mit zwei weiteren Gold-Medaillen durch Eis-Schnell-Läufer Shani Davis und Halfpipe-Snowboarder Shaun White stürmten die Amis an der Bundesrepublik vorbei; auch andere traditionelle Wintersport-Nationen wie Norwegen (durch Ski-Sprinterin Marit Bjørgen), Russland (ebenfalls im Loipen-Sprint: Nikita Kriukov) und Österreich (Rodel-Doppelsitzer Wolfgang Linger/Andreas Linger) kamen gestern zu ersten Siegen - fehlt in dieser Sammlung eigentlich nur noch Finnland, das aber höchstens auf die Langlauf-Damen und Sprung-"Oldie" Janne Ahonen hoffen darf. Die deutsche Eishockey-Auswahl verlor ihr Auftakt-Match zwar den Erwartungen gemäß gegen Titelverteidiger Schweden mit 0:2, doch ließ das Team von Coach Uwe Krupp beste Chancen im Dutzend aus, hätte dem hohen Favoriten also durchaus ein Bein stellen können. Die jüngsten Ergebnisse sind allesamt im SPORT-Teil unseres Mediums einzusehen - den Medaillen-Spiegel gibt es wie gewohnt gleich hier im Anhang..
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FUSSBALL: Bayern mit knappen Sieg + 200. Prinz-Länderspiel
(18/02/10) Fast ein bisschen untergegangen im Olympia-Trubel: Der erste Teil der merkwürdig zweigeteilten Hinspiele im Achtelfinale der UEFA-Champions League. Dabei empfing der deutsche Rekord-Meister Bayern München die "Fiorentina" aus Italiens Toskana und wahrte seine Chancen auf das Weiterkommen durch ein knappes 2:1 in buchstäblich vorletzter Sekunde. Zunächst hatte Arjen Robben die Gastgeber durch einen in der Nachspiel-Zeit der ersten Halbzeit verwandelten Strafstoß in Führung gebracht (45.+ 3 min), aber die Lilanen glichen fünf Minuten nach Wiederbeginn durch Verteidiger Per Billeskov Krøldrup infolge eines Eckballs aus. Nachdem sich die Südeuropäer selbst dezimiert hatten (Ampel-Karte gegen Massimo Gobbi/73. min), bedurfte es weiterer Schiri-Unterstützung, um als Sieger den Platz zu verlassen, denn der 2:1-Kopfball des eingewechselten Miroslav Klose erfolgte aus deutlicher Abseits-Position (89. min), wie auch Louis van Gaal befand: "Florenz hat keine Chancen kreiert, aber trotzdem ein Tor geschossen. Wir haben seit langer Zeit wieder mal ein Tor nach Ecke bekommen, das ist ärgerlich. Am Ende haben wir doch nach das Tor geschossen, das war klar Abseits. Deswegen waren wir ein bisschen glücklich. Wir sind ein Tor vorne. Es wird schwierig in Florenz, aber die Chancen stehen 50:50, vielleicht ein bisschen mehr für uns", zitiert die FCB-Homepage den Coach. Die Szene oben zeigt einen Zweikampf zwischen Daniel Van Buyten und Weltmeister Alberto Gilardino (vorne/Foto: Repro). Schwierig haben es freilich auch andere Top-Favoriten, denn Arsenal London zum beispiel unterlag beim FC Porto 1:2, und Real Madrid gar ohne eigenem Treffer bei Olympique Lyon mit 0:1; lediglich Manchester United kann sich dank eines 3:2-Auswärts-Erfolges beim AC Florenz der Runde der letzten Acht ziemlich sicher sein. Derweil startete die Frauen-Nationalmannschaft in Duisburg in das neue Länderspiel-Jahr, wobei Gegner Nordkorea nicht die allergrößten Anforderungen stellte. Die Tore zum 3:0 erzielten Fatmire Bajramaj (21. min), Simone Laudehr (35. min) sowie Celia Okoyino da Mbabi (50. min). Nur der eigentliche Star der Veranstaltung ging leer aus: Birgit Prinz feierte ihren 200. Einsatz im schwarz-weißen DFB-Trikot.
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ASCHERMITTWOCH: Die Verklamaukisierung von Klamauk
(17/02/10) Wer wüsste es nicht: Am Aschermittwoch ist Alles vorbei. Wenn auch nur bezüglich der Narretei. Unser einst sehr Karnevals-lustiges Personal musste sich auch heuer arg zurückhalten, kam über den Besuch des Kamenzer KKC-Frühschoppens nicht hinaus. Das hat nicht nur Spesen- und Logistik-Gründe; politische Hirnrissigkeiten und damit verbundene schauspielerische Extravaganzen erleben wir das ganze Jahr - da müssen wir nicht noch die Samstag-Abende opfern, die der Elite-Journalist effizienter nutzen muss. Wem in diesem Jahr die einst Quasimodo zugedachte "Krone" des Narren-Königs unter germanischem Himmel gebührt, ist ebenfalls nicht im Sinne der Gerechtigkeit zu klären. Lange Zeit "führte" der von Merkel nach Brüssel strafversetzte Schwaben-Charismatiker Öttinger (Foto oben: sa-ex/TV), dessen bizarren "Schwänglisch"-Anflüge von Stuttgart bis in die schottischen Highlands amüsierten und von wirklich wenig Niveau christdemokratischer Delegierungen in das Europäische Parlament zeugen (unser Englisch ist gleichwohl noch nicht perfekt, aber wir lassen uns ja auch nicht zum EU-Kommissar wählen - jedenfalls noch nicht!). Dann aber überholte ihn unser Edel-Schwuli von MÖVENPICKs Gnaden, dessen hysterischen Hetz-Tiraden gegen alle Hartz IV-Empfänger nicht nur deshalb nervten, weil das Geschwafel gar nicht ins Ressort eines Außenministers gehört. Na klar muss sich Leistung lohnen - nur wer definiert "Leistung"? Und wer schafft Möglichkeiten, um Leistung zu erbringen? Der quasselnde Dauer-Kochtopf von der FDP-Spitze bestimmt nicht. Der Bürger - und das im vollen Ernst - solle sich nicht schon wieder täuschen lassen: Westerwelles von jeglichem Geschmack "befreiten" Goebbels-Imitationen sind nichts Anderes als kaltblütiges Kalkül der Politik-Macher im Hintergrund! Jahrzehnte mussten die Liberalen darben und verkamen zu einer üblen Trottel-Partei, deren einzige Chance der "Yes-men"-Zipfel am Rock der Christdemokrazies war, ohne eigenes Stimmrecht, ohne eigenes Profil. Jetzt auf was für krummen Wegen auch immer in die Regierung geputscht, braucht es diese Krawall-Losungen, um das im Volk fest verankerte Image der Lahmärsche (sorry, Guido!) abzustreifen - die Kanzlerin in ihrer typisch aussitzerischen Art hatte und hätte sowieso keine Meinung zu dem Himmel-stinkenden Blödsinn, den da "Radio Westerwelle" beinahe täglich über die Lande ergießt. In den Hinterstübchen der Koalition herrscht derweil Friede, Freude, Eierkuchen - die eigentlichen Strategien für den Bundestag erarbeiten ehedem Schufte der Marke Ackermann. Alles Andere ist mehr oder weniger Show - das muss man nicht wirklich auf die Zeit vom 11.11. bis Faschings-Dienstag beschränkt wissen. Für eine Verklamaukisierung von (hauptstädtischem) Klamauk ist dieses Leben leider ein bisschen zu kurz ...
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OLYMPIA: Savchenko/Szolkowy nach Kür-Patzer nur Dritte
(17/02/10) Irina Rodnina wird sich ... nein, noch nicht im Grabe umgedreht haben, denn die 60-Jährige (Foto: sa-ex/TV) erfreut sich eines vitalen Lebens. Aber die 3-fache Paarlauf-Siegerin bei Olympischen Spielen - mit zwei verschiedenen Partnern - hätte sich wohl nie träumen lassen, dass ihre Erben eines Tages ohne Edel-Metall aus Vancouver zurückkehren; tatsächlich langte es in der traditionell ersten der vier Entscheidungen im Eis-Kunstlaufen für Yuko Kawaguti/Alexander Smirnov nur zu POaltz 4 - ein Novum in der über Jahrzehnte von Sowjets bzw. Russen dominierten Konkurrenz. Aber Trauer mussten nicht nur die Osteuropäer tragen - auch die Träume des Chemnitzer Top-Duos Aliona Savchenko/Robin Szolkowy zerplatzten nach emhreren technischen Fehlern in der großen Kür wie Seifenbalsen - Bronze statt Gold hieß es für die beiden Sachsen, die sofort nach der Sieger-Ehrung den Rückflug antraten, um sich in heimischer Halle für die noch ausstehenden Weltmeisterschaften vorzubereiten, die im März in Turin abgehalten werden. So also heißt die neue Welt-Macht China, das mit den Gespannen Shen/Zhao sowie Pang/Tong einen doppelten triumph einfuhr. Dafür lief es auf anderer Schiene besser: Rodlerin Tatjana Hüfner sowie Biathletin Magdalena Neuner holten die Gold-Medaillen 2 und 3 fürs schwarz-rot-güldene Team, und Eis-Sprinterin Jenny Wolf schrammte um die Winzigkeit von lediglich fünf Hundertsteln daran vorbei. Deutschland damit vorläufig auf Platz 1 der Nationen-Wertung ... und in Erwartung der spannenden Damen-Abfahrt mit dem Dauer-Duell zwischen Maria Riesch kontra Lindsey Vonn.
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Unterschiedliche Interpretations-Möglichkeiten für den 13.02.
(17/02/10) Dresdner Bomben-Gedenken, Teil 2: Das war natürlich das ewig junge "Gesellschafts-Spielchen" der Rechten gegen die Linken, mit einem deutlichen Punkte-Sieg für die Gegner des Nazi-Aufmarsches, der sich dann auch tatsächlich dank zahlreicher Blockaden nur auf eine Kundgebung beschränkte, sich nicht zu einem geplanten Trauerzug ausweiten konnte. Ob sich das natürlich CDU-Größen wie der Ministerpräsident oder das Stadtoberhaupt als Erfolg an ihre Kragen heften dürfen (wie geschehen), bleibt in hohem Maße anrüchig. Denn CDU-"geschmiert" ist in diesem Sachsen seit Milbradt so gut wie Alles, und also sind es auch jene Richter, die mit ihrer vollkommen falschen Gesetzes-Auslegung den Vandalen-Tourismus und die gigantischen Polizei-Maßnahmen zum 13. Februar überhaupt erst ermöglichen. Ähnlich wie im Kino ist der Blick von außen ein unverfälschterer als jener der ohnehin sehr fragwürdigen lokalen Presse, und deshalb haben wir größere Passagen eines Beitrags des Berliner Schriftstellers Ingo Schöne - veröffentlicht in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG - auf unserer HEIMAT-Seite eingestellt, ergänzt mit eigenem Sichtungs-Material. Natürlich hätte man auch auf die Elogen des Chefs der SÄCHSISCHEN ZEITUNG eingehen können (Vetterick: "Mit der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz und Ministerpräsident Stanislaw Tillich gaben endlich Konservative dem Widerstand gegen Rechts jene Breite, die nötig ist zum Erfolg. Der 13. Februar des Jahres 2010 gehörte wieder den Dresdnern. Dabei wurde klar: Der 13. Februar ist nicht länger nur ein Tag der Trauer, des Gedenkens. Er ist ebenso Tag der Versöhnung, Tag der Toleranz; ein Tag, der zeigt, was möglich ist, wenn Menschen zusammenstehen."), aber da ist eine Menge Heuchelei im Spiel - die gleiche Zeitung, die nicht in der Lage war bzw. ist, den Kreisgebiets-Faschismus der Union öffentlich an den Pranger zu stellen, macht sich mit ihrem "Einmal-im-Jahr"-Patriotismus unglaubwürdig. Da sind unsere Journalisten aus einem besseren Holz geschnitzt; sie weisen auf das eigentliche Übel hin, und das sind nicht die braunen Horden und ihre links-autonomen Gegenrandalierer. Sondern der Staat, der diese Tumulte will und den Steuern-Zahler dafür bluten lässt. Wäre dem nicht so, würde er im Vorfeld eines jeden 13. Februar ganz, ganz anders handeln! (Foto oben: SACHSEN-EXPRESS/F.H.)
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OLYMPIA: Deutsche bislang mit einmal Rennrodel-Gold
(15/02/10) Wir haben Olympia in Vancouver selbstredend nicht vergessen, aber in Stress-Situationen wie der jetzigen stößt eine permanent unterbesetzte Redaktion natürlich und Zwangs-logisch an Grenzen. Dennoch haben wir auf der SPORT-Seite die Übersicht zum bisherigen Geschehen in Vancouver und Whistler eingestellt; das Unternehmen im Zeichen der fünf Ringe nimmt sich aus bundesdeutscher Sicht bislang durchwachsen aus. Zwar erfüllten die Rennrodler um den auf unserem Schnappschuss vom Zweitplatzierten David Möller (links) und Armin Zöggeler aus Italien (Bronze/Foto: sa-ex/TV) in die Luft gehobene Gold-Gewinner Felix Loch die Erwartungen, doch galt das längst nicht für alle Hoffnungen auf Edel-Metall. Männliche Biathleten, Nordisch-Kombinierer und Langläufer beiderlei Geschlechts, dazu - wie freilich erwartet - die Skispringer: Sie alle haben noch deutliche Reserven nach oben. Bei den "alpinen" Damen kommt noch der zusätzliche Nervenkitzel der Termin-Verschiebungen hinzu; immerhin konnte inzwischen die Abfahrt der Herren durchgeführt werden; eine der "Königs-Disziplinen" wurde einmal mehr von einem Außenseiter gewonnen, heuer vom Eidgenossen Didier Défago. Gut möglich, dass zur Stunde ein zweites Mal Gold für die mitteleuropäische Delegation hinzukommt, wenn das Chemnitzer Kunstlauf-Paar Aljona Savchenko und Robin Szolkowy seinen Kür-Auftritt abliefert - nach dem Kurz-Programm hatten sich die Sachsen hinter Shen Xue/Zhao Hongbo (China) auf Position 2 eingeordnet.
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13. FEBRUAR: Mahnende Worte auf dem Heide-Friedhof
(15/02/10) Dresdner Bomben-Gedenken, Teil 1: Dieser vollzog sich in relativ entspannter Atmosphäre auf dem Heide-Friedhof im Beisein von Ministerpräsident Tillich und Oberbürgermeisterin Helma Orosz (links/Foto: SACHSEN-EXPRESS/F.H.). Wobei die Rathaus-Chefin in ihrer kurzen Ansprache an eine Namens-Vetterin erinnerte, die justament in der verheerenden Nacht des 13. Februar 1945 geboren wurde, während ihre Mutter den Angriff der Alliierten nicht überlebte. Orosz, die ein kommunalpolitisch schwieriges Jahr 2009 hinter sich hat, richtete aber auch scharfe Worte in Richtung jener braunen Elemente, die Jahr für Jahr das Gedenken an die Geschehnisse von damals missbrauchen und in ein falsches Licht zerren; deshalb waren sie als auch der MiPrä in den nachfolgenden Stunden in der einer Festung gleichenden Innenstadt im Einsatz, um den allgemeinen Willen zu bekräftigen, diesen historischen Tag nicht den übleren Elementen unserer Gesellschaft zu überlassen. Nach den Kranz-Niederlegungen durch Vertreter aus Politik, öffentlichem Leben und ausländischer Delegationen nutzten auch zahlreiche Bürger von Elbflorenz den feierlichen Akt, um der rund 25000 Opfer des anglo-amerikanischen Feuerteppichs zu gedenken.
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FUSSBALL: SV Einheit Kamenz mischt den Freistaat auf
(15/02/10) Einheit Kamenz bleibt in der Landesliga auf phänomenalem Erfolgs-Kurs: Dank eines Kieback-Treffers (17. min) wurde Aufsteiger Radebeuler BC mit 1:0 bezwungen, und weil der Chemnitzer FC II zu Hause gegen das mit vielen neuen Tschechen verstärkte Neugersdorf übel patzte (0:3 - Schütze des dritten Tores war Thomas Hentschel/Foto: SA-EX), thronen die Lessingstädter jetzt sogar wieder auf Platz 1. Damit haben sich die Ausflüge nach Langburkersdorf also gelohnt; dass dort im Oberland allerdings auch nicht alles "koscher" laufen kann, bewies die Tatsache, dass zu den massigen Ausfällen der letzten beiden Tage auch die Bezirksklassen-Partie SSV Neustadt gegen TSV Wachau gehörte - Langburkersdorf liegt in direkter kommunaler Nachbarschaft zu Neustadt, erteilte aber nur Gnaschwitzer-Doberschauern und eben dem SV Einheit die "Gnade" der Kunstrasen-Nutzung (um Punkte). Diese Episode nur am Rande; erstaunlich genug war, dass die Landesliga ihr Pensum komplett absolvierte, während es in den meisten anderen Spielklassen Absagen im Fließband-Akkord hagelte. Da bleibt mit Spannung abzuwarten, wie sich die Witterung am jetzt folgenden Wochenende gestaltet, denn noch so eine Flut an Ausfällen dürfte zu ganz großen Engpässen bei der Terminisierung der Nachholer führen - für Mittwoch-Begegnungen sind Bezirke und Kreise hiesiger Breiten aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gerüstet: Jobben im Westen; Mangel an Flutlicht-Anlagen, und falls vorhanden, gibt es obendrein ein lästiges Genehmigungs-Prozedere durch den BVF. In der Bundesliga hält der Zweikampf zwischen Bayer o4 Leverkusen und dem FC Bayern München an, denn beide Top-Teams gaben sich auch am 22. Spieltag keine Blöße. Das lange Warten des Rekord-Champions auf die Rückkehr an die Spitze könnte demnächst ein Ende haben, wenn der Süd-"Gipfel" in Nürnberg gewonnen wird, während die "Werks-Elf" den schweren Gang nach Bremen zu absolvieren hat. Ganz Hamburg hingegen freut sich über den gelungenen Tore-Einstand von "Van the Man" - Ruud van Nistelrooy bewerkstelligte mit zwei Einnetzern den 3:1-Auswärts-Triumph der Hanseaten beim VfB Stuttgart faktisch im Alleingang. Anbei die Übersicht zum Weekend-Geschehen.
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Und also sprach
DER DREHBUCH:
Peter Alexander: "Nur Harm-lose Männer kann man zweimal einfangen." -
Ingrid Andree: "Einfan-
gen ... so ein grässli-
ches Wort, noch dazu aus dem Munde eines Standesbeamten!"
(Dialog aus der Frau-
en-Abschwörungs-Ko-
mödie >>Schlag auf Schlag<< von 1958; Foto oben: sa-ex/TV)
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